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	<title>Die Euros</title>
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		<title>Die Euros</title>

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		<title>Total regional</title>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Antoine Bargas</dc:creator>


		<dc:subject>Minderheiten</dc:subject>
		<dc:subject>St&#228;dte und Regionen</dc:subject>
		<dc:subject>Europ&#228;isches Parlament</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Regionalistische Bewegungen in Europa erstarken. Ist die Krise schuld daran? Ja, aber nicht ausschlie&#223;lich.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/-Focus-on-News-.html" rel="directory"&gt;1. Aktualit&#228;tszoom&lt;/a&gt;

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&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Diversite-Minorites-+.html" rel="tag"&gt;Minderheiten&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Villes-et-regions-+.html" rel="tag"&gt;St&#228;dte und Regionen&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Parlement-europeen,190-+.html" rel="tag"&gt;Europ&#228;isches Parlament&lt;/a&gt;

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 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L150xH101/arton5884-1bcbd.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width='150' height='101' class='spip_logos' style='height:101px;width:150px;' /&gt;
		&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;Regionalistische Bewegungen in Europa erstarken. Ist die Krise schuld daran? Ja, aber nicht ausschlie&#223;lich.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Anfang Oktober gehen mehr als eine Million Menschen auf die Stra&#223;en Kataloniens, um die Unabh&#228;ngigkeit der Region sowie den Zahlungsstop an Madrid zu fordern. Am 14. Oktober erh&#228;lt der konservative F&#252;hrer der fl&#228;mischen regionalen Unabh&#228;ngigkeitspartei NVA (Neu-Fl&#228;mische Allianz) &lt;strong&gt;Bart DeWever&lt;/strong&gt; die meisten Stimmen bei den Stadtratswahlen in Antwerpen und ebnet so den Weg f&#252;r die Eroberung der zweitgr&#246;&#223;ten Stadt Belgiens.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Am 16. Oktober k&#252;ndigt der britische Premierminister David Cameron die Durchf&#252;hrung einer Volksabstimmung &#252;ber die Unabh&#228;ngigkeit Schottlands an. Am 21. Oktober geht die baskische Unabh&#228;ngigkeitspartei (PNV) bei den Regionalwahlen im Baskenland als st&#228;rkste Macht hervor und nimmt die Z&#252;gel der Region in die Hand, die zuvor von einer konservativ-sozialistischen Koalition regiert wurde. Diese Fakten zeigen, dass regionalistische Forderungen in Europa recht lebendig sind &#8211; anstatt sie zu unterdr&#252;cken hat die gegenw&#228;rtige Wirtschafts- und Sozialkrise sie nur noch gesteigert.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Neue Spannungen, neuer Gemeinschaftsgeist&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Tats&#228;chlich hat die Wirtschaftskrise zahlreiche Regionen dazu gebracht, ihre Sozial- und, Wirtschaftspolitik und sogar ihre Beziehungen mit den ungeliebten Nationen neu zu &#252;berdenken. In Spanien hat die Ank&#252;ndigung der R&#252;ckf&#252;hrung der regionalen zentralen Zust&#228;ndigkeiten angesichts enormer Regionalschulden zu zahlreichen &lt;strong&gt;Schockwellen bei den Anh&#228;ngern der regionalen Unabh&#228;ngigkeit&lt;/strong&gt; gef&#252;hrt. Ebenso musste die Regierung in Belgien eine Sozial- und Wirtschaftskrise erleben, die zu riesigen Budgeteinschnitten und f&#252;r Flamen &#8211; die sich immer mehr von den Wallonen abl&#246;sen &#8211; schwer nachvollziehbaren Finanztransfers gef&#252;hrt hat. Bei tr&#228;gem Wachstum, einer nicht mehr vorhandenen Konkurrenzf&#228;higkeit und immer gr&#246;&#223;eren sozialen und politischen Spannungen stellt der Identit&#228;ts- und Regionalr&#252;ckzug vieler nach Autonomie strebender Regionen einen nat&#252;rlichen Reflex dar.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die Haushaltsengp&#228;sse sind nicht nur auf zentraler Ebene sp&#252;rbar, sondern auch auf regionalem Niveau, wo sie f&#252;r neue Spannungen sorgen, aber auch f&#252;r neuen Gemeinschaftsgeist &#8211; die Regionalisten haben es nicht mehr nur auf die Zentralregierungen abgesehen (in ihren Augen &#8222;R&#228;uber&#8220;), sondern auch auf &#228;rmere und finanziell abh&#228;ngige Regionen. So verbuchten die fl&#228;mischen Autonomiebef&#252;rworter einen Wahlerfolg nach dem anderen, indem sie die zahlreichen &#220;bergriffe in der F&#252;hrung Walloniens aufzeigten. In Spanien weigern sich die Katalanen oder die Basken, k&#252;nftig f&#252;r die Andalusier zu zahlen. Aber nicht alle Unabh&#228;ngigkeitsbewegungen lassen sich durch Egoismus erkl&#228;ren. Viele Bewegungen greifen lediglich historische Forderungen auf und unterstreichen ihre Besonderheiten und ihren Wunsch nach Autonomie, ohne andere Regionen in den Diskurs aufzunehmen. So beispielsweise bei Schottland. In diesen Bewegungen ist ein &lt;strong&gt;Gemeinschaftsgeist&lt;/strong&gt; vorhanden: Die fl&#228;mischen, schottischen oder katalanischen Autonomieforderer haben Programme f&#252;r soziale oder generations&#252;bergreifende Solidarit&#228;t &#8211; auf regionaler Ebene &#8211; ausgearbeitet.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Keine angemessene Antwort der Parteien&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Gerade gegen diese Programme und Forderungen sind gro&#223;e Regierungsparteien (die Konservativen und die Christdemokraten der PPE sowie die Sozialisten der PSE) stets gestolpert. Lange daran gew&#246;hnt, nationale und regionale Regierungen gem&#252;tlich anzuf&#252;hren, erweisen sich die beiden gro&#223;en europ&#228;ischen Politikfamilien als unvorbereitet auf die regionalistischen Forderungen &#8211; die Konservativen bleiben der Staatshoheit treu und die Sozial-Demokraten wollen die Solidarit&#228;t auf nationaler Ebene verteidigen. Angesichts dieser Gegen&#252;berstellung wird durch die Autonomiebewegungen ein Diskurs vorangetrieben, bei dem &lt;strong&gt;Tradition und Fortschritt, Populismus und Pragmatismus&lt;/strong&gt; miteinander vermischt werden &#8211; Fortschritt bei Forderungen einer beschleunigten Dezentralisierung, Tradition bei Festhalten auf das historische Erbe, Populismus bei R&#252;ckzugsdiskursen oder Beschuldigungen der Zentralregierung und Pragmatismus bei Einnehmen von Sitzen in den Regionalregierungen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Beobachten kann man dieses Ph&#228;nomen bei Lega Nord, die zwei der reichsten Regionen Italiens unter sich vereint (Piemont und Venetien), bei der NVA in Flandern und sogar bei der Schottischen Nationalpartei (SNP). Im Grunde genommen ist der Diskurs der nach Autonomie strebenden Parteien flexibel und undefinierbar, denn was sie fordern ist schlicht und ergreifend Autonomie, ob fr&#252;her oder sp&#228;ter. Das neue Unabh&#228;ngigkeitsstreben ist eine &lt;i&gt;&#8222;Kraft, die in der Ruhe liegt&#8220;&lt;/i&gt; &#8211; pragmatisch und nicht mehr angstausl&#246;send.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Darauf konnten die gro&#223;en Parteien bisher keine angemessene Antwort finden: Da sie die nationalen Regierungen stellen, k&#246;nnen sie die Unabh&#228;ngigkeit von Regionen nicht akzeptieren. Aber sie k&#246;nnen sie auch nicht ablehnen, da sie sich dar&#252;ber bewusst sind, dass das Volk die regionalistischen Forderungen teilt. Diese Unschl&#252;ssigkeit der gro&#223;en Parteien zeigt sich an ihren Wahlstrategien. Indem sie sich mit den Regionalisten verb&#252;ndeten, haben die gro&#223;en nationalen Parteien diese wachsen lassen und ihnen Glaubw&#252;rdigkeit verliehen &#8211; man braucht sich dazu nur die &lt;strong&gt;Situation in Flandern oder Italien&lt;/strong&gt; anzuschauen. Indem sie sich untereinander vereinigten, um ihnen entgegenzutreten, st&#228;rkten sie sie auch, so wie es in Belgien auf Landesebene oder im Baskenland passierte. Durch Gewalt als Antwort auf nach Autonomie strebenden Demonstrationen, wie es gerade ein Vertreter der spanischen Rechten getan hat, rufen sie Sympathie f&#252;r Autonomiebewegungen hervor, die als Opfer zentralisierender Repression gesehen werden.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Wahlkampf zugunsten des Neins&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die Volksabstimmung &#252;ber die Unabh&#228;ngigkeit Schottlands im Jahr 2014 scheint eine neue Antwort zu sein, die britischen Konservativen entscheiden sich zu einer klaren Beantwortung der Autonomiefrage, indem sie dem Prinzip eines Referendums zustimmen und einen Wahlkampf zugunsten des NEINs f&#252;hren. Wird das Vereinigte K&#246;nigreich auf diesem Weg von Spanien, Belgien, Italien oder Frankreich gefolgt? Das Ergebnis des Referendums wird diese Frage beantworten....&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
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		<title>Menschenrechte: Was tut das Europ&#228;ische Parlament?</title>
		<link>http://www.dieeuros.eu/Menschenrechte-Was-tut-das,5753.html</link>
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		<dc:date>2012-11-09T08:07:42Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Natacha Bonnal</dc:creator>


		<dc:subject>Demokratie und Menschenrechte</dc:subject>
		<dc:subject>Europapolitik</dc:subject>
		<dc:subject>Europ&#228;isches Parlament</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Seit 2004 gibt es im Europaparlament den Unterausschuss Menschenrechte. Bis heute bleibt seine Rolle begrenzt.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/-Analysis,24-.html" rel="directory"&gt;1. Analysen&lt;/a&gt;

