Ende April hat die pro-westliche Opposition im ukrainischen Parlament Rauchbomben gezündet und mit Eiern auf den Parlamentspräsidenten geworfen – Hintergrund der Attacke war eine Abstimmung über die Pachtverlängerung für einen russischen Marinestützpunkt auf der Krim. Eine 25-jährige Verlängerung des Stationsrechtes hat auf ein Weiteres die Spaltung der Ukraine hervorgebracht und pro-Moskau Präsident Janukovitsch in Bedrängnis gebracht. Als Gegenzug für die Erlaubnis die russische Schwarzmeerflotte bis 2042 am schwarzen Meer stationiert zu lassen, erhalten die Ukrainer fortan niedrigere Gaspreise. Die Entscheidung des Präsidenten scheint die Beziehungen zwischen der EU und der Ukraine weiterhin auf Probe zu stellen. EU-Politiker bleiben zweideutig in ihrem Umgang mit der Ukraine, darum ist es also nicht weiter verwunderlich wenn Janukovitsch sich weiterhin Richtung Moskau dreht. Die Perspektive über einen möglichen NATO-Beitritt wurde mit diesem Abkommen quasi begraben, denn es war gerade diese russische Basis am schwarzen Meer die im August 2008 am Georgienkrieg beteiligt war. Die Ukraine bleibt also gespalten und hat die wirtschaftlichen Probleme des Landes vor die politischen gestellt.
Bildquelle : Flickr/thisisbossi


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