Damit hatte in Österreich schon niemand mehr gerechnet. Am Montag (2. März) wurde im EU-Umweltministerrat über das Anbauverbot bestimmter genmanipulierter Maissorten in der Alpenrepublik abgestimmt. Die Kommission wollte die nationalen Anbau- und Verkaufsverbote kippen, da sie gegen die EU-Freisetzungsrichtlinie (2001/18/EC) verstoßen. Darin sind zwar Schutzklauseln vorgesehen, jedoch konnte besagten gentechnisch manipulierten Maissorten (Mon810 und T25) bisher kein Risiko nachgewiesen werden. Die Abschaffung von Import- und Weiterverarbeitungsverboten hatte die Kommission bereits im letzten Jahr durchgesetzt, da sich im Rat keine Mehrheit zur Unterstützung Österreichs fand. Trotz des Mangels an wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Untermauerung der Anbauverbote fand sich im Rat die nötige qualifizierte Mehrheit, um Österreich und Ungarn die Beibehaltung der abweichenden Gesetzgebung zu gestatten. Fazit : Die EU-Umweltminister haben hier auf nationale Empfindlichkeiten Rücksicht genommen - erfreulich nicht nur für Gegner von Genfood.
Bildquelle : sxc.hu, fishmonk


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