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&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Democratie-et-citoyennete-+.html" rel="tag"&gt;Demokratie und Menschenrechte&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Politique-europeenne-+.html" rel="tag"&gt;Europapolitik&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Parlement-europeen,190-+.html" rel="tag"&gt;Europ&#228;isches Parlament&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L150xH101/arton5753-774d0.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width='150' height='101' class='spip_logos' style='height:101px;width:150px;' /&gt;
		&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;2004 richtete das Europ&#228;ische Parlament einen Unterausschuss ein, der sich ausschlie&#223;lich mit dem Thema Menschenrechte befassen sollte. Zwar leistet dieser Unterausschuss f&#252;r Menschenrechte einen nicht unbetr&#228;chtlichen Beitrag zur parlamentarischen Arbeit &#8211; doch bis heute bleibt seine Rolle begrenzt. Wie die des Parlaments auf internationalem Parkett.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;In Stra&#223;burg, nur einen Steinwurf vom Europ&#228;ischen Parlament entfernt, befinden sich der Europ&#228;ische Gerichtshof f&#252;r Menschenrechte und der Europarat. Anders als die Europ&#228;ische Union haben diese Institutionen die Aufgabe, die Achtung, Einhaltung und F&#246;rderung der Menschenrechte in 47 europ&#228;ischen Staaten sicherzustellen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Auf EU-Ebene versteht sich das Europ&#228;ische Parlament, das &#252;ber weitaus wichtigere politische Befugnisse verf&#252;gt, ebenfalls als Verteidiger der Grundrechte; diese bilden den &lt;strong&gt;Sockel der Union&lt;/strong&gt;, seitdem sie im Jahr 1969 durch den EuGH als Grundprinzipien der Gemeinschaftsrechtsordnung anerkannt wurden. Doch welche Mittel und Wege stehen dem Parlament tats&#228;chlich zur Verf&#252;gung?&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Das Symbol als B&#252;rde&lt;/h3&gt;
&lt;span class='csfoo htmla'&gt;&lt;/span&gt;&lt;dl class='spip_document_4333 spip_documents spip_documents_left' style='float:left;width:226px;'&gt; &lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;IMG/jpg/8070757222_27be214359_z.jpg&quot; title='Sacharow-Preis f&#252;r geistige Freiheit&lt;br /&gt;Seit 1988 wird die Auszeichnung an Pers&#246;nlichkeiten vergeben, die sich f&#252;r Menschenrechte einsetzen. Quelle: http://www.flickr.com/photos/europe...' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L226xH320/8070757222_2c741-9ef23.jpg' width='226' height='320' alt='JPEG - 184.3 kB' style='height:320px;width:226px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dt class='spip_doc_titre'&gt;&lt;strong&gt;Sacharow-Preis f&#252;r geistige Freiheit&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dd class='spip_doc_descriptif'&gt;&lt;p&gt;Seit 1988 wird die Auszeichnung an Pers&#246;nlichkeiten vergeben, die sich f&#252;r Menschenrechte einsetzen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Quelle: &lt;a href='http://www.flickr.com/photos/european_parliament/' class='spip_out' rel='external'&gt;http://www.flickr.com/photos/europe...&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/dd&gt; &lt;/dl&gt;&lt;span class='csfoo htmlb'&gt;&lt;/span&gt;
&lt;p&gt;Als einzige europ&#228;ische Institution mit direkter und demokratischer Legitimation wacht das Europ&#228;ische Parlament &#252;ber die Achtung, Einhaltung und F&#246;rderung der Rechte und Freiheiten &#8211; nicht nur innerhalb der EU, sondern auch &#252;ber deren Grenzen hinaus. Die &lt;strong&gt;Fragen im Zusammenhang mit Menschenrechten geh&#246;ren dabei zu den obersten Anliegen&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Der sichtbarste Teil der Arbeit des Europ&#228;ischen Parlaments im Bereich Menschenrechte bleibt die allj&#228;hrliche Verleihung des &lt;strong&gt;&#8222;Sacharow-Preises f&#252;r geistige Freiheit&#8220;&lt;/strong&gt;. Seit 1988 wird dieser Preis an Pers&#246;nlichkeiten oder Organisationen verliehen, die sich wie Andrej Sacharow der Verteidigung der Menschenrechte und der Grundfreiheiten und dem Kampf gegen Unterdr&#252;ckung und Ungerechtigkeit verschrieben haben.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Das magere Preisgeld von 50.000 Euro wird durch die Berichterstattung in den Medien wieder wettgemacht, &#252;ber die in der Regel gewissen Staaten auf die Zehen getreten wird. 2008 hatte Peking schwere rhetorische Gesch&#252;tze aufgefahren, um die EU-Abgeordneten davon abzubringen, dem chinesischen Dissidenten Hu Jia den Preis zu verleihen. Und zuletzt wurde der Sacharow-Preis vor einem leeren Stuhl verliehen, da die kubanischen Beh&#246;rden dem Laureaten &lt;strong&gt;Guillermo Fari&#241;as&lt;/strong&gt; die Ausreise aus Kuba verweigert hatten.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Doch die Verleihung des Sacharow-Preises ist nur eine Form der parlamentarischen T&#228;tigkeiten in diesem Bereich. Das Europ&#228;ische Parlament verabschiedet regelm&#228;&#223;ig Resolutionen, in welchen EU-Institutionen oder Regierungen aufgefordert werden, Sofortma&#223;nahmen zu ergreifen, um der Verletzung von Grundrechten ein Ende zu setzen.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Den Regierungen auf den Schlips treten&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Dar&#252;ber hinaus ver&#246;ffentlicht das Parlament allj&#228;hrlich einen &lt;strong&gt;Jahresbericht &#252;ber die Menschenrechtslage in der Welt&lt;/strong&gt;; mit seinen Mahnungen sorgt es daf&#252;r, dass schwere Missst&#228;nde von der EU und der Welt nicht vergessen werden. Und die Reaktionen der Regierungen lassen darauf schlie&#223;en, dass sie die Kritik und Empfehlungen nicht kalt lassen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Dank dieser Berichte &lt;i&gt;&#8222;wird die Stimme der Europ&#228;ischen Union nach und nach in der Welt wahrgenommen&#8220;&lt;/i&gt;, bekr&#228;ftigt die EU-Abgeordnete der europ&#228;ischen Gr&#252;nen und ehemalige Vorsitzende des Unterausschusses f&#252;r Menschenrechte, &lt;strong&gt;H&#233;l&#232;ne Flautre&lt;/strong&gt;. &lt;i&gt;&#8222;Das Europ&#228;ische Parlament empf&#228;ngt oft Delegationen aus dem Ausland, die uns bitten, unsere Aussagen zur Verletzung der Menschenrechte in ihrem Land zu &#228;ndern.&#8220;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Denn das Europ&#228;ische Parlament l&#228;sst keine Gelegenheit aus, sein Eintreten f&#252;r die Menschenrechte zu bekr&#228;ftigen: Unter anderem werden Resolutionen zu Tibet verabschiedet, die Kriegsverbrechen im Kongo werden verurteilt oder den Asylbewerberzentren (u.a. Polen und D&#228;nemark) werden Besuche abgestattet&#8230; auf die Gefahr hin, den Regierungen auf den Schlips zu treten. Gem&#228;&#223; den Rechtsgrundlagen verf&#252;gt das Parlament jedoch &#252;ber &lt;strong&gt;keine tats&#228;chliche Befugnis&lt;/strong&gt; in diesem Bereich. Es wird lediglich &#252;ber die strategischen Entscheidungen des Rates in der Politik f&#252;r Ausw&#228;rtige Angelegenheiten informiert und von der Kommission zu jeder neuen Politik in diesem Bereich konsultiert.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Direkter Einfluss&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Zwar wurden dem Parlament im Vertrag von Lissabon mehr Kompetenzen einger&#228;umt, doch tats&#228;chlich hat es &lt;strong&gt;keine direkte Macht in diesem Bereich&lt;/strong&gt;, insbesondere nicht auf legislativer Ebene. Dennoch entscheidet es nunmehr mit dem Rat &#252;ber den gesamten Haushaltsplan der Gemeinschaft und k&#246;nnte die EU-Politik dahingehend beeinflussen, dass die Menschenrechte auf internationaler Ebene verst&#228;rkt gef&#246;rdert werden.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Bei jedem EU-Beitritt eines neuen Staates oder jedem Abkommen mit einem Drittland kann seine Meinung jedoch von entscheidender Bedeutung sein.
Tats&#228;chlich kann das Parlament seit Anfang der Neunzigerjahre den Abschluss von Abkommen mit Drittl&#228;ndern verweigern, wenn die Verletzung von Menschenrechten und demokratischen Grunds&#228;tzen festgestellt wird. Es fordert die strikte &lt;strong&gt;Einhaltung der &#8222;Klauseln &#252;ber Menschenrechte&#8220;&lt;/strong&gt;, die systematisch in diese Art von Abkommen aufgenommen werden und im Falle einer Verletzung der Menschenrechte und der Demokratie eine Aufl&#246;sung des Abkommens vorsehen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;So hat das Parlament von dieser Befugnis mehrfach Gebrauch gemacht, um die Verletzung von Menschenrechten durch Drittl&#228;nder zu sanktionieren. So verweigerte es unter anderem seine Zustimmung zu den Finanzprotokollen von 1992 mit Syrien und Marokko aufgrund der Verletzung von Menschenrechten und demokratischen Grunds&#228;tzen durch diese Staaten.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Das Parlament bestand auch beharrlich darauf, dass europ&#228;ische Gelder zur F&#246;rderung der Menschenrechte in Drittl&#228;ndern eingesetzt werden: auf Druck des Parlaments wurde ein &lt;strong&gt;Europ&#228;isches Instrument f&#252;r Demokratie und Menschenrechte (EIDHR)&lt;/strong&gt; ins Leben gerufen, das &#252;ber einen Haushalt von mehr als einer Milliarde Euro f&#252;r den Zeitraum 2007-2013 zur Finanzierung von Projekten in Drittl&#228;ndern verf&#252;gt.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Dass das Parlament in den Neunzigerjahren in der Lage war, einen derartigen Einfluss auf die Europapolitik auszu&#252;ben, lag daran, dass die Mitgliedstaaten und die Kommission offen f&#252;r eine derartige Entwicklung waren. Zunehmend ist jedoch ein R&#252;ckgang am Interesse der EU-Politik zur F&#246;rderung der Menschenrechte in der Welt zu verzeichnen. Dennoch ist das Europ&#228;ische Parlament weiterhin bestrebt, dieses Thema voranzutreiben; aus diesem Grund wurde der Unterausschuss f&#252;r Menschenrechte eingerichtet.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Wozu ein Unterausschuss f&#252;r Menschenrechte?&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;2004 beschloss der Ausschuss des Europ&#228;ischen Parlaments f&#252;r Ausw&#228;rtige Angelegenheiten, einen Unterausschuss f&#252;r Menschenrechte einzurichten. Dieser Unterausschuss, der zu Beginn dieser 6. Legislaturperiode eingesetzt wurde, hat den Auftrag, sich mit Fragen im Zusammenhang mit den &lt;i&gt;&#8222;Menschenrechten, dem Schutz von Minderheiten und der F&#246;rderung demokratischer Werte in Drittl&#228;ndern&#8220;&lt;/i&gt; zu besch&#228;ftigen; dabei ist er stets verkn&#252;pft mit den Arbeiten des ihm &#252;bergeordneten Ausschusses f&#252;r Ausw&#228;rtige Angelegenheiten.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Der Unterausschuss f&#252;hrt die &lt;strong&gt;thematischen Dossiers&lt;/strong&gt; wie z.B. insbesondere den Sacharow-Preis f&#252;r die Freiheit des Denkens und den Jahresbericht des Europ&#228;ischen Parlaments &#252;ber die Menschenrechte. Dar&#252;ber hinaus spielt er eine wichtige Rolle im Rahmen der Entwicklung von Instrumenten im Zusammenhang mit dieser Thematik (Leitfaden f&#252;r die Handlungen von Abgeordneten auf ihren Reisen, die Finanzpolitiken der Zivilgesellschaft,...).&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Der Unterausschuss f&#252;r Menschenrechte hat insbesondere den Auftrag, &lt;strong&gt;ein st&#228;ndiges Diskussionsforum&lt;/strong&gt; zu bieten, insbesondere in Form von Gelegenheiten zum Meinungsaustausch und &#246;ffentliche Anh&#246;rungen, an denen zahlreiche NGOs, Verteidiger der Menschenrechte, die Kommission und der Rat teilnehmen. Damit ist er ein Ort, an dem die Positionen des Parlaments in diesen Fragen benannt werden. Doch in erster Linie ist er eine Art analytisches Labor, das die Abgeordneten sensibilisiert und neue Vorst&#246;&#223;e im Bereich der Menschenrechte und der Demokratie auf internationaler Ebene bef&#252;rwortet.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die Arbeit dieses Unterausschusses konzentriert sich im Wesentlichen auf Analysen, da er &#8211; im Gegensatz zu einem traditionellen Ausschuss des Parlaments &#8211; weder Berichte zu Gesetzgebungsvorschl&#228;gen oder Initiativberichte verabschieden, noch Resolutionen verfassen kann. Ein derartiger Unterausschuss kann auch nicht die Arbeit anderer Aussch&#252;sse oder Delegationen unterst&#252;tzen. Der Unterausschuss f&#252;r Menschenrechte verf&#252;gt damit &#252;ber &lt;strong&gt;keine wirklichen Befugnisse&lt;/strong&gt; und bleibt ein einfaches Organ, das den Arbeiten seines &#8222;Mutterausschusses&#8220;, dem Ausschuss f&#252;r Ausw&#228;rtige Angelegenheiten, untergeordnet ist.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Zwar ist die Rolle des Unterausschusses f&#252;r Menschenrechte als Forum f&#252;r Diskussionen und die Ausarbeitung neuer Ideen nicht unerheblich, doch die Notwendigkeit, seine Kompetenzen zu erweitern, um als treibende Kraft in diesem Bereich wirken zu k&#246;nnen, ist sp&#252;rbar. Eine &lt;strong&gt;grundlegende Antwort der Politik auf diese Handicaps&lt;/strong&gt; w&#228;re, ihm den Status eines Ausschusses des Parlaments zu verleihen; dies hatte das Parlament selbst in seiner Resolution vom 25. April 2002 vorgeschlagen und wurde bereits mehrfach von zahlreichen EU-Abgeordneten gefordert.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Mehr als nur Aktivismus&lt;/h3&gt;
&lt;span class='csfoo htmla'&gt;&lt;/span&gt;&lt;dl class='spip_document_4334 spip_documents spip_documents_right' style='float:right;width:320px;'&gt; &lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;IMG/jpg/6419160061_931dcbdb3d_z.jpg&quot; title='Hauwa Ibrahim&lt;br /&gt;Die nigerianische Anw&#228;ltin wurde 2005 f&#252;r ihr Menschenrechts-Engagement von der EU ausgezeichnet. Quelle: http://www.flickr.com/photos/europe...' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L320xH214/6419160061_921f3-60d77.jpg' width='320' height='214' alt='JPEG - 177.7 kB' style='height:214px;width:320px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dt class='spip_doc_titre'&gt;&lt;strong&gt;Hauwa Ibrahim&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dd class='spip_doc_descriptif'&gt;&lt;p&gt;Die nigerianische Anw&#228;ltin wurde 2005 f&#252;r ihr Menschenrechts-Engagement von der EU ausgezeichnet.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Quelle: &lt;a href='http://www.flickr.com/photos/european_parliament/' class='spip_out' rel='external'&gt;http://www.flickr.com/photos/europe...&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/dd&gt; &lt;/dl&gt;&lt;span class='csfoo htmlb'&gt;&lt;/span&gt;
&lt;p&gt;Die T&#228;tigkeit des Europ&#228;ischen Parlaments im Bereich Menschenrechte hat eindeutig positive Auswirkungen: Seine Preise, seine Resolutionen oder seine Berichte erm&#246;glichen zweifellos, etwas sichtbar zu machen. &lt;strong&gt;Hauwa Ibrahim&lt;/strong&gt;, Anw&#228;ltin aus Nigeria und Preistr&#228;gerin des Sacharow-Preises 2005, betonte: &lt;i&gt;&#8222;Dieser Sacharow-Preis f&#252;hrt zu einer Ver&#228;nderung der Paradigmen, der Wahrnehmung in meinem Land&#8220;&lt;/i&gt;. &lt;strong&gt;Jean-Fran&#231;ois Julliard&lt;/strong&gt;, Sprecher der Organisation &#8222;Reporter ohne Grenzen&#8220;, ebenfalls Preistr&#228;ger, erkl&#228;rte, dass dieser Preis &lt;i&gt;&#8222;den Bekanntheitsgrad und Glaubw&#252;rdigkeit erh&#246;ht hat&#8220;&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Doch &#252;ber diese Absichts- und Grundsatzerkl&#228;rungen hinaus &#8211; macht das Europ&#228;ische Parlament wirklich den Unterschied aus? Diese europ&#228;ische Institution k&#246;nnte auf internationalem Parkett deutlich mehr f&#252;r die Menschenrechte eintreten, diese f&#246;rdern, und die EU-Politik weiter vorantreiben, indem sie tats&#228;chlichen politischen Druck aus&#252;bt oder Missbrauchsopfer sch&#252;tzt.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Dem Unterausschuss f&#252;r Menschenrechte mehr Kompetenzen zuzusprechen, w&#228;re damit ein erster gro&#223;er Schritt nach vorne. Denn bis jetzt k&#246;nnen dieser Unterausschuss und selbst das gesamte Europ&#228;ische Parlament nicht mehr, als sich Geh&#246;r zu verschaffen.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Preiswerte Idee</title>
		<link>http://www.dieeuros.eu/Preiswerte-Idee,5725.html</link>
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		<dc:date>2012-10-17T09:25:28Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Carolin DYLLA</dc:creator>


		<dc:subject>Europ&#228;ische Institutionen</dc:subject>
		<dc:subject>Europapolitik</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Dass die EU den Friedensnobelpreis bekommen hat, ist richtig. Nun m&#252;ssen die europ&#228;ischen B&#252;rger beweisen, dass sie ihn tats&#228;chlich verdient.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/-Focus-on-News-.html" rel="directory"&gt;1. Aktualit&#228;tszoom&lt;/a&gt;

