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Die Zahl
15 Jahre Leonardo!

Am 9. November hatte der kleine Bruder von Erasmus Geburtstag! Das EU-Programm Leonardo da Vinci zur Förderung beruflicher Aus- und Weiterbildung ging 1995 an den Start, acht Jahre später als sein bekanntes Pendant, das Erasmus-Programm zur Förderung der Mobilität von Studierenden und Hochschulpersonal. Bis heute wurden durch das Leonardo-Programm 110.000 Austauschmaßnahmen für Ausbilder und mehr als 3000 Projekte zur Modernisierung des Sektors der beruflichen Bildung gefördert. Außerdem wurden mehr als 600.000 junge Menschen dabei unterstützt, ein Praktikum im europäischen Ausland zu absolvieren.

Dank dieser Erfahrung können sie ihre Sprachkenntnisse ausbauen und andere generelle Fähigkeiten wie Teamgeist und Anpassungsfähigkeit verbessern. Auf diese Weise erhöhen sie ihre Beschäftigungsfähigkeit und bringen ihre persönliche Entwicklung voran“, erklärte Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend. Langfristig trage dies dazu bei, Arbeitskräfte besser zu qualifizieren und Europa wettbewerbsfähiger zu machen, so Vassiliou weiter.

Dies ist umso wichtiger im Hinblick auf die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, die derzeit in der Altersgruppe der 15-24 Jährigen laut Eurostat im Durchschnitt EU-weit bei knapp 20 % liegt. Damit ist die Arbeitslosenquote bei Jugendlichen im EU-Durchschnitt doppelt so hoch wie bei der Gesamtzahl der Erwerbspersonen. Um dem entgegen zu wirken, hat die EU im Rahmen ihrer Strategie EU 2020 für „intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum“ zwei Flaggschiffinitiativen ins Leben gerufen: Jugend in Bewegung und Neue Kompetenzen für neue Beschäftigung. Dadurch will die Europäische Kommission bestehende europäische Förderprogramme gezielter zur Unterstützung der Beschäftigungsfähigkeit von jungen Menschen nutzen - und diese unter dem neuen Finanzrahmen nach 2013 dahingehend ausrichten, ohne von ihrer alle Altersgruppen einschließenden Strategie des lebenslangen Lernens insgesamt abzuweichen. Ob dies zur Verbesserung der Chancen junger Menschen auf dem Arbeitsmarkt beitragen wird, bleibt abzuwarten. Denn all diese Initiativen stellen lediglich einen strategischen Rahmen dar, der jedoch in der Umsetzung durch die Mitgliedsstaaten zusammen mit den Partnern in Bildung und Wirtschaft mit Leben gefüllt werden muss. Daran wird sich entscheiden, ob EU 2020 erfolgreicher sein wird als ihre Vorgängerin, die Lissabon-Strategie.

Artikellogo (cc) keepwaddling1/flickr


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