Dem Internetkonzern Google steht Ärger mit der Europäischen Union bevor: bei der EU-Kommission sind mehrere Beschwerden gegen ihn eingegangen. Konkret geht es um angeblich unfaire Wettbewerbspraktiken des Suchmaschinenbetreibers. Die französische Suchmaschine für Rechtshilfe ejustice.fr und das britische Preisvergleichsportal Foundem fühlen sich durch die Klassifizierung der Suchergebnisse benachteiligt: so würden ihre Seiten systematisch weit unten, die konzerneigenen Dienste von Google dagegen bevorzugt angezeigt. Die Beschwerde des zum Microsoft-Konzern gehörenden Portals „Ciao from Bing“ betrifft die Bedingungen des Online-Anzeigendienstes von Google. Die Vorwürfe werden von der EU-Kommission geprüft, ein formelles Verfahren wurde noch nicht eröffnet. Google hat nun Zeit, zu reagieren und hat bereits angekündigt, der Kommission die benötigten Informationen zu übergeben. Sollte Google tatsächlich wettbewerbswidriges Verhalten nachgewiesen werden, drohen dem Konzern hohe Geldstrafen, die bis zu zehn Prozent des Umsatzes betragen können (2009 waren das 24 Milliarden US Dollar). Dass sie einem Rechtsstreit mit großen amerikanischen Konzernen inklusive dem Verhängen von empfindlich hohen Geldstrafen nicht aus dem Weg geht, hat die EU bereits in den Auseinandersetzungen mit Microsoft und Intel bewiesen.
Foto: flickr.com (user: keso)












Login






Einen Kommentar hinzufügen
Einen Kommentar hinzufügen
Newsletter
RSS
Facebook
Twitter
Netvibes
Dailymotion