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&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Institutions-+.html" rel="tag"&gt;Europ&#228;ische Institutionen&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Politique-europeenne-+.html" rel="tag"&gt;Europapolitik&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L150xH101/arton5725-2b8c7.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width='150' height='101' class='spip_logos' style='height:101px;width:150px;' /&gt;
		&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;Es ist das Ereignis des Monats, vielleicht sogar des Jahres: Die EU ist mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Der Preis ist aber kein einfaches &#8222;Weiter so&#8220; in einer Zeit, in der es so, wie es im Augenblick l&#228;uft, nicht weitergehen kann. Er ist eine Erinnerung an gemeinsame politische Ideale und ein Appell an den politischen Mut.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Oslo, 12. Oktober 2012. Die Europ&#228;ische Union erh&#228;lt den Friedensnobelpreis &#8211; und die Reaktionen &#252;berschlagen sich f&#246;rmlich. Und auch wenn die Formulierungen variieren, sind sich europ&#228;ische Politiker aller Couleur weitestgehend einig: Diese Entscheidung ist &lt;strong&gt;fulminant, historisch, bewegend, richtig&lt;/strong&gt;. Doch aller Euphorie zum Trotz d&#252;rfe ihnen bewusst sein, was diese Entscheidung noch ist. Sie kommt nicht von ungef&#228;hr gerade jetzt. Sie ist bitter n&#246;tig.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Friede vielleicht &#8211; aber ohne Freude und Eierkuchen&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Denn es ist mehr als auff&#228;llig, dass die Entscheidung fast ausschlie&#223;lich Europapolitikern die Tr&#228;nen der R&#252;hrung in die Augen treibt. Wo &lt;strong&gt;Martin Schulz&lt;/strong&gt;, der Pr&#228;sident des Europ&#228;ischen Parlaments, sich &lt;i&gt;&#8222;tief bewegt&#8220;&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;&#8222;geehrt&#8220;&lt;/i&gt; zeigt, hagelt es in den Kommentar-Leisten der Onlineausgaben gro&#223;er deutscher Zeitungen vor allem H&#228;me und scharfe Kritik. Auf Zeit Online zum Beispiel bezeichneten manche die Entscheidung als &lt;i&gt;&#8222;l&#228;cherlich&#8220;&lt;/i&gt; oder gar als &lt;i&gt;&#8222;L&#252;ge&#8220;&lt;/i&gt;, und andere f&#252;rchten sie als &lt;i&gt;&#8222;Anweisung, noch mehr &#252;ber die K&#246;pfe der B&#252;rger zu bestimmen.&#8220;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Dass sich die EU &#8211; vor allem bei ihren B&#252;rgern &#8211; im Moment nicht gerade allergr&#246;&#223;ter Beliebtheit erfreut, ist kein Geheimnis. Die seit 2008 w&#252;tende Wirtschafts- und Finanzkrise wurde zu einer Krise des Euro und droht mittlerweile, in einer &lt;strong&gt;beispiellosen &#220;berschreitung der Grenzen&lt;/strong&gt; zwischen Wirtschaft und Politik, die Idee der europ&#228;ischen Integration als solche ad absurdum zu f&#252;hren. &lt;i&gt;&#8222;Europa bringt uns dazu, uns gegenseitig nicht zu m&#246;gen&#8220;&lt;/i&gt; &#8211; so schlicht und schonungslos brachte es &lt;strong&gt;der britische Europaabgeordnete Nigel Farage&lt;/strong&gt; &lt;a href='http://www.dieeuros.eu/Europa-bringt-uns-dazu-uns,5562.html?lang=de' class='spip_out'&gt;w&#228;hrend eines Interviews mit Die Euros&lt;/a&gt; im Mai 2012 auf den Punkt. In einer Zeit, in der ein Alexis Tsipras in Griechenland europ&#228;ische Beamte als &lt;i&gt;&#8222;Terroristen&#8220;&lt;/i&gt; beschimpft und Euro-Hasser in Br&#252;ssel Aufkleber an Autoscheiben anbringen, die an Krawatten strangulierte Anzugtr&#228;ger zeigen und die Aufschrift &lt;i&gt;&#8222;Eurocrate, sers-toi de ta cravate&#8220;&lt;/i&gt; tragen, mutet eine solche Auszeichnung &#8211; vorsichtig gesagt &#8211; gewagt an.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Und so dr&#228;ngt sich, inmitten der euphorischen Begeisterungsst&#252;rme, eine ebenso h&#228;ssliche wie nagende Frage auf: Hat die EU den Friedensnobelpreis tats&#228;chlich verdient &#8211; oder ist dieser Friedensnobelpreis der ebenso spektakul&#228;re wie verzweifelte Versuch, ihre schiere Existenz zu rechtfertigen?&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Edle Ledersessel statt Bistrost&#252;hle und Bierstubenhocker&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Frieden und V&#246;lkerverst&#228;ndigung in einer von Hass und Zerst&#246;rung gepr&#228;gten Zeit mithilfe einer Wirtschaftsgemeinschaft durchzusetzen &#8211; diese Idee erschien Anfang der 1950er Jahre nicht weniger revolution&#228;r als 1848. Somit ist es die wom&#246;glich mehr die Tatsache, dass die Gr&#252;nderv&#228;ter der EU die Vision einer echten &lt;strong&gt;&#8222;Br&#252;derlichkeit der Nationen&#8220;&lt;/strong&gt; von kosmopolitischer Traumt&#228;nzerei in eine politische Realit&#228;t verwandeln konnten.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Doch als Projekt einer b&#252;rgerlich-liberalen politischen Elite wurde die &#8222;Idee Europa&#8220; eher von gro&#223;en Staatsm&#228;nnern in edlen Ledersesseln diskutiert als auf Bistrost&#252;hlen und Bierstubenhockern. Diese auf den Pr&#228;missen des politischen und wirtschaftlichen Liberalismus aufgebaute Idee sicherte dem Kontinent w&#228;hrend der letzten 50 Jahre ein kontinuierlich wachsendes, bisher nie da gewesenes Ma&#223; an Sicherheit und Wohlstand.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Es ist wohl gerade jenes Ma&#223; an Frieden und Wohlstand, an das sich der Gro&#223;teil der europ&#228;ischen Bev&#246;lkerung gew&#246;hnt hat und das er bislang unterst&#252;tzt hat. Weniger die Idee der europ&#228;ischen Integration an sich &#8211; und noch weniger ihre politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen. An den B&#252;rgern ging das &#8222;Projekt Europa&#8220; f&#252;nfzig Jahre lang mehr oder weniger vorbei. Was man hat, das vermisst man nicht &#8211; und wenn mehr Europa vor allem noch mehr &lt;strong&gt;b&#252;rokratische Eigendynamik&lt;/strong&gt; bedeutet, dann lieber doch weniger davon.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;It's a political thing, stupid&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Und weil das sperrige Konzept &#8222;europ&#228;ische Staatsb&#252;rgerschaft&#8220; somit auch &#252;ber die Jahre hinweg nicht recht an politischer Substanz gewinnen wollte, hat man sich auf das konzentriert, was von Anfang an am besten funktioniert hat: die wirtschaftliche Integration. EGKS, Binnenmarkt und schlie&#223;lich die W&#228;hrungsunion und der Euro &#8211; es scheint, als h&#228;tte durch die wirtschaftlich-pragmatische Dimension der europ&#228;ischen Integration immer das kompensiert werden m&#252;ssen, was auf der politisch-ideellen Ebene nicht erreicht werden konnte. Ironie des Schicksals: Auf dem H&#246;hepunkt ihres wirtschaftlichen Erfolgs ist es genau dieses &lt;strong&gt;Missverh&#228;ltnis zwischen der &#246;konomischen und der politischen Dimension des liberalen Ideals&lt;/strong&gt;, an dem die EU fast zu zerbrechen drohte. Interessanterweise f&#228;llt die &#8211; haupts&#228;chlich von einer Art &lt;i&gt;euro-kalyptischer&lt;/i&gt; Endzeitstimmung getragene &#8211; inhaltliche Auseinandersetzung mit der politischen Vision Europas in den letzten Monaten und Jahren zeitlich mit der Infragestellung des gesamten globalen Wirtschaftssystems zusammen. Jetzt, da auch die EU als Garant von Wachstum und Wohlstand ins Wanken ger&#228;t, r&#252;ckt Europa ins Zentrum der politischen Aufmerksamkeit.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Wir k&#246;nnen es traurig finden, dass es die konkrete Bedrohung ihres Scheiterns gebraucht hat, um &#252;ber die &#8222;Idee Europa&#8220; grunds&#228;tzlich zu diskutieren, sich &#252;ber sie zu streiten &#8211; sie als ein Projekt zu begreifen, das alle in Europa gemeinsam betrifft und die Menschen seit &#252;ber 50 Jahren miteinander verbindet.
Wir k&#246;nnen es aber auch als ein gutes Zeichen sehen, dass &#252;ber Europa wieder diskutiert wird. &#220;ber eine echte, politische Union, diesmal. Der Punkt ist, dass die Diskussionen &#252;ber Europa wieder mit Leidenschaft gef&#252;hrt werden.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Eine Mahnung an den eigenen Mut&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Vor diesem Hintergrund ist der Friedensnobelpreis vor allem eins: &lt;strong&gt;Erinnerung und Mahnung zugleich&lt;/strong&gt;. Erinnerung an das gro&#223;artige und einzigartige Verdienst, einem einst zerrissenen und verfeindeten Kontinent siebzig Jahre Frieden gestiftet zu haben. Und eine Mahnung, sich dieses Verdienst &#8211; und vor allem die gemeinsamen politischen Ideale, in denen es wurzelt &#8211; immer und immer wieder ins Bewusstsein zu rufen. Er ist aber genauso eine Mahnung an den eigenen politischen Mut. Ebenjenen Mut, dem es zu verdanken ist, dass Europa aus einer Krisensituation heraus entstanden ist &#8211; und dass Europa bisher aus jeder Krisensituation gest&#228;rkt hervorgegangen ist.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Vielleicht ist die Situation dieses Mal anders als sonst. Vielleicht ist es ernster als zuvor. Das hie&#223;e aber im Umkehrschluss, dass dieses Mal auch viel mehr zu gewinnen ist. Mehr noch als den Friedensnobelpreis. Jetzt stehen alle Europ&#228;er &#8211; B&#252;rger, Journalisten, Politiker &#8211; in der Verantwortung zu beweisen, dass das Osloer Komitee die richtige Entscheidung getroffen hat. Und dass der 12. Oktober 2012 nicht nur ein Datum unter vielen in der langen Geschichte der europ&#228;ischen Integration bleibt.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Durch die rosarote Brille</title>
		<link>http://www.dieeuros.eu/Durch-die-rosarote-Brille,5697.html</link>
		<guid isPermaLink="true">http://www.dieeuros.eu/Durch-die-rosarote-Brille,5697.html</guid>
		<dc:date>2012-10-01T09:36:59Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Raul SOLIS GALVAN</dc:creator>


		<dc:subject>Europ&#228;ische Institutionen</dc:subject>
		<dc:subject>Minderheiten</dc:subject>
		<dc:subject>Demokratie und Menschenrechte</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Die Rechte von Homosexuellen werden nicht &#252;berall in Europa geachtet. In manchen L&#228;ndern ist gleichgeschlechtliche Liebe sogar gef&#228;hrlich.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/-Analysis,24-.html" rel="directory"&gt;1. Analysen&lt;/a&gt;

