Markus Ferber (CSU) : Für ein bürgernahes Europa

Am 7. Juni ist Europawahl, und die Bürger können entscheiden, wie Europa in den nächsten fünf Jahren aussieht. Die Europäische Union trifft mittlerweile viele Regelungen, die sich direkt auf unser Leben auswirken. So entscheidet das Europäische Parlament unter anderem darüber, wie viele EU-Fördermittel künftig nach Deutschland fließen, oder welche Abgasgrenzwerte für Autos gelten, an welche Vorschriften sich Handwerker und Unternehmen zu halten haben, und wie wir weiterhin in Frieden, Freiheit und Sicherheit leben können.


In der Vergangenheit ist die EU-Kommission bei der von ihr vorgelegten Gesetzgebung in vielen Fragen über das Ziel hinausgeschossen. Ob bei der Debatte um die Höhe des Salzgehalts im Brot, oder dem Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen : die CSU fordert, dass die Europäische Union sich auf die Aufgaben konzentriert, die die Mitgliedstaaten der EU alleine nicht erfüllen können.

Dabei zeigt uns die Finanzkrise auf der anderen Seite, dass wir ohne eine Zusammenarbeit auf europäischer Ebene nicht auskommen. Die großen Banken sind mittlerweile in vielen Ländern tätig, da kommen wir mit rein deutschen Regeln nicht weiter. Deshalb müssen wir europaweit mehr Transparenz und einen größeren Schutz von Anlegern durchsetzen, damit das Geld der Privatsparer und Kleinanleger sicher ist.

Viele andere Entscheidungen aber können weitaus besser bei uns in Deutschland entschieden werden. Der Entscheidungsspielraum der Kommunen muss wieder erhöht werden, denn die Menschen vor Ort wissen selbst am besten, was wie geregelt werden soll. Dazu brauchen wir eine klare Abgrenzung, wofür die EU zuständig ist, und welche Entscheidungen besser auf Bundes-, Landes- oder kommunaler Ebene gefällt werden sollen.

Wir brauchen die Europäische Union, aber wir wollen, dass sie bürgernäher wird. Statt Richtlinien und Verordnungen müssen wieder die Menschen im Mittelpunkt der Europapolitik stehen. Die Europäische Union soll und muss dort aktiv werden, wo die Mitgliedstaaten alleine nicht mehr weiterkommen. Alle anderen Entscheidungen die besser vor Ort geregelt werden können : das ist besser für die Menschen in unserem Land und die Akzeptanz der Europäischen Union.


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Am 18. November 2012 wurde zum 12. Mal der Siebenpfeiffer-Preis verliehen – und Die Euros haben von der Jury eine lobende Anerkennung erhalten.

In der Begründung der Jury heißt es dazu:

„Dieses Online-Portal von Studierenden und jungen Absolventen unterschiedlicher Universitäten in Europa bietet Informationen und Reflexionen zu Europa und zur Politik der Europäischen Union. Im digitalen Dialog geht es um soziale, politische, wirtschaftliche und kulturelle Fragen – aus Sicht und in der Aufmachung der jüngeren Generation. Zusätzlich zu diesem Medienprojekt verstehen sich „Die Euros“ auch als Netzwerk der Zivilgesellschaft, das die Bürgerbeteiligung und den Gemeinschaftssinn in Europa fördern will – ganz im Sinne Siebenpfeiffers und seiner Mitstreiter.“

Für Die Euros nahm Autorin Carolin Dylla in Homburg die Auszeichnung entgegen.

Den mit 5000 Euro dotierte Siebenpfeiffer-Preis erhielt in diesem Jahr der freiberufliche Auslandskorrespondent Detlef Drewes. Der Preis wird regelmäßig an Journalisten vergeben, die durch ihre Arbeit für Presse, Rundfunk und Fernsehen demokratisches Bewusstsein fördern, d.h. sich für ein freiheitliches Menschenbild und eine demokratisch-soziale Grundüberzeugung einsetzen – ganz in der Tradition Philipp Jakob Siebenpfeiffers. Mit dem Preis soll insbesondere journalistisches Engagement ausgezeichnet werden, das keine Rücksicht auf berufliche Karriere oder finanzielle Vorteile nimmt. Siebenpfeiffer selbst forderte Pressefreiheit und bekannte sich dazu Ende 1831 in seiner Zeitung „Der Bote aus Westen“, wo er den französischen Dichter und Autor Alphonse de Lamartine zitierte:

„Die Presse muß nothwendig frei sein, denn sie ist die Stimme aller, ihr Schweigen ist der Tod der Freiheit, jede Tyrannei, welche eine Idee morden will, beginnt damit, daß sie die Presse knebelt.“

Die Jury des Siebenpfeiffer-Preises setzt sich aus Mitgliedern der gleichnamigen Stiftung zusammen, die von den Journalistenverbänden in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Saarland sowie Thüringen bzw. der Hambach-Gesellschaft für historische Forschung und politische Bildung ernannt werden, dem Publizisten Fred Oberhauser, sowie je einem Vertreter der Saarbrücker Zeitung und des Saarländischen Rundfunks sowie zwei Vertretern des Saarpfalz-Kreises.

Wir, das Euros-Team – Julia Korbik (Chefredakteurin), Vera Kissler (stellv. Chefredakteurin) und Helene Banner (Projektleiterin Die Euros) – danken der Siebenpfeiffer-Stiftung für die Auszeichnung. Gerade in Zeiten der Euro-Krise ist es wichtig, Europas Bürgerinnen und Bürgern Analysen, Meinungen und Reportagen zu bieten, die einen anderen Blick auf die EU und Europa ermöglichen. Denn: Europa ist eben nicht nur die EU.

Die Euros basieren auf ehrenamtlichem Engagement. Jeder von uns steckt regelmäßig viel Arbeit und Herzblut in das Projekt. Dass solches Engagement nun mit einer lobenden Anerkennung gewürdigt wird, freut uns sehr. Ein großer Dank geht an alle unsere Autorinnen und Autoren, Übersetzer und Übersetzerinnen: Ohne euch wären Die Euros nicht dort, wo sie heute sind. Wenn ihr nicht unermüdlich Beiträge schreiben und Texte unserer anderen Sprachversionen übersetzen würdet, wäre unsere Seite leer. Diese Auszeichnung ist vor allem eure Auszeichnung.

Die verschiedenen Sprachversionen der Euros:

http://www.eurosduvillage.eu (FR) http://www.glieeuros.eu (ITA) http://www.theeuros.eu (ENG) http://www.loseuros.eu (SPA)

Die Euros erhalten lobende Anerkennung der Siebenpfeiffer-Stiftung

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