Die Veröffentlichung eines Grünbuchs zur Förderung von Kulturindustrien in Europa hat Ende April für Furore in der Medien- und Kultursphäre Europas gesorgt. Im Rahmen der 2020-Agenda will die Europäische Kommission Wachstum fordern, obwohl Kritiker den Mangel an Finanzierungslösungen für kleinere Firmen kritisieren. Die öffentliche Konsultation wird bis Juli dauern und besonders die europäische Musikindustrie erhofft sich einiges von der Initiative. Insbesondere die Frage über Marktzugang für kleine Musiklabels könnte geklärt werden. Immerhin trägt die Kulturindustrie Europas 2,6% von Europas Bruttoinlandsprodukt bei. Wie so oft scheint bei der Kultur- und Medienpolitik der EU scheint dabei der kulturelle Faktor weniger eine Rolle zu spielen. Es geht vor allem darum, schnell aus der Wirtschaftskrise zu kommen und dabei alle Mittel einzusetzen. Die Kulturindustrie ist dabei wohl nur Mittel zum Zweck und es bleibt abzuwarten inwiefern Pluralismus und Vielfalt eine Rolle spielen werden.
Bildquelle : Flickr/daveknapik


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