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&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Institutions-+.html" rel="tag"&gt;Europ&#228;ische Institutionen&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Diversite-Minorites-+.html" rel="tag"&gt;Minderheiten&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Democratie-et-citoyennete-+.html" rel="tag"&gt;Demokratie und Menschenrechte&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L150xH101/arton5697-a5ae8.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width='150' height='101' class='spip_logos' style='height:101px;width:150px;' /&gt;
		&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;Artikel 21 der EU-Grundrechtecharta verbietet jegliche Diskriminierung &#8222;insbesondere aufgrund der sexuellen Ausrichtung&#8220; und verpflichtet die Mitgliedstaaten, R&#228;ume der Menschenw&#252;rde f&#252;r die Bewohner Europas zu schaffen. F&#252;r die europ&#228;ischen LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender) hei&#223;t das aber noch lange nicht, in einem solchen Freiheitsraum zu leben, wo ihre Grundrechte gesch&#252;tzt werden.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Europ&#228;erinnen und Europ&#228;er, deren sexuelle Orientierung oder Identit&#228;t von der kulturellen Norm der EU abweicht, sind immer noch &lt;strong&gt;Opfer mannigfaltiger Diskriminierungen&lt;/strong&gt;. Lediglich f&#252;nf L&#228;nder spielen in Sachen Achtung sexueller Minderheiten in der &#8222;Champions League&#8220;: Belgien, die Niederlande, Portugal, Schweden und Spanien. Heiraten allerdings zwei M&#228;nner oder Frauen in einem Land, dessen Rechtsordnung eine solche Verbindung zul&#228;sst, so kann es passieren, dass sie, sobald sie ihren Aufenthalt in einem anderen EU-Staat nehmen, pl&#246;tzlich nicht mehr Ehepartner oder Ehepartnerinnen sind.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;So kann es zu der absurden Situation kommen, dass zwei Frauen, die in den Niederlanden verheiratet sind, pl&#246;tzlich wieder ledig werden, wenn sie nach Litauen ziehen. Noch verr&#252;ckter wird es, wenn eine dieser beiden Frauen in Rum&#228;nien einen Mann heiratet, da die niederl&#228;ndischen Beh&#246;rden sie in dem Fall als Bigamistin ansehen k&#246;nnten. In Rum&#228;nien wiederum w&#252;rde einzig ihre Ehe mit einem rum&#228;nischen Mann z&#228;hlen.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Hier verheiratet, dort nicht&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Sieben EU-Staaten (Frankreich, Irland, Luxemburg, &#214;sterreich, Portugal, Spanien und Ungarn) erkennen Ehen als rechtm&#228;&#223;ig an, die in Mitgliedstaaten geschlossen wurden, wo es nach dem Gesetz m&#246;glich ist, dass zwei M&#228;nner oder zwei Frauen sich ihr Jawort auf dem Standesamt ihres Wohnortes geben. Das hei&#223;t, sie erkennen die Rechte an, die sich aus dem Wesen der Institution Ehe ergeben, etwa im Bereich des Erb- und Verm&#246;gensrechts und der sozialen und kulturellen Akzeptanz dieser Form des Zusammenlebens.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Da diese Gruppe von gerade einmal sieben L&#228;ndern nicht ausreicht, die Niederlassungsfreiheit und das Recht des freien Personenverkehrs in den 27 L&#228;ndern der EU zu gew&#228;hrleisten, ist daf&#252;r gesorgt, dass die Rechte, die in Portugal, Belgien, Spanien, den Niederlanden oder Schweden aufgrund einer &lt;strong&gt;Liebesentscheidung&lt;/strong&gt; erworben wurden, diese Grenzen auch nicht &#252;berschreiten. Rum&#228;nien, Estland und Bulgarien haben bereits klargestellt, den Status gleichgeschlechtliche Paare von EU-B&#252;rgern und B&#252;rgerinnen, die anderswo in der EU geheiratet haben, bei sich nicht anzuerkennen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ra&#250;l Romeva&lt;/strong&gt;, einer der stellvertretender Vorsitzenden der interfraktionellen Arbeitsgruppe LGBT im EU-Parlament und Europaparlamentsabgeordneter der katalanischen &lt;i&gt;Iniciativa per Catalunya Verds&lt;/i&gt; (ICV), weist drauf hin, dass nach Ansicht der EU-Justizkommissarin Viviane Reding das Recht des freien Personenverkehrs verletzt werde, &#8222;wenn ein LGBT-EU-B&#252;rger in seinen Rechten verletzt wird, die er in einem [anderen] Mitgliedstaat rechtm&#228;&#223;ig erworben hat&#8220;.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Gleiche Rechte f&#252;r gleiche Sachverhalte&#8220;&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Gute Chance auf die Qualifikation zur &#8222;Champions League&#8220; haben jene vierzehn L&#228;nder, deren Rechtsordnungen die Rechtsfigur der &#8222;eingetragenen Lebenspartnerschaft&#8220; enthalten, um das Zusammenleben von gleichgeschlechtlichen Paaren zu unterst&#252;tzen. Allerdings ist dies den Organisationen f&#252;r LGBT-Rechte nicht genug. Sie fordern &lt;i&gt;&#8222;gleiche Rechte f&#252;r gleiche Sachverhalte&#8220;&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Weit entfernt davon, die Menschenrechte zu achten, ist Ungarn, das seine Verfassung dahin gehend ge&#228;ndert hat, &lt;strong&gt;dass die Familie gottgegeben sei&lt;/strong&gt; und so die Anerkennung homosexueller Ehen &lt;i&gt;&#8222;wegen ihres widernat&#252;rlichen Charakters&#8220;&lt;/i&gt; blockiert. Nicht besser steht es in Litauen, wo es gesetzlich untersagt ist, sich in Publikationen oder Aktionen f&#252;r die homosexuelle Liebe auszusprechen. Oder in Irland, wo &#196;rztinnen und &#196;rzte den gleichgeschlechtlichen Partnern ihrer Patienten sowohl die Auskunft &#252;ber deren Gesundheitszustand, als auch den Besuch verweigern k&#246;nnen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Gleicherma&#223;en diskriminierend geht es in der Tschechischen Republik zu, wo Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung Asyl beantragen, sogenannte &lt;a href='http://www.sueddeutsche.de/politik/tschechien-umstrittenes-verfahren-penis-kontrollen-bei-asylbewerbern-1.1034477' class='spip_out' rel='external'&gt;&lt;strong&gt;&#8222;phallometrische Tests&#8220;&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; &#252;ber sich ergehen lassen m&#252;ssen (&lt;i&gt;Tests, bei denen schwulen Asylbewerbern heterosexuelle Pornos gezeigt werden, dabei wird der Blutfluss zum Penis gemessen, Anm. d. Red.&lt;/i&gt;). Wer in der Slowakei, Rum&#228;nien oder Bulgarien an LGBT-Pride-Paraden teilnimmt, setzt sich einem nicht unerheblichen Risiko aus: Die dortige extreme Rechte z&#246;gert nicht, ihr Gewaltpotenzial gegen die Demonstrierenden einzusetzen.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Deutsche Blockadehaltung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ra&#250;l Romeva kritisiert, dass die Verfassungsreform in Ungarn &lt;i&gt;&#8222;sich nicht im Rahmen des Vertrags von Lissabon bewegt&#8220;&lt;/i&gt; und dass die Kommission sich &lt;i&gt;&#8222;bei Fragen der LGBT-Rechte regelm&#228;&#223;ig heraush&#228;lt&#8220;&lt;/i&gt;. Das Mitglied der Fraktion der Gr&#252;nen im Europ&#228;ischen Parlament ist Berichterstatter f&#252;r den Entwurf einer&lt;strong&gt; horizontalen Antidiskriminierungsrichtlinie&lt;/strong&gt;, der vom EU-Parlament gebilligt wurde und der nun vom Europ&#228;ischen Rat verabschiedet werden muss, damit die Richtlinie in Kraft treten kann. Nach seiner Aussage blockieren die europ&#228;ischen Staatschefs die Richtlinie, wobei &lt;i&gt;&#8222;Deutschland massiven Druck aus&#252;bt&#8220;&lt;/i&gt;, um die &lt;i&gt;&#8222;am Sitz des Europ&#228;ischen Parlaments in Stra&#223;burg verabschiedete Regelung&#8220;&lt;/i&gt; scheitern zu lassen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;W&#228;re die Richtlinie in Kraft, k&#246;nnte das Prinzip des Diskriminierungsverbotes auf den Dienstleistungssektor ausgeweitet werden. Dies h&#228;tte zur Folge, dass beispielsweise ein Wirt nicht mehr ein gleichgeschlechtliches Paar wegen K&#252;ssens des Lokals verweisen k&#246;nnte. Genauso wenig k&#246;nnte sich dann eine Versicherung weigern, eine schwule Person aufzunehmen, weil diese ein h&#246;heres AIDS-Infektionsrisiko habe.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Nach dem neuesten Bericht der &lt;strong&gt;Agentur der Europ&#228;ischen Union f&#252;r Grundrechte&lt;/strong&gt; (Fundamental Rights Agency, FRA), waren 50% aller LGBT-Personen schon einmal Opfer physischer Gewalt, wobei nur 20% aller aufgrund von Vorurteilen begangenen von den Opfern zur Anzeige gebracht werden.
In gerade einmal zw&#246;lf der 27 Mitgliedstaaten ist Homophobie ein Straftatbestand und zwar in Belgien, D&#228;nemark, Deutschland, Estland, Frankreich, Irland, Lettland, den Niederlanden, Portugal, Schweden, Spanien und Nordirland im Vereinigten K&#246;nigreich. In den restlichen 15 L&#228;ndern kann sich Homophobie ungehindert breit machen, ohne dass Gesetze dies behindern w&#252;rden.&lt;/p&gt; &lt;span class='csfoo htmla'&gt;&lt;/span&gt;&lt;dl class='spip_document_4325 spip_documents spip_documents_center'&gt; &lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;IMG/jpg/678427181_630ff90bf0_z.jpg&quot; title='Europa muss keine Trauer tragen&lt;br /&gt;Im Vergleich zu vielen arabischen L&#228;ndern sieht es in Sachen Achtung sexueller Minderheiten hier n&#228;mlich ganz gut aus. Quelle: cc http://www.flickr.com/photos/philip...' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L320xH214/678427181_632864-03dde.jpg' width='320' height='214' alt='JPEG - 103.6 kB' style='height:214px;width:320px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dt class='spip_doc_titre'&gt;&lt;strong&gt;Europa muss keine Trauer tragen&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dd class='spip_doc_descriptif'&gt;&lt;p&gt;Im Vergleich zu vielen arabischen L&#228;ndern sieht es in Sachen Achtung sexueller Minderheiten hier n&#228;mlich ganz gut aus.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Quelle: cc &lt;a href='http://www.flickr.com/photos/philippeleroyer/' class='spip_out' rel='external'&gt;http://www.flickr.com/photos/philip...&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/dd&gt; &lt;/dl&gt;&lt;span class='csfoo htmlb'&gt;&lt;/span&gt;
&lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Sonderfall Transexuelle&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Transsexuelle Menschen sind dabei in der EU besonders von Diskriminierung, Unterdr&#252;ckung und Verletzung der Menschenrechte betroffen. &lt;strong&gt;Vier Mitgliedstaaten erkennen Transsexuelle erst gar nicht als solche an&lt;/strong&gt; (Litauen, Luxemburg, die Republik Irland und Slowenien), was diese Menschen oft zur Auswanderung zwingt -um ihrer Identit&#228;t gem&#228;&#223; anerkannt zu werden, die im Widerspruch zu ihren Geschlechtsorganen steht. Damit nicht genug ist die Gewalt, deren Opfer sie werden, in zehn Staaten straflos, da dort der Umstand, dass ein &#220;bergriff wegen der sexuellen Identit&#228;t des Opfers erfolgt, nicht als strafsch&#228;rfend gewertet wird. In einem juristisches Niemandsland leben aufgrund dieser Grauzone die Transsexuellen Bulgariens, Estlands, Griechenlands, Litauens, Luxemburgs, Maltas, Rum&#228;niens, Sloweniens, der Tschechischen Republik und Zyperns. Dem steht die Unt&#228;tigkeit der Europ&#228;ischen Kommission gegen&#252;ber, die eine klare und unmissverst&#228;ndliche Position gegen&#252;ber den Staaten vermissen l&#228;sst, die transsexuellen Personen ihren Schutz verweigern.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Hinzu kommt, dass viele EU-Staaten das empfundene Geschlecht erst dann auch in den entsprechenden Ausweisdokumenten eintragen, wenn sich die betreffende Person einer Geschlechtsumwandlung unterzogen hat. Diese Behandlung wiederum wird aber nur in 20% der F&#228;lle von der &#246;ffentlichen Gesundheitsf&#252;rsorge bezahlt. H&#228;ufig scheitert die Behandlung auch an dem Arzt oder der &#196;rztin, die sich aus moralischen Gr&#252;nden weigern, den jeweiligen Fall mit der professionellen Sorgfalt zu behandeln, die von Angeh&#246;rigen der Heilberufe zu erwarten w&#228;re.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Gleichgeschlechtliche Liebe kann t&#246;dlich sein&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Jedoch: Auch wenn Europa kein rosa Kontinent ist, so sieht es hier zumindest nicht so schwarz aus, wie in den weltweit 76 Staaten, die Homo- und Transsexualit&#228;t mit Gef&#228;ngnis ahnden. Auch muss Europa keine Trauer tragen, im Gegensatz zu Staaten wie Mauretanien, dem Sudan, Saudi Arabien, dem Iran, dem Jemen, Nigeria und Somalia, wo die gleichgeschlechtliche Liebe t&#246;dlich ist. Die Menschen, die vor der Missachtung und dem Unverst&#228;ndnis in ihren L&#228;ndern fliehen, k&#246;nnen sich, nachdem der Europ&#228;ische Ausw&#228;rtigen Dienste in Folge des Vertrags von Lissabon eingerichtet wurde, weltweit an die jeweiligen Vertretungen der EU wenden und als &#8222;Antragsteller mit besonderen Bed&#252;rfnissen&#8220; politisches Asyl beantragen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Der Schutz jener Seelen, die wegen ihre sexuellen Orientierung oder Identit&#228;t ihre Freiheit und ihr Leben riskieren, ist &lt;strong&gt;einer der Fortschritte im Bereich der Menschenrechte&lt;/strong&gt;, den die LGBT-Gemeinschaft unseres Kontinents am vehementesten verfolgt und am meisten gefeiert hat. Die Freude ist allerdings getr&#252;bt. Vier Staaten der EU verweigern innerhalb ihrer Grenzen den Lesben, Schwulen, Bisexuellen oder Transsexuellen jenen Schutz, den diese an den Pforten Europas f&#252;r ihr Leben und ihre Freiheit erbeten.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Trotz des irrationalen Hasses der Feinde des Unterschieds hat der Respekt gegen&#252;ber homo- und transsexuellen Menschen in der EU viele Gefechte im Kampf gegen die Intoleranz gewonnen. Die FRA geht davon aus, dass die vorhandenen Vorurteile gegen&#252;ber LGBT-Menschen auf Meinungen basieren, die jeder Grundlage entbehren. In der Absicht, die Barbarei aufrecht zu erhalten, wird angef&#252;hrt, &lt;strong&gt;dass Homosexualit&#228;t eine Krankheit sei&lt;/strong&gt;, dass es die Homosexuellen seien, die AIDS verbreiten, dass die furchtbaren Handlungen P&#228;dophiler den Homosexuellen zuzurechnen seien oder dass sie die Familie und die traditionellen Werte gef&#228;hrden.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Zunehmende Toleranz von sexuellen Minderheiten in Europa&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger Europas scheinen jedoch den sexuellen Minderheiten immer wohl gesonnener zu werden. Drei Viertel der Befragten gaben in einer Eurostat-Umfrage an, sich v&#246;llig wohl bei der Vorstellung zu f&#252;hlen, einen homosexuellen Menschen als Nachbarn zu haben. Die h&#246;chste Zustimmung gab es dabei in &lt;strong&gt;Schweden, D&#228;nemark, den Niederlanden und Luxemburg&lt;/strong&gt;. Am wenigsten wohl f&#252;hlten sich die Befragten in Lettland, Bulgarien und Rum&#228;nien, wo im Schnitt ein Wert von sechs auf einer Skala von eins bis zehn (eins: sehr unwohl) angegeben wurde. Lediglich 10% der Befragten gaben einen Wert zwischen eins und drei an.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bruno Selun&lt;/strong&gt;, Assistent des Pr&#228;sidenten der interfraktionellen Arbeitsgruppe LGTB im Europaparlament, erinnert daran, dass die vornehmliche Aufgabe der Gemeinschaft sein solle, die Mitgliedstaaten zu &lt;i&gt;&#8222;verpflichten&#8220;&lt;/i&gt;, die EU-Grundrechtecharta und den Vertrag von Lissabon zu erf&#252;llen. &lt;i&gt;&#8222;Wenn die Europ&#228;ische Kommission es weiterhin unterl&#228;sst, die Erf&#252;llung des Gemeinschaftsrechts gegen&#252;ber den 27 einzufordern, nimmt ihr das die Legitimit&#228;t, im Rahmen ihrer Au&#223;enpolitik die Menschenrechte zu verteidigen&#8220;&lt;/i&gt;, urteilt der junge Franzose. Er kennt die Lebensumst&#228;nde der sexuellen Minderheiten in jedem der L&#228;nder genau, die den Vertrag von Lissabon ratifiziert haben. Jenen Vertrag, in dessen Pr&#228;ambel steht, dass die Europ&#228;ische Union die &lt;i&gt;&#8222;unver&#228;u&#223;erlichen Rechte des Menschen sowie Freiheit, Demokratie, Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit&#8220;&lt;/i&gt; als die Quellen ansieht, aus denen sie ihre Inspiration sch&#246;pft.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Die vielen Gesichter der griechischen Trag&#246;die (Teil 4)</title>
		<link>http://www.dieeuros.eu/Die-vielen-Gesichter-der,5646.html</link>
		<guid isPermaLink="true">http://www.dieeuros.eu/Die-vielen-Gesichter-der,5646.html</guid>
		<dc:date>2012-07-23T09:50:11Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Giuseppe CIARLIERO , Marta ALBERTINI</dc:creator>


		<dc:subject>Wirtschafts- und W&#228;hrungsunion</dc:subject>
		<dc:subject>Griechenland</dc:subject>
		<dc:subject>Europa in der Krise</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Begegnungen mit Griechen und Griechinnen, die den Glauben an ihre politische F&#252;hrung verloren haben - nicht jedoch den an den Euro.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/-L-invite-et-reportages-.html" rel="directory"&gt;1. Der Gast&lt;/a&gt;

