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La mauvaise nouvelle
Immer weniger Hoffnung auf ein vereintes Zypern

Bei den Parlamentswahlen im türkisch besetzten Norden Zyerns setzte sich am Sonntag (19. April) die bislang oppositionelle Partei der Nationalen Einheit (UBP) durch. Ihr Führer Dervis Eroglu, der bereits zwischen 1984 und 2004 den Nordteil der Insel regierte, gilt als nationalistischer Hardliner, der für einen eigenen, international anerkannten Staat kämpft. Seine Partei errang 26 der 50 Sitze im neuen nordzyprischen Parlament. Ein schwerer Rückschlag für die zaghafte Annäherung der beiden Inselteile, die sich sehr zur Freude Brüssels im Rahmen der Wiedervereinigungsgespräche seit September zwischen dem türkisch besetzten Inselteil und der Republik Zypern entfaltet hatte. Zwar werden die Gespräche fortgesetzt (Präsident Mehmet Ali Talat bleibt bis 2010 im Amt), dürften sich aber weit schwieriger gestalten. Ohnehin waren die Gespräche ins Stocken geraten, da Uneinigkeit über den Abzug der Mehrheit der über 30.000 türkischen Soldaten im Norden und über das zukünftige politische System der Insel herrscht. Einen Rückschlag würde diese Entwicklung auch für die Türkei bedeuten - eine Lösung der „Zypernfrage“ ist schließlich Bedingung für ihren EU-Beitritt.

Bildquelle : khowaga1 auf flickr.com


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