La mauvaise nouvelle
Belgien immer noch ohne Regierung

Mehr als ein Jahr lang ist Belgien nun schon ohne Regierung. Seit den Parlamentswahlen am 13. Juni 2010 verhandeln die Parteien des flämischen (niederländisch-sprachigen) und des wallonischen (französisch-sprachigen)Teil des Landes. Herausgekommen ist dabei immer noch nichts. Dass es bei den Verhandlungen nicht nur um die Bildung einer Regierung geht, sondern auch um die Staatsform, macht sie Sache nicht einfacher.

Die NVA, die Neue Flämische Allianz, fordert die Trennung des Staates und die Gründung einer unabhängigen ‚Republik Flandern’. Aus den Wahlen 2010 ging die NVA als stärkste Kraft hervor und hat 27 Mandate im Parlament. Zweitstärkste Partei sind die Sozialisten. Zwar sagte NVA-Chef Bart de Wever direkt nach der Wahl „Niemand hat Interesse daran, das Land zu blockieren“. Genau das ist aber geschehen und eine neue Regierung bisher nicht in Sicht. Die Sprachgruppen und –gegensätze, an denen die vorherige Regierung zerbrach, stehen sich immer noch meist unversöhnlich gegenüber. Jean Quatremer, Korrespondent der französischen Tageszeitung Libération fasst in einem Interview mit Paris Match zusammen, was wohl nicht nur Franzosen bisher über Belgien dachten : „Bis vor kurzem war Belgien für uns vor allem ein französisch-sprachiges Land : Alle bekannten Belgier sprachen Französisch, wenn auch manchmal mit einem merkwürdigen Akzent, wie Arno, den niemand als Flamen identifiziert hätte. Es brauchte erst zahlreiche Artikel und TV-Reportagen um zu erklären, dass es eine niederländisch-sprachige Mehrheit in Belgien gibt, dass ihre Region die reichste des Landes ist und dass sie den französisch-sprachigen Süden als ‚Bürde’ betrachten.“

Eine Lösung des Problems, sie ist auch ein Jahr nach den Wahlen nicht wirklich in Sicht.


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