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&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Politiques-economiques-et-+.html" rel="tag"&gt;Wirtschafts- und W&#228;hrungsunion&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Grece-+.html" rel="tag"&gt;Griechenland&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-L-Europe-dans-la-crise-+.html" rel="tag"&gt;Europa in der Krise&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L150xH101/arton5646-4f98d.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width='150' height='101' class='spip_logos' style='height:101px;width:150px;' /&gt;
		&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;Mit Griechenland ging 2010 die Euro-Krise los. Seitdem mussten die Griechen viel einstecken: Typisch S&#252;dl&#228;nder, so das Urteil vieler, die haben eben eine andere Arbeitsmoral. Vor den Wahlen am 17. Juni trafen DIE EUROS griechische Studenten, Professoren und Angestellte &#8211; und blicken in einer Interviewserie &#252;ber den Tellerrand der Troika, der Kommission und der Bilanzen hinaus auf ein Volk, das immerhin die Wiege der Demokratie ist.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Sechs Griechen und Griechinnen, zehn Fragen, sechzig verschiedene Antworten. Ist die Stimmung im Land wirklich so hoffnungslos? Teil drei unserer Interviewserie: Andrika und Eirini.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;ANDRIKA, Studentin&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;1 &#8211; Wann hast Du die Krise zum ersten Mal gesp&#252;rt?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Als ich 2010 aus Holland zur&#252;ckgekommen bin fing es an, dass ich Pessimismus und negative Stimmung um mich herum wahrgenommen habe. Die wirtschaftlichen Aspekte der Krise habe ich st&#228;rker zu sp&#252;ren bekommen, nachdem ich mein Studium abgeschlossen hatte und anfing, Arbeit zu suchen &#8211; erfolglos, da viele Firmen im Fr&#252;hjahr 2011 zugemacht haben.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;2 &#8211; Findest Du, dass die letzten griechischen Regierungen sich in den letzten f&#252;nf Jahren angemessen verhalten haben?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Seit den 80er Jahren haben die griechischen Regierungen sich in die eigenen Taschen gewirtschaftet und uns B&#252;rger und die EU belogen. Bevor der Euro unserer W&#228;hrung wurde, sagten unsere Politiker, die Staatskasse seie voller als alle dachten. Danach, im Jahr 2000, haben wir die W&#228;hrung abgewertet und sind 2002 der Eurozone beigetreten; mit einem Wechselkurs von 346,6 Drachmen zu 1 Euro &#8211; und pl&#246;tzlich wurde alles teurer. Eine kleine Flasche Wasser kostete dann statt 50 Drachmen, also 17 Cent, 50 Cent! Dann hatten wir die Olympischen Spiele, die statt 5 Millionen Euro 25 Millionen kosteten. So haben wir mehr ausgegeben, als wir sollten oder konnten &#8211; und die B&#252;rger wussten nichts davon.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;2009 sagten die Sozialisten der &lt;i&gt;Pasok&lt;/i&gt; vor den Wahlen, das Geld sei da. Nachdem sie die Wahlen gewonnen hatten, behaupteten sie das Gegenteil! Was war mit dem Geld passiert? Soll das ein Witz sein? Danach konnten sie nur noch das Memorandum unterzeichnen, das grausame Armut bedeutete, und von dem die Troika Griechenland offiziell gesagt hat, es sei f&#252;r Griechenland nicht verhandelbar. Kurz gesagt: Die Politiker haben sich nicht korrekt verhalten.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;3 &#8211; Glaubst Du, dass die Einf&#252;hrung des Euro zu der Krise gef&#252;hrt hat?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Als wir den Antrag auf Beitritt zur Eurozone gestellt haben, forderte die Regierung mehr Zeit, um die Kriterien der EU zu erf&#252;llen. Wir haben unsere Wirtschaft ver&#228;ndert und denen der anderen Mitgliedsstaaten angepasst, und sind erst dann beigetreten. Irgendwo gab es L&#252;gen bez&#252;glich der Wirtschaft, der Schulden, der Kredite... Ich glaube nicht, dass die Einf&#252;hrung des Euro zu der Krise gef&#252;hrt hat. Bei der momentanen globalen Wirtschaftslage mussten unser Unwissen und unsere schlechte Kreditw&#252;rdigkeit fr&#252;her oder sp&#228;ter ans Licht kommen. Vielleicht nicht gleich so hart.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;4 &#8211; Was m&#252;sste getan werden, um die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation zu &#228;ndern?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Strenge Ma&#223;nahmen zulasten der gro&#223;en Masse sind offensichtlich nicht die richtige Antwort. Wenn die Menschen gerade mal Geld f&#252;r Lebensmittel und das N&#246;tigste haben, ist das nicht gut. Und die Wirtschaft ist nicht gesund. Die H&#228;lfte aller Griechen ist auf Arbeitssuche und diejenigen, die Arbeit haben, haben Angst sie zu verlieren oder schlechter bezahlt zu werden. Deshalb geben sie weniger aus. Keiner baut H&#228;user oder macht gr&#246;&#223;ere Anschaffungen. Wir brauchen spezielle Ma&#223;nahmen, die die komplette Wirtschaft betreffen und die die Menschen dazu bringen, wieder Geld auszugeben und in die Zukunft zu investieren. Es w&#228;re auch hilfreich, wenn die Banken wieder anfangen k&#246;nnten, Kredite zu vergeben. Ein integerer und intelligenter Wirtschaftsminister w&#252;rde auch nicht schaden.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die Politik hat jetzt das Problem der Wirtschaftskrise. Die gro&#223;e Masse hat weniger Geld im Vergleich zu den Vorjahren und vertraut denen nicht, die am politischen System beteiligt waren. Die St&#228;rke der extremen Rechten kommt daher, dass Athen den Immigranten &#252;berlassen wurde. Es gibt Gewalt, Drogen, Prostitution &#8211; in den anderen gr&#246;&#223;eren St&#228;dten ist es dasselbe. Bevor ich nach Holland gegangen bin, habe ich in einem Viertel von Athen gewohnt, in der N&#228;he der Hauptstra&#223;e, und ich hatte nie Angst, wenn ich in der Stadt unterwegs war. Als ich zur&#252;ckkam, haben Frauen direkt unter meinem Fenster ihren K&#246;rper verkauft. Jetzt hat sich die Situation sogar noch verschlimmert.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;5 &#8211; Was h&#228;ltst Du von den Ergebnissen der Wahlen am 6. Mai (ein zweiter Wahlgang fand am 17. Juni statt, Anm. d. Red.)&lt;/i&gt;?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Viele glauben, dass keine der traditionellen Parteien die Bed&#252;rfnisse der Menschen vertritt, und deshalb wollten sie sie nicht w&#228;hlen. Wie ich und viele aus meiner Generation. Wir sind quasi alle von der Wirtschaftskrise betroffen, und bei uns sind die gro&#223;en Parteien nicht gerade beliebt. Die Menschen, die dort wohnen, wo Immigration und die Probleme, von denen ich vorhin sprach, au&#223;er Kontrolle sind, glauben, dass nur die extreme Rechte sie repr&#228;sentieren k&#246;nne. &lt;i&gt;Syriza&lt;/i&gt; war die einzige linke Partei, die dem Volk die M&#246;glichkeit gegeben h&#228;tte, zu regieren. Ihr Vorsitzender ist ein neues und junges Gesicht. Das w&#252;tende Volk wollte das alte System abstrafen, indem es die &lt;i&gt;Syriza&lt;/i&gt; und &#8218;Goldenes Morgenlicht&#8216; [griech. Chrysi Avgi, rechtsextremePartei] w&#228;hlt.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;6 &#8211; Was h&#228;ltst Du von einem m&#246;glichen Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Vor November 2011, als unser &#8211; mehr oder weniger &#8211; brillanter Ex-Premierminister sagte, er h&#228;tte durch ein Referendum den Griechen selbst die Wahl gelassen, &#252;ber die Zukunft des Landes zu entscheiden, h&#228;tte es niemals jemand f&#252;r m&#246;glich gehalten, dass der Austritt eine realistische Option sei. Unsere W&#228;hrung w&#228;re abgewertet worden und niemand h&#228;tte in Griechenland investieren wollen. Das Bild Europas w&#228;re zerst&#246;rt gewesen und ebenso der Stand des Euro als harte W&#228;hrung.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;7 &#8211; Was h&#228;ltst Du von den Entscheidungen der EU in Bezug auf die Situation in Griechenland?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Zu unserem Leidwesen hat die EU das gemacht, was Deutschland diktiert hat, also eine brutale Sparpolitik gefordert.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;8 &#8211; Wie findest Du das momentane Wahlsystem in Griechenland? W&#252;rdest Du es &#228;ndern wollen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Der Wahnsinn, dass die st&#228;rkste Partei 50 Extrasitze im Parlament bekommt, bei 300 Sitzen insgesamt, muss abgeschafft werden. Mehr Parteien ins Parlament!&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;9 &#8211; Wie siehst Du Griechenland in den n&#228;chsten drei Jahren?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Ich hoffe, die Wirtschaft erholt sich. Die Leute m&#252;ssten besser bezahlt und viele ungerechte Steuern abgeschafft werden. Ich hoffe auch, dass das Steuersystem diejenigen h&#228;rter bestraft, die bisher keine Steuern zahlen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;10 &#8211; Ein Wort zur Beschreibung der Schwierigkeiten Griechenlands im Moment.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Korruption.&lt;/p&gt; &lt;span class='csfoo htmla'&gt;&lt;/span&gt;&lt;dl class='spip_document_4294 spip_documents spip_documents_center'&gt; &lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;IMG/jpg/2607606978_a740234160_z.jpg&quot; title='Deutsches Diktat&lt;br /&gt;Auch beim Fu&#223;ball hatte Griechenland gegen Deutschland keine Chance. Quelle: http://www.flickr.com/photos/r3m3dy/' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L320xH216/2607606978_a7a1f-09d0f.jpg' width='320' height='216' alt='JPEG - 201.1 kB' style='height:216px;width:320px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dt class='spip_doc_titre'&gt;&lt;strong&gt;Deutsches Diktat&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dd class='spip_doc_descriptif'&gt;&lt;p&gt;Auch beim Fu&#223;ball hatte Griechenland gegen Deutschland keine Chance.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Quelle: &lt;a href='http://www.flickr.com/photos/r3m3dy/' class='spip_out' rel='external'&gt;http://www.flickr.com/photos/r3m3dy/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/dd&gt; &lt;/dl&gt;&lt;span class='csfoo htmlb'&gt;&lt;/span&gt;
&lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;EIRINI , Studentin&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;1&#8211; Wann hast Du die Krise zum ersten Mal gesp&#252;rt?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Vor ungef&#228;hr zwei Jahren.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;2 &#8211; Findest Du, dass die letzten griechischen Regierungen sich in den letzten f&#252;nf Jahren angemessen verhalten haben?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Ganz bestimmt nicht. Leider besteht das Land nicht nur aus Politikern, sondern auch aus B&#252;rgern.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;3 &#8211; Glaubst Du, dass die Einf&#252;hrung des Euro zu der Krise gef&#252;hrt hat?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Nein. Falsch war nur, wie die Griechen mit dem Euro umzugehen versucht haben.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;4 &#8211; Was m&#252;sste getan werden, um die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation zu &#228;ndern?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Um die Wurzel des &#220;bels anzupacken, m&#252;ssten die Leute ausgetauscht werden, die die Regierung bilden.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;5 &#8211; Was h&#228;ltst Du von den Ergebnissen der Wahlen am 6. Mai (ein zweiter Wahlgang fand am 17. Juni statt, Anm. d. Red.)&lt;/i&gt;?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Vorhersehbar, aber nicht zufriedenstellend. Die Griechen waren wirklich entt&#228;uscht von den Politikern, f&#252;r die sie fr&#252;her gestimmt hatten.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;6 &#8211; Was h&#228;ltst Du von einem m&#246;glichen Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Das w&#228;re aus unserer Sicht das Schlimmste. Die Armut w&#252;rde ein ungeheuerliches Niveau erreichen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;7 &#8211; Was h&#228;ltst Du von den Entscheidungen der EU in Bezug auf die Situation in Griechenland?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Hart, aber unumg&#228;nglich.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;8 &#8211; Wie findest Du das momentane Wahlsystem in Griechenland? W&#252;rdest Du es &#228;ndern wollen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Ich denken nicht, dass das Wahlsystem das Problem ist.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;9 &#8211; Wie siehst Du Griechenland in den n&#228;chsten drei Jahren?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Ich sehe keine Zukunft: alles nur schwarz. Wenn wir in der Eurozone bleiben, m&#252;ssen wir in den sauren Apfel bei&#223;en &#8211; niedrige Einkommen, weniger Arbeit und so weiter. Wenn wir nicht in der Eurozone bleiben, haben die Leute keine andere Wahl, als wieder kleinere Br&#246;tchen zu backen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;10 &#8211; Ein Wort zur Beschreibung der Schwierigkeiten Griechenlands im Moment.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&#931;&#954;&#945;&#964;&#940;! Schei&#223;e!&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;i&gt;&lt;a href='http://www.dieeuros.eu/Die-vielen-Gesichter-der,5630.html?lang=de' class='spip_out'&gt;Teil 1: Vassiliki und Jannis&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;i&gt;&lt;a href='http://www.dieeuros.eu/Die-vielen-Gesichter-der,5631.html?lang=de' class='spip_out'&gt;Teil 2: Katerina und Nick&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Die vielen Gesichter der griechischen Trag&#246;die (Teil 3)</title>
		<link>http://www.dieeuros.eu/Die-vielen-Gesichter-der,5631.html</link>
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		<dc:date>2012-07-18T05:07:19Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Giuseppe CIARLIERO , Marta ALBERTINI</dc:creator>


		<dc:subject>Wirtschafts- und W&#228;hrungsunion</dc:subject>
		<dc:subject>Sozialpolitik und Arbeitsmarkt</dc:subject>
		<dc:subject>Griechenland</dc:subject>
		<dc:subject>Europa in der Krise</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Begegnungen mit Griechen und Griechinnen, die den Glauben an ihre politische F&#252;hrung verloren haben - nicht jedoch den an den Euro.&lt;/p&gt;

-
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/-L-invite-et-reportages-.html" rel="directory"&gt;1. Der Gast&lt;/a&gt;

/ 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Politiques-economiques-et-+.html" rel="tag"&gt;Wirtschafts- und W&#228;hrungsunion&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Politique-sociale-et-emploi-+.html" rel="tag"&gt;Sozialpolitik und Arbeitsmarkt&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Grece-+.html" rel="tag"&gt;Griechenland&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-L-Europe-dans-la-crise-+.html" rel="tag"&gt;Europa in der Krise&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L150xH101/arton5631-92a75.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width='150' height='101' class='spip_logos' style='height:101px;width:150px;' /&gt;
		&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;Mit Griechenland ging 2010 die Euro-Krise los. Seitdem mussten die Griechen viel einstecken: Typisch S&#252;dl&#228;nder, so das Urteil vieler, die haben eben eine andere Arbeitsmoral. Vor den Wahlen am 17. Juni trafen DIE EUROS griechische Studenten, Professoren und Angestellte &#8211; und blicken in einer Interviewserie &#252;ber den Tellerrand der Troika, der Kommission und der Bilanzen hinaus auf ein Volk, das immerhin die Wiege der Demokratie ist.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Sechs Griechen und Griechinnen, zehn Fragen, sechzig verschiedene Antworten. Ist die Stimmung im Land wirklich so hoffnungslos? Teil zwei unserer Interviewserie mit Katerina und Nick.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;KATERINA, Fachbetreuerin an einer Schule Piero&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;1 &#8211; Wann hast Du die Krise zum ersten Mal gesp&#252;rt?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Im Jahr 2010 war es offensichtlich, dass die Krise beginnt. &#220;berall gab es Diskussionen &#252;ber die K&#252;rzung der L&#246;hne und Geh&#228;lter &#8211; doch wir h&#228;tten es nie f&#252;r m&#246;glich gehalten, dass so etwas wie jetzt passieren kann.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;2 &#8211; Findest Du, dass die letzten griechischen Regierungen sich in den letzten f&#252;nf Jahren angemessen verhalten haben?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Offensichtlich nicht. Die Krise ist das Ergebnis dieser Regierungen, die mit der Situation nicht umgehen konnten.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;3 &#8211; Glaubst Du, dass die Einf&#252;hrung des Euro zu der Krise gef&#252;hrt hat?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Nein, das Problem hat mit der Schaffung eines b&#252;rokratischen und ineffizienten Staates zu tun, der nicht in der Lage war, die Herausforderungen zu meistern und die Produktion in Griechenland anzukurbeln.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;4 &#8211; Was m&#252;sste getan werden, um die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation zu &#228;ndern?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Wir brauchen Hilfe, denn wir sehen kein Ende, keinen Ausweg aus dieser Situation. Ich habe leider keinen Vorschlag.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;5 &#8211; Was h&#228;ltst Du von den Ergebnissen der Wahlen am 6. Mai &lt;i&gt;(ein zweiter Wahlgang fand am 17. Juni statt, Anm. d. Red.)&lt;/i&gt;?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Das Volk ist w&#252;tend, das Auftreten der neonazistischen Partei &#8218;Goldenes Morgenlicht&#8216; [griech. Chrysi Avgi] ist ein sehr gef&#228;hrliches Ph&#228;nomen, und die demokratischen Parteien k&#246;nnen keine Regierung bilden. Andererseits ist es das erste Mal in Griechenland, dass es nicht nur zwei Parteien gibt.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;6 &#8211; Was h&#228;ltst Du von einem m&#246;glichen Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Das w&#228;re eine Katastrophe. Nein, wir m&#252;ssen drinnen bleiben... aber wir m&#252;ssen auch &#252;berleben.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;7 &#8211; Was h&#228;ltst Du von den Entscheidungen der EU in Bezug auf die Situation in Griechenland?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Sie haben diskutiert, ohne die Griechen und deren Bed&#252;rfnisse zu ber&#252;cksichtigen. Sie glauben, dass wir nicht zu ihnen geh&#246;ren und dass sie uns behandeln k&#246;nnen, wie sie wollen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;8 &#8211; Wie findest Du das momentane Wahlsystem in Griechenland? W&#252;rdest Du es &#228;ndern wollen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Das System ist nicht gerecht. Ich w&#252;rde es &#228;ndern.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;9 &#8211; Wie siehst Du Griechenland in den n&#228;chsten drei Jahren?&lt;/strong&gt; Sehr schwierig.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;10 &#8211; Ein Wort zur Beschreibung der momentanen Schwierigkeiten Griechenlands.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Verzweiflung.&lt;/p&gt; &lt;span class='csfoo htmla'&gt;&lt;/span&gt;&lt;dl class='spip_document_4285 spip_documents spip_documents_center'&gt; &lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;IMG/jpg/6309941378_b0a365ce28.jpg&quot; title='Bringt der Euro Griechenland zum Einsturz?&lt;br /&gt;Nein, sagen viele Griechen. Schuld ist vielmehr die griechische Regierung. Quelle: http://www.flickr.com/photos/hinkel...' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L320xH227/6309941378_b0762-443ac.jpg' width='320' height='227' alt='JPEG - 123.3 kB' style='height:227px;width:320px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dt class='spip_doc_titre'&gt;&lt;strong&gt;Bringt der Euro Griechenland zum Einsturz?&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dd class='spip_doc_descriptif'&gt;&lt;p&gt;Nein, sagen viele Griechen. Schuld ist vielmehr die griechische Regierung.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Quelle: &lt;a href='http://www.flickr.com/photos/hinkelstone/' class='spip_out' rel='external'&gt;http://www.flickr.com/photos/hinkel...&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/dd&gt; &lt;/dl&gt;&lt;span class='csfoo htmlb'&gt;&lt;/span&gt;
&lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;NICK, 50 Jahre, Professor an der Abteilung f&#252;r mechanische Ingenieurwissenschaften an der Westmazedonischen Universit&#228;t in Kozani.&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;1 &#8211; Wann hast Du die Krise zum ersten Mal gesp&#252;rt?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Genau in dem Moment, als ich mein erstes gek&#252;rztes Gehalt bekommen habe, was irgendwann 2010 war. Ich unterrichte an einer staatlichen Universit&#228;t und bin ein Professor auf Lebenszeit &#8211; bin ich das noch immer? &#8211;, ein Staatsbediensteter. Bis zu diesem Moment war es unm&#246;glich, eine Beamtenbesoldung zu k&#252;rzen. Dann ist die H&#246;lle losgebrochen!&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;2 &#8211; Findest Du, dass die letzten griechischen Regierungen sich in den letzten f&#252;nf Jahren angemessen verhalten haben?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die Antwort ist ein eindeutiges &#8222;Nein&#8220;. In den Jahren vor und nach der Einf&#252;hrung des Euro haben die Regierungen wie verr&#252;ckt die ganzen Gelder verschleudert, die in Griechenland ankamen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;3 &#8211; Glaubst Du, dass die Einf&#252;hrung des Euro zu der Krise gef&#252;hrt hat?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die Antwort ist &#8222;Nein, verdammt&#8220;! Die Ursache der ganzen Krise ist eine schreckliche &#8222;griechische Dummheit&#8220;! Insbesondere unsere Regierungen waren die Topathleten dieser Sportart! Es ist davon auszugehen, dass auch das griechische Volk die Verantwortung f&#252;r die &#8222;griechische Dummheit&#8220; tr&#228;gt und das Ergebnis ist eine &#8222;griechische Trag&#246;die&#8220;.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;4 &#8211; Was m&#252;sste getan werden, um die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation zu &#228;ndern?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die L&#246;sung ist klar: Der Staat, also die Regierung, d&#252;rfte nichts mehr von seinen Einnahmen ausgeben.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;5 &#8211; Was h&#228;ltst Du von den Ergebnissen der Wahlen am 6. Mai &lt;i&gt;(ein zweiter Wahlgang fand am 17. Juni statt, Anm. d. Red.)&lt;/i&gt;?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Es war schrecklich, die neonazistische Partei ins griechische Parlament einziehen zu sehen. Aber auch das hat mit der schrecklichen &#8222;griechischen Dummheit&#8220; zu tun!&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;6 &#8211; Was h&#228;ltst Du von einem m&#246;glichen Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Das w&#228;re eine Katastrophe f&#252;r Griechenland!&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;7 &#8211; Was h&#228;ltst Du von den Entscheidungen der EU in Bezug auf die Situation in Griechenland?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Sie tragen Verantwortung, was h&#228;tten sie sonst tun sollen?&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;8 &#8211; Wie findest Du das momentane Wahlsystem in Griechenland? W&#252;rdest Du es &#228;ndern wollen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Das System scheint in Ordnung zu sein. Das griechische Volk und insbesondere die politischen F&#252;hrer brauchen eine &#8222;Wiedergutmachungsarbeit&#8220;.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;9 &#8211; Wie siehst Du Griechenland in den n&#228;chsten drei Jahren?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Wer wei&#223; das schon? Beten wir weiter f&#252;r Griechenland.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;10 &#8211; Ein Wort zur Beschreibung der momentanen Schwierigkeiten Griechenlands.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Eine gro&#223;e griechische Trag&#246;die, verursacht durch die gro&#223;e griechische Dummheit.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;i&gt;&lt;a href='http://www.dieeuros.eu/Die-vielen-Gesichter-der,5630.html?lang=de' class='spip_out'&gt;Teil 1: Vassiliki und Jannis&lt;/a&gt;.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;i&gt;Demn&#228;chst: Teil 3 mit Andrika und Eirini.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
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		<title>Die vielen Gesichter der griechischen Trag&#246;die (Teil 2)</title>
		<link>http://www.dieeuros.eu/Die-vielen-Gesichter-der,5630.html</link>
		<guid isPermaLink="true">http://www.dieeuros.eu/Die-vielen-Gesichter-der,5630.html</guid>
		<dc:date>2012-07-02T09:09:53Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Giuseppe CIARLIERO , Marta ALBERTINI</dc:creator>


		<dc:subject>Wirtschafts- und W&#228;hrungsunion</dc:subject>
		<dc:subject>Sozialpolitik und Arbeitsmarkt</dc:subject>
		<dc:subject>Griechenland</dc:subject>
		<dc:subject>Europa in der Krise</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Begegnungen mit Griechen und Griechinnen, die den Glauben an ihre politische F&#252;hrung verloren haben - nicht jedoch den an den Euro.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/-L-invite-et-reportages-.html" rel="directory"&gt;1. Der Gast&lt;/a&gt;

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&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Politique-sociale-et-emploi-+.html" rel="tag"&gt;Sozialpolitik und Arbeitsmarkt&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Grece-+.html" rel="tag"&gt;Griechenland&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-L-Europe-dans-la-crise-+.html" rel="tag"&gt;Europa in der Krise&lt;/a&gt;

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 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L150xH101/arton5630-317e4.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width='150' height='101' class='spip_logos' style='height:101px;width:150px;' /&gt;
		&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;Mit Griechenland ging 2010 die Euro-Krise los. Seitdem mussten die Griechen viel einstecken: Typisch S&#252;dl&#228;nder, so das Urteil vieler, die haben eben eine andere Arbeitsmoral. Vor den Wahlen am 17. Juni trafen DIE EUROS griechische Studenten, Professoren und Angestellte &#8211; und blicken in einer Interviewserie &#252;ber den Tellerrand der Troika, der Kommission und der Bilanzen hinaus auf ein Volk, das immerhin die Wiege der Demokratie ist.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Sechs Griechen und Griechinnen, zehn Fragen, sechzig verschiedene Antworten. Ist die Stimmung im Land wirklich so hoffnungslos? Teil eins unserer Interviewserie: Vassiliki und Jannis.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;VASSILIKI, Geschichts- und Beratungslehrerin&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;1 &#8211; Wann hast Du die Krise zum ersten Mal gesp&#252;rt?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Vor zwei Jahren, nach dem Zusammenbruch des Sozialstaats und der Abschaffung der Arbeiterrechte. Die Arbeitslosigkeit ist heute auf einem astronomisch hohen Niveau.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;2 &#8211; Findest Du, dass die letzten griechischen Regierungen sich in den letzten f&#252;nf Jahren angemessen verhalten haben?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Mit Sicherheit nicht. Korruption, Vetternwirtschaft, Klientelpolitik und die falschen Leute auf Schl&#252;sselposten.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;3 &#8211; Glaubst Du, dass die Einf&#252;hrung des Euro zu der Krise gef&#252;hrt hat?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Mit Sicherheit nicht. Man braucht dem Euro nicht die Schuld zuschieben.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;4 &#8211; Was m&#252;sste getan werden, um die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation zu &#228;ndern?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Man m&#252;sste die Bedingungen des Memorandums &#228;ndern. Es ist zu ungerecht und wird zur Depression f&#252;hren. Eigentlich m&#252;ssten auch die Schulden neu verhandelt werden, und wir brauchen einen &#8222;Marshall Plan&#8220; f&#252;r S&#252;deuropa.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;5 &#8211; Was h&#228;ltst Du von den Ergebnissen der Wahlen am 6. Mai &lt;i&gt;(ein zweiter Wahlgang fand am 17. Juni statt, Anm. D. Red.)&lt;/i&gt;?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Sehr ermutigend. Die Leute haben begonnen, anders zu denken. Hoffen wir, dass das anh&#228;lt.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;6 &#8211; Was h&#228;ltst Du von einem m&#246;glichen Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Daran denke ich nicht. Es w&#252;rde zu Unruhen in ganz Europa kommen, und f&#252;r Griechenland w&#228;re es verheerend.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;7 &#8211; Was h&#228;ltst Du von den Entscheidungen der EU in Bezug auf die Situation in Griechenland?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Sie sind provokativ, ungerecht und erniedrigend. Die getroffenen Entscheidungen dienen nur dazu, die Banken und die Interessen ein paar Weniger zu sch&#252;tzen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;8 &#8211; Wie findest Du das momentane Wahlsystem in Griechenland? W&#252;rdest Du es &#228;ndern wollen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Ich w&#252;nsche mir ein logischeres Wahlsystem, und vor allem eines, das nicht f&#252;r ein paar Parteien ma&#223;geschneidert ist.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;9 &#8211; Wie siehst Du Griechenland in den n&#228;chsten drei Jahren?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Leidend und &#252;beranstrengt, aber wahrscheinlich reifer.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;10 &#8211; Ein Wort zur Beschreibung der momentanen Schwierigkeiten Griechenlands.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Chaos und Verw&#252;stung.&lt;/p&gt; &lt;span class='csfoo htmla'&gt;&lt;/span&gt;&lt;dl class='spip_document_4284 spip_documents spip_documents_center'&gt; &lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;IMG/jpg/3102921267_b6f9945146_z.jpg&quot; title='Internationale Solidarit&#228;t&lt;br /&gt;Soli-Veranstaltung f&#252;r griechische Stundenten und Arbeiter in Paris. Quelle: http://www.flickr.com/photos/souwar/' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L320xH214/3102921267_b7e93-68597.jpg' width='320' height='214' alt='JPEG - 71.6 kB' style='height:214px;width:320px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dt class='spip_doc_titre'&gt;&lt;strong&gt;Internationale Solidarit&#228;t&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dd class='spip_doc_descriptif'&gt;&lt;p&gt;Soli-Veranstaltung f&#252;r griechische Stundenten und Arbeiter in Paris.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Quelle: &lt;a href='http://www.flickr.com/photos/souwar/' class='spip_out' rel='external'&gt;http://www.flickr.com/photos/souwar/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/dd&gt; &lt;/dl&gt;&lt;span class='csfoo htmlb'&gt;&lt;/span&gt;
&lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;JANNIS , 31 Jahre, Architekt, junger Grieche, der in Frankreich lebt.&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;1 &#8211; Wann hast Du die Krise zum ersten Mal gesp&#252;rt?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;In dem Moment als ich verstanden habe, wie das Wirtschaftssystem funktioniert... Die Krise ist, wie heute sichtbar, wieder hochgekocht &#8211; aber sie war immer da, in unserem kapitalistischen System.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;2 &#8211; Findest Du, dass die letzten griechischen Regierungen sich in den letzten f&#252;nf Jahren angemessen verhalten haben?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Ein ganz klares Nein.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;3 &#8211; Glaubst Du, dass die Einf&#252;hrung des Euro zu der Krise gef&#252;hrt hat?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Nein. Nicht das, was wir verwenden, ist der Grund f&#252;r ein Problem, sondern &lt;i&gt;wie&lt;/i&gt; wir es verwenden, mit welchen Grenzen und f&#252;r wen und wof&#252;r.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;4 &#8211; Was m&#252;sste getan werden, um die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation zu &#228;ndern?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Aufwachen, Leute! Schaut euch um und k&#228;mpft f&#252;r eure Tr&#228;ume! Eure wirklichen Tr&#228;ume, nicht die, die in Euros und Dollar gepresst sind! Falls die Leute sich wirklich &#228;ndern, kann auch die wirtschaftliche und politische Situation nicht mehr anders, als sich zu ver&#228;ndern. Die schwierigste und wichtigste Krise, die wir durchleben... ist die in unseren K&#246;pfen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;5 &#8211; Was h&#228;ltst Du von den Ergebnissen der Wahlen am 6. Mai &lt;i&gt;(ein zweiter Wahlgang fand am 17. Juni statt, Anm. d. Red.)&lt;/i&gt;?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Nicht schlecht, aber auch nicht gut. Ergebnisse, die zu erwarten waren. Keine &#220;berraschungen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;6 &#8211; Was h&#228;ltst Du von einem m&#246;glichen Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Wenn die Eurozone sich nicht ver&#228;ndern will &#8211; sie m&#252;sste anthropozentrischer und weniger banken-zentrisch sein &#8211;, dann sehe ich das Ausscheiden Griechenlands als eine m&#246;gliche und gute Alternative.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;7 &#8211; Was h&#228;ltst Du von den Entscheidungen der EU in Bezug auf die Situation in Griechenland?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;In erster Linie sehe ich &#252;berhaupt nicht diese &#8222;eine Union&#8220;.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;8 &#8211; Wie findest Du das momentane Wahlsystem in Griechenland? W&#252;rdest Du es &#228;ndern wollen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Klar w&#252;rde ich es &#228;ndern wollen! Aber zu allererst w&#252;rde ich das System der Regierung &#228;ndern. Das Volk braucht keine Vertreter, das Volk braucht keine anderen Leute, die f&#252;r es entscheiden. Das &#8222;Parlament&#8220; muss f&#252;r alle offen sein. Die &lt;i&gt;Demo&lt;/i&gt;kratie muss den Demos, das Volk, neu erfinden.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;9 &#8211; Wie siehst Du Griechenland in den n&#228;chsten drei Jahren?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;In einer waschechten Krise! Einer Finanzkrise, einer humanit&#228;ren Krise... Leider sehe ich auch, dass die M&#228;rkte bereit sind, alles f&#252;r ihr Ziel zu opfern, kein Geld zu verlieren. Nur die internationale Solidarit&#228;t und die menschlichen Werte k&#246;nnte eine Hoffnung f&#252;r die n&#228;chsten drei oder sechs oder tausend Jahre sein.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;10 &#8211; Ein Wort zur Beschreibung der momentanen Schwierigkeiten Griechenlands.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Nostalgie &#8211; ich bin ja ein Immigrant.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;i&gt;Demn&#228;chst: Teil 2 mit Katerina und Nick.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Eine Entscheidung f&#252;r Europa</title>
		<link>http://www.dieeuros.eu/Eine-Entscheidung-fur-Europa,5633.html</link>
		<guid isPermaLink="true">http://www.dieeuros.eu/Eine-Entscheidung-fur-Europa,5633.html</guid>
		<dc:date>2012-06-25T06:05:08Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Carolin DYLLA</dc:creator>


		<dc:subject>Nationale Politik</dc:subject>
		<dc:subject>Griechenland</dc:subject>
		<dc:subject>Europa in der Krise</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Durch die Wahl am 17. Juni haben Griechenland und Europa Zeit gewonnen. Der grundlegende Konflikt ist damit aber nicht gel&#246;st.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/-Focus-on-News-.html" rel="directory"&gt;1. Aktualit&#228;tszoom&lt;/a&gt;

/ 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Politique-nationale-+.html" rel="tag"&gt;Nationale Politik&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Grece-+.html" rel="tag"&gt;Griechenland&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-L-Europe-dans-la-crise-+.html" rel="tag"&gt;Europa in der Krise&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L150xH88/arton5633-18efe.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width='150' height='88' class='spip_logos' style='height:88px;width:150px;' /&gt;
		&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;Durch die Wahl am 17. Juni haben Griechenland und Europa Zeit gewonnen. Der grundlegende Konflikt ist damit aber nicht gel&#246;st. Antonis Samaras und seine Neo Dimokratia haben die Wahl zwar gegen den popul&#228;ren Alexis Tsipras und dessen Linksb&#252;ndnis Syriza gewonnen - strahlende Sieger sehen allerdings anders aus.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Wie ein Verlierer sah &lt;strong&gt;Alexis Tsipras&lt;/strong&gt; nicht aus, als er nach dem Bekanntwerden des Wahlergebnisses am Abend des 17. Juni 2012 seinen Parteifreunden und Anh&#228;ngern zujubelt. Vielleicht ist dieser zweite Platz, auf dem er mit seinem Linksb&#252;ndnis &lt;i&gt;Syriza&lt;/i&gt; gelandet ist, der Beweis des politischen Realit&#228;tsbewusstseins der Griechen. Vielleicht hat dieser zweite Platz Alexis Tsipras aber auch endg&#252;ltig zu einer Art Don Quijote der europ&#228;ischen Politik gemacht &#8211; einem ebenso engagierten wie erfolglosen K&#228;mpfer f&#252;r eine Aufhebung des griechischen Schuldenmemorandums.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Angst vor einem europ&#228;ischen Eklat&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wenige Politiker hatten in den letzten Monaten in Europa f&#252;r mehr Wirbel und Unruhe gesorgt als Alexis Tsipras. Die Reaktionen auf seine &lt;strong&gt;leidenschaftliche Auflehnung gegen die europ&#228;ischen Sparauflagen&lt;/strong&gt;, die Banken und die Gl&#228;ubiger Griechenlands variierten zwischen mehr oder weniger verhaltenem Tadel in Paris und Berlin und eher weniger denn mehr verhaltener Besorgnis in Br&#252;ssel. Manche gingen sogar soweit, einen potentiellen Wahlsieg Tsipras' mit der &lt;i&gt;Eurokalypse&lt;/i&gt; gleichzusetzen. Demokratische Wahlen als m&#246;glicher Sargnagel der gro&#223;en Idee Europa, ausgerechnet in dem Land, das als Wiege der Demokratie gilt: schmerzvoll-absurder kann politische Schwarzseherei kaum sein.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Mit der Wahl der &lt;i&gt;Nea Dimokratia&lt;/i&gt; (ND) zur st&#228;rksten Kraft haben die Griechen eine &lt;strong&gt;Entscheidung f&#252;r den Euro und f&#252;r Europa&lt;/strong&gt; getroffen, hei&#223;t es. Aufatmen bei den Staats-und Regierungschefs und bei den europ&#228;ischen Spitzenpolitikern. Befreit oder erleichtert wirkte ND-Chef Antonis Samaras am Sonntagabend trotzdem nicht. Er wei&#223;, dass sein Sieg weniger der Zustimmung der Griechen zu seiner Politik zu verdanken ist als vielmehr der Angst vor einem europ&#228;ischen Eklat.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Denn zu gewinnen gab es in Athen ohnehin nicht politischen Gestaltungsspielraum, sondern lediglich Zeit &#8211; Zeit f&#252;r weitere Verhandlungen mit der EU, w&#228;hrend derer sich herausstellen wird, ob die griechische Trag&#246;die sich ihrem &lt;i&gt;d&#233;nouement&lt;/i&gt; zuwendet &#8211; oder Europa tats&#228;chlich in die Katastrophe schlittert.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Die Wahl vom 6. Mai, eine Katharsis&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ist die &#8222;Schicksalswahl&#8220;vom 17. Juni in dieser Hinsicht nicht sogar der H&#246;hepunkt einer Trag&#246;die im w&#246;rtlichen, rein literarischen Sinne des Wortes &#8211; also ein Lehrst&#252;ck &#252;ber das Verh&#228;ltnis zwischen Demokratie und dem &lt;i&gt;Sachzwang&lt;/i&gt; als deren Antagonisten auf der politischen B&#252;hne der Europ&#228;ischen Union?
Das Ergebnis der Wahlen vom 06. Mai &#8211; fast traut man sich nicht, es als solches zu bezeichnen &#8211; konnte in diesem Sinne schon als eine Art Katharsis gedeutet werden; als ebenso &lt;strong&gt;w&#252;tendes wie reinigendes Aufb&#228;umen&lt;/strong&gt; gegen eine Situation, die das Land an den Rand der politischen und wirtschaftlichen Implosion dr&#228;ngt.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Denn es ist nicht Europa oder gar die Idee der Europ&#228;ischen Union als solche, die die radikale &lt;i&gt;Syriza&lt;/i&gt; ablehnt. Tsipras' Partei ist weit davon entfernt, eine anti-europ&#228;ische Partei zu sein. Wogegen sich &lt;i&gt;Syrizas&lt;/i&gt; Protest richtet &#8211; kondensiert in der zentralen Ablehnung des Schuldenmemorandums &#8211; ist vielmehr das Gef&#252;hl, dass &lt;strong&gt;Griechenlands Zukunft&lt;/strong&gt; nicht im Parlament in Athen, sondern an Verhandlungstischen in Br&#252;ssel entschieden wird. &lt;i&gt;&#8222;Nein zum Memorandum, Ja zum Euro&#8220;&lt;/i&gt; - vor diesem Hintergrund ist dieses Paradox, das als Leitmotiv der &lt;i&gt;Syriza&lt;/i&gt; auch die Ansichten eines Gro&#223;teils der griechischen Bev&#246;lkerung widerspiegelt, letzten Endes nur der konkrete Ausdruck jener grundlegenden Spannung zwischen Effizienz und Demokratie, die den Prozess der europ&#228;ischen Integration von Anfang an mitgepr&#228;gt hat.&lt;/p&gt; &lt;span class='csfoo htmla'&gt;&lt;/span&gt;&lt;dl class='spip_document_4289 spip_documents spip_documents_center'&gt; &lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;IMG/jpg/7387793032_99ece4fba2_z.jpg&quot; title='Geht Griechenland unter?&lt;br /&gt;Auch nach der Wahl bleibt Hellas Europas Sorgenkind. Quelle: http://www.flickr.com/photos/872592...' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L320xH185/7387793032_9f26b-561ac.jpg' width='320' height='185' alt='JPEG - 149.6 kB' style='height:185px;width:320px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dt class='spip_doc_titre'&gt;&lt;strong&gt;Geht Griechenland unter?&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dd class='spip_doc_descriptif'&gt;&lt;p&gt;Auch nach der Wahl bleibt Hellas Europas Sorgenkind.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Quelle: &lt;a href='http://www.flickr.com/photos/8725928@N02/' class='spip_out' rel='external'&gt;http://www.flickr.com/photos/872592...&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/dd&gt; &lt;/dl&gt;&lt;span class='csfoo htmlb'&gt;&lt;/span&gt;
&lt;p&gt;Immerhin r&#252;ckt diese Spannung &#8211; und insbesondere die Suche nach M&#246;glichkeiten, sie zu l&#246;sen &#8211; jetzt wieder ins Zentrum der politikwissenschaftlichen Aufmerksamkeit. So beschrieb vor Kurzem &lt;strong&gt;Herfried M&#252;nkler&lt;/strong&gt; von der Humboldt-Universit&#228;t Berlin w&#228;hrend eines Interviews im Deutschlandfunk die Krise eher als Gefahr f&#252;r Europa, denn als Gefahr f&#252;r die Demokratie.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Tats&#228;chlich geben die Situation Griechenlands und Europas, die von Br&#252;ssel auferlegte Form der Abbitte f&#252;r wirtschaftspolitische Vers&#228;umnisse und die gegenseitigen Schuldzuweisungen &#8211; nicht nur in Griechenland &#8211; radikalen politischen Kr&#228;ften Aufwind, also denjenigen politischen Gruppierungen, die traditionell eher als euroskeptisch gelten.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Erfolgreich ist diese Form des Euroskeptizismus, weil die ihn vertretenden Parteien nationale Souver&#228;nit&#228;t als Quintessenz und Voraussetzung f&#252;r demokratische Politik darstellen. Der &lt;i&gt;tragische&lt;/i&gt; Konflikt, f&#252;r den die Griechenland Krise &#8211; mittlerweile weit mehr als nur eine Euro-Krise &#8211; steht, ist, &lt;strong&gt;dass Demokratie und europ&#228;ische Integration als zwei miteinander nicht vereinbare Ziele erscheinen&lt;/strong&gt;; dass ein Ideal nur in der Aufgabe des anderen zu verwirklichen scheint. Alexis Tsipras als tragischer Held inmitten dieses Chaos? &#220;bertrieben vielleicht &#8211; und dennoch nicht vollkommen abwegig. Denn im Grunde ist er nicht mehr als ein Politiker, ein Mensch mit Fehlern, der von den Griechen als &#8222;einer von uns&#8220; empfunden wird. Und dessen Erfolg der europ&#228;ischen Politik ihren essentiellen, oft verdr&#228;ngten Konflikt wieder deutlich gemacht hat. Griechenland und auch Europa haben am 17. Juni Zeit gewonnen &#8211; der grundlegende Konflikt ist damit aber nicht gel&#246;st.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Mit mehr Radikalit&#228;t f&#252;r mehr Europa&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Doch wenn die letzten sieben Wochen des griechischen Wahltheaters eines gezeigt haben, dann, dass &#8222;radikal&#8220; nicht automatisch gleichbedeutend ist mit Skepsis oder gar Ablehnung gegen&#252;ber Europa. Will man die anf&#228;ngliche Metaphorik beibehalten, dann sind wohl eher die als unentrinnbar dargestellten wirtschaftlichen Sachzw&#228;nge und &lt;strong&gt;die nebul&#246;se Macht der &#8222;M&#228;rkte&#8220;&lt;/strong&gt; die Windm&#252;hlen, gegen die Alexis Tsipras k&#228;mpfen will.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Unterst&#252;tzung bekommt er dabei von Menschen wie beispielsweise der K&#252;nstlerin und Schriftstellerin Nadia Valavani, die sich f&#252;r &lt;i&gt;Syriza&lt;/i&gt; ins Parlament hat w&#228;hlen lassen. Diese Menschen zeigen, dass Griechenland trotz allem weit entfernt von der politischen Resignation ist. Sie sind bereit, sich an einer L&#246;sung der Krise aktiv zu beteiligen &#8211; wozu sie hingegen nicht bereit waren, ist, die Entscheidung &#252;ber die Zukunft Griechenlands einer Expertengruppe zu &#252;berlassen. Denn diese Zukunft, die sehen die meisten von ihnen im Euro, in Europa. Ist dieses Europa im Kern also doch immer noch genauso politisches Ideal wie Wirtschaftsgemeinschaft?&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Es war jedenfalls der &lt;strong&gt;Wille zum Verbleib&lt;/strong&gt; in der letzteren, der am Sonntag denjenigen griechischen Politikern den Wahlsieg beschert hat, die f&#252;r die momentane Situation ma&#223;geblich verantwortlich sind. Es w&#228;re zu hoffen, dass &lt;i&gt;Nea Dimokratia&lt;/i&gt; es schafft, in Europa die Art von Politik zu vertreten, f&#252;r die ihr Name steht.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Die vielen Gesichter der griechischen Trag&#246;die (Teil 1)</title>
		<link>http://www.dieeuros.eu/Die-vielen-Gesichter-der,5616.html</link>
		<guid isPermaLink="true">http://www.dieeuros.eu/Die-vielen-Gesichter-der,5616.html</guid>
		<dc:date>2012-06-21T11:20:42Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Giuseppe CIARLIERO , Marta ALBERTINI</dc:creator>


