Die Kosten, die der Klimawandel verursachen wird, sind enorm. Die Schätzungen gehen weit auseinander, doch zwei Zahlen werden immer wieder genannt : 75 Milliarden Dollar pro Jahr ab 2030 für die Bewältigung der Folgen der Erderwärmung, 400 Milliarden pro Jahr im Kampf gegen die weitere Erwärmung. Im Moment zögern die Regierungen, vor dem Kopenhagener Gipfel konkrete Zahlen auf den Tisch zu legen, welchen Anteil sie davon in Form von öffentlichen Geldern zu tragen bereit sind. Die EU-Kommission hat im September erstmals in einer Mitteilung konkrete Zahlen genannt. Demnach müssten die EU-Länder 22-50 Milliarden Euro aufbringen, ab 2020. Eine Soforthilfe für die am stärksten betroffenen Entwicklungsländer müsse im Falle einer Einigung in Kopenhagen bereits im Jahr 2010 beginnen und sich laut dem Papier auf 5 bis 7 Milliarden Euro pro Jahr belaufen. Ein großer Teil der Kosten könne zwar durch Marktmechanismen, also durch Emissionshandel, gedeckt werden, dennoch seien angesichts von deren Unsicherheit öffentliche Transfers an die Entwicklungsländer unverzichtbar. Obwohl etwa die afrikanischen Länder nur für 3% des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich sind, werden sie die Folgen des Klimawandels mit den asiatischen Ländern am stärksten zu spüren bekommen.
Bildquelle : ec.europa.eu


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