Europa erholt sich nur langsam von der schwersten und dauerhaftesten Rezession der letzten 50 Jahre. Zwar wächst das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut einer Zwischenprognose der EU-Kommission wieder – die Wachstumsprognosen für den Euroraum bleiben mit 0,7 Prozent jedoch weit hinter dem weltweiten Durchschnitt von 4,5 Prozent zurück. Berechnungsgrundlage für die Zwischenprognose sind die sieben größten Wirtschaften der EU, also Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, die Niederlande, Polen und Großbritannien. Zusammen machen sie 80 Prozent der EU-Wirtschaft aus.Die aktuelle Zwischenprognose der Kommission bestätigt die Wachstumserwartungen von 0,7 Prozent für die EU insgesamt, die Erwartungen für die zweite Jahreshälfte 2010 wurden allerdings leicht nach unten korrigiert. Laut der Fachzeitung European Voice zeigte sich EU-Währungskommissar Olli Rehn verhalten optimistisch : ein Aufschwung der EU-Wirtschaft sei erkennbar, er stehe dennoch auf wackeligen Beinen. Die Stimmung insgesamt habe sich verbessert, dies zeige sich aber noch nicht in konkreten Zahlen. Besonders die Wirtschaft von aufstrebenden asiatischen Ländern hätte sich sehr viel schneller von der globalen Finanzkrise erholt als die europäische Wirtschaft. Verantwortlich dafür sind zu einem großen Teil auch die finanziellen Probleme Griechenlands, die den Euro schwächen, den gesamten Euroraum und damit auch die Wirtschaft seiner Mitgliedstaaten destabilisieren. Die EU-Kommission hat die Notwendigkeit, die europäische Wirtschaft zu modernisieren und sie so im Fall einer Krise widerstandsfähiger zu machen, erkannt : am 3. März soll eine Zehn-Jahre-Wachstumsstrategie unter dem Namen „Europa 2020“ präsentiert werden.
Foto : flickr.com (user : henry...)












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