		<dc:subject>Wirtschafts- und W&#228;hrungsunion</dc:subject>
		<dc:subject>Sozialpolitik und Arbeitsmarkt</dc:subject>
		<dc:subject>Nationale Politik</dc:subject>
		<dc:subject>Griechenland</dc:subject>
		<dc:subject>Europa in der Krise</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Begegnungen mit Griechen und Griechinnen, die den Glauben an ihre politische F&#252;hrung verloren haben - nicht jedoch den an den Euro.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/-Regards-d-Europeens-.html" rel="directory"&gt;2. Aus der Sicht von Europ&#228;ern&lt;/a&gt;

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&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Politiques-economiques-et-+.html" rel="tag"&gt;Wirtschafts- und W&#228;hrungsunion&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Politique-sociale-et-emploi-+.html" rel="tag"&gt;Sozialpolitik und Arbeitsmarkt&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Politique-nationale-+.html" rel="tag"&gt;Nationale Politik&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Grece-+.html" rel="tag"&gt;Griechenland&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-L-Europe-dans-la-crise-+.html" rel="tag"&gt;Europa in der Krise&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L150xH100/arton5616-882a7.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width='150' height='100' class='spip_logos' style='height:100px;width:150px;' /&gt;
		&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;Mit Griechenland ging 2010 die Euro-Krise los. Seitdem mussten die Griechen viel einstecken: Typisch S&#252;dl&#228;nder, so das Urteil vieler, die haben eben eine andere Arbeitsmoral. Vor den Wahlen am 17. Juni trafen DIE EUROS griechische Studenten, Professoren und Angestellte &#8211; und blicken in einer Interviewserie &#252;ber den Tellerrand der Troika, der Kommission und der Bilanzen hinaus auf ein Volk, das immerhin die Wiege der Demokratie ist.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Seit &#252;ber zwei Jahren leiden die Griechen nun schon unter der Krise ihrer Wirtschaft und ihrer Politik. Doch trotz des Pessimismus und der Desillusionierung stirbt die Hoffnung bekanntlich zuletzt, und die Griechen halten eine R&#252;ckkehr zum normalen Leben f&#252;r durchaus m&#246;glich. W&#228;hrend die Zeitungen unz&#228;hlige Seiten im Netz und auf Papier f&#252;llen &#8211; &#252;ber die Ursachen und die wahrscheinlichen Konsequenzen der griechischen Krise in Bezug auf die Wirtschaft und die Politik &#8211; gibt es nur wenige, die sich tats&#228;chlich damit aufhalten, &lt;strong&gt;die Gedanken und Sorgen des hellenischen Volks&lt;/strong&gt; anzuh&#246;ren.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Denn einige Griechen sind Opfer einer schlechten Politik, die jahrzehntelang nur auf den eigenen Vorteil bedacht war. Und andere sind einfache Staatsbeamte ohne Unternehmergeist, die im Schatten eines korrupten Staates leben, und die sich &#8211; sobald sie die M&#246;glichkeit haben &#8211; dem entziehen. Doch wer sind die Griechen wirklich? Und vor allem: Was denken sie &#252;ber diese ungeheuerliche und nicht enden wollende Situation?&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Stark beschnittene Einkommen, viele Einbu&#223;en&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;In der griechischen Gesellschaft f&#252;hlen sich die J&#252;ngeren von ihrer Elterngeneration hintergangen, sie haben die Lust verloren, sich eine Zukunft aufzubauen (die Jugendarbeitslosenquote liegt bei 51,2 Prozent), sie glauben nicht mehr an das kapitalistische System und sie k&#246;nnen sich nicht erlauben, ein eigenes Leben aufzubauen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Viele haben beschlossen, dem Vaterland den R&#252;cken zu kehren, wie der junge Architekt Jannis, der nach Frankreich auswandern musste, um in seiner Branche Arbeit zu finden. Unter den Erwachsenen und Rentnern gibt es solche, die finanziell nur schwer bis ans Monatsende kommen und die den Alltag mit stark beschnittenem Einkommen und vielen Einbu&#223;en meistern m&#252;ssen. Auch sie haben &lt;strong&gt;das Vertrauen in die politischen Institutionen verloren&lt;/strong&gt;, schimpfen auf die vergangenen Regierungen, doch bewahren sich die Hoffnung auf ein besseres Leben.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;In den letzten Wochen wollte ich die Stimmen einiger Griechen h&#246;ren, j&#252;ngerer und &#228;lterer, um herauszufinden, welche &#196;ngste und Erwartungen sie haben, was sie &#252;ber die letzten Wahlen denken und was ihrer Meinung nach die Ursachen f&#252;r eine derart schwere Krise in Griechenland sind. Zehn einfache Fragen, um die wahren Opfer dieses sozialen und wirtschaftlichen Erdbebens zu Wort kommen zu lassen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;In gewisser Weise sind die Antworten ein Protestschrei nach Jahrzehnten voll verkehrter Politik, korrupter Politiker und zu wenigen Reformen im Dienste der Gesellschaft. Alle meinen, die Krise habe etwa vor zwei Jahren begonnen, Ende 2010.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Obwohl schon 2009 die ersten Anzeichen der Krise deutlich wurden, haben die einfachen Leute sie erst zu sp&#252;ren bekommen, als der Staat anfing, den B&#252;rgern in die Tasche zu greifen &#8211; Einkommen wurden beschnitten, die Renten halbiert. Ein Aspekt, der nachdenklich macht, denn das zeigt, dass der Staat fast zwei Jahre gebraucht hat, um Sanierungsma&#223;nahmen einzuleiten. Die Antworten der Interviewten sind oft gleich oder &#228;hnlich und bringen &lt;strong&gt;Zweifel am Wahlsystem&lt;/strong&gt; zum Ausdruck. Denn dieses sei ungerecht, wie auch Geschichtslehrerin Vassiliki Sakka meint: &lt;i&gt;&#8222;Perfekt ma&#223;geschneidert f&#252;r ein paar Parteien.&#8220;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; &lt;span class='csfoo htmla'&gt;&lt;/span&gt;&lt;dl class='spip_document_4281 spip_documents spip_documents_center'&gt; &lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;IMG/jpg/6229441527_1d1c2c9321_z.jpg&quot; title='Griechenland ist pleite...&lt;br /&gt;...und die Bev&#246;lkerung zahlt daf&#252;r. Quelle: http://www.flickr.com/photos/dullhunk/' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L320xH235/6229441527_14a77-cabde.jpg' width='320' height='235' alt='JPEG - 159.9 kB' style='height:235px;width:320px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dt class='spip_doc_titre'&gt;&lt;strong&gt;Griechenland ist pleite...&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dd class='spip_doc_descriptif'&gt;&lt;p&gt;...und die Bev&#246;lkerung zahlt daf&#252;r.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Quelle: &lt;a href='http://www.flickr.com/photos/dullhunk/' class='spip_out' rel='external'&gt;http://www.flickr.com/photos/dullhunk/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/dd&gt; &lt;/dl&gt;&lt;span class='csfoo htmlb'&gt;&lt;/span&gt;
&lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Falsche F&#252;hrung, Vetternwirtschaft und Klientelpolitik&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Alle sind der Meinung, der Wandel der politischen Haltung bei den letzten Wahlen sei ein Protest gewesen, um zu zeigen, dass die Mittel und Wege, mit der die Krise bek&#228;mpft werden soll, ge&#228;ndert werden m&#252;ssen. Und auch, um die zwei gro&#223;en alten Parteien, &lt;strong&gt;Pasok und Nea Demokratia&lt;/strong&gt;, abzustrafen. Das Wahlergebnis der neonazistischen Partei Chrys&#237; Avg&#237; [dt. Goldene Morgend&#228;mmerung], die bei den letzten Wahlen 7% gewonnen hat, erschreckt die Bev&#246;lkerung und zeigt, was f&#252;r einen Zorn das Volk gegen die Institutionen hat.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Bei der Frage, ob die Regierungen der letzten f&#252;nf Jahre die Krise nicht gut gehandhabt und Griechenland in die Bredouille gebracht h&#228;tten, sahen alle die Schuld bei der falschen politischen F&#252;hrung, der Vetternwirtschaft und der Klientelpolitik, die Griechenland an den Rand des wirtschaftlichen Zusammenbruchs gef&#252;hrt haben.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Keiner der Interviewten ist der Meinung, dass die Krise durch die Einf&#252;hrung des Euro ausgel&#246;st wurde, auch wenn sie betonen, wie z. B. die jungen Studentinnen Eirini und Andrica, dass beim Eintritt Griechenlands in die Eurozone die Regierung von den Vorteilen des Euros f&#252;r die Nation profitiert, gleichzeitig aber in Bezug auf die Lage der griechischen Wirtschaft gelogen habe.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Das m&#246;gliche &lt;strong&gt;Ausscheiden der Nation aus der Eurozone&lt;/strong&gt; erschreckt alle Interviewten, die geschlossen der Meinung sind, dass dies das Ende ihrer eigenen Wirtschaft und der Anfang des Niedergangs anderer europ&#228;ischer Volkswirtschaften w&#228;re. Katerina, Professorin aus Pireo meint: &lt;i&gt;&#8222;Das Ausscheiden w&#228;re ein Desaster, wir m&#252;ssen in der Eurozone bleiben, aber wir m&#252;ssen auch &#252;berleben.&#8220;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Dieses Bild beschreibt anschaulich die Probleme, denen sich das griechische Volk gegen&#252;ber sieht. Einerseits ist da die schwierige wirtschaftliche Situation mit der &#252;berm&#228;&#223;ig starken Besteuerung und den niedrigen Einkommen, die es den Menschen nicht erlaubt, sich zu erholen. Andererseits herrscht ein absolutes Misstrauen gegen&#252;ber den Politikern, die in den letzten Jahren gescheitert sind - aber noch heute auf dem Anspruch beharren, zu wissen, wie die dramatische Situation gel&#246;st werden k&#246;nne.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Gedem&#252;tigt und alleingelassen von der europ&#228;ischen Familie&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Trag&#246;die, Verzweiflung, Ungewissheit und Wahnsinn sind die Worte, die bei den Interviews immer wieder genannt werden. Das ist essenziell, um zu verstehen, was die Griechen heute denken. &lt;strong&gt;In der Vergangenheit optimistisch und stolz auf ihre Gesellschaft und Herkunft&lt;/strong&gt;, f&#252;hlen sie sich heute gedem&#252;tigt und alleingelassen von ihrer europ&#228;ischen Familie. Nicht einmal die G&#246;tter scheinen ihnen aus der Patsche helfen zu wollen: Ganz alleine m&#252;ssen sie das Monster besiegen, das ihre eigenen Politiker geschaffen haben.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Kurz nach der zweiten griechischen Wahl innerhalb von zwei Monaten, die eine konsevativ-gem&#228;&#223;igte Regierung hervorbrachte, starten DIE EUROS eine Interview-Serie mit Studenten, Professoren, Angestellten &#8211; gew&#246;hnlichen Menschen eben. Ziel ist es, zu zeigen, was in klassischen Zeitungen keinen Platz findet, &#252;ber den Tellerrand der Troika, der Kommission und der Bilanzen hinauszublicken, um am Ende wieder Vertrauen in ein Volk zu gewinnen, das doch immerhin die Wiege der Demokratie ist, und das Europa 1981 unbedingt in seine paneurop&#228;ische Gemeinschaft eingliedern wollte.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;i&gt;Demn&#228;chst:&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Teil 1: Vassiliki und Jannis.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Teil 2: Katerina und Nick.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>ACTA sunt servanda? </title>
		<link>http://www.dieeuros.eu/ACTA-sunt-servanda,5595.html</link>
		<guid isPermaLink="true">http://www.dieeuros.eu/ACTA-sunt-servanda,5595.html</guid>
		<dc:date>2012-06-15T05:27:14Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Tommaso SOAVE</dc:creator>


		<dc:subject>Medien und Informationsgesellschaft</dc:subject>
		<dc:subject>Forschung und Technologie</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Das ACTA-Abkommen sorgt f&#252;r heftige Diskussionen. Zu Unrecht: Viele Ma