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Le rendez-vous
EU schafft neue Trennlinien auf dem Balkan

Ab Anfang 2010 sollen Serben, Mazedonier und Montenegriner ohne Visum in die Europäische Union einreisen dürfen. Dies schlug die EU-Kommission am 15. Juli vor und gab zugleich bekannt, dass unter den EU-Justizministern, die dem Vorhaben noch zustimmen müssen, ein breiter Konsens herrsche. Albanien und Bosnien-Herzegowina blieben demnach ebenso wie das Kosovo zunächst von der neuen Reisefreiheit ausgenommen. Aus diesem Grund sprach der grüne Europaabgeordnete Daniel Cohn-Bendit von einer « haarsträubenden Diskriminierug der bosnischen Muslime » und von einer « Verhöhnung der Kriegsopfer » der 1990er Jahre. In Bosnien-Herzegowina verfügen viele Bosnier über kroatische oder serbische Pässe und könnten damit ohne Visazwang in die EU reisen. Die bosnischen Muslime werden hingegen von den Reiseerleichterungen ausgeschlossen, was zu neuen ethnischen Spannungen in dem nach wie vor instabilen Land führen könnte. Dabei sollte die Visa-Liberalisierung doch eigentlich der Völkerverständigung dienen...

Bildquelle : flickr.com, Mashik75


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