In der neuesten Eurobarometer-Umfrage kriegt die Europäische Union den Frust der Bürger zu spüren. Weniger als die Hälfte der Europäer sind noch davon überzeugt, dass die EU ein positives Unterfangen ist. Dabei ist besonders in Griechenland, Zypern, Portugal, Spanien, Rumänien, Italien und Luxemburg ein Vetrauensverlust festzustellen.
Die Umfrage wurde im Mai, also während der Euro-Krise durchgeführt, und dürfte so nur wenige wirklich überraschen. Wie immer wurde eine repräsentative Gruppe von Menschen aus allen 27 Mitgliedsstaaten befragt und deren erste Eindrücke und Meinungen zur EU gesammelt.
Die Resultate zeigen, dass die Menschen besonders den Euro und die Schengen-Zone zu schätzen wissen, wobei die Garantie von Frieden und Sicherheit nur an dritter Stelle genannt wurde. Interessant ist vor allem, dass fast ein Viertel der Befragten die EU als Verschwendung von Geldern ansieht. Dies dürfte Wasser auf den Mühlen der Europa-Skeptiker sein.
Obwohl die Befragten eine gemeinsame und effektive EU-Wirtschaftspolitik befürworteten, sagt dies generell nichts über das Wissen der EU-Bürger über EU-Politik aus. Trotzdem scheint es so, als rücke das europäische Projekt an sich für EU-Bürger immer mehr in den Hintergrund.
Artikellogo : daklebtwas/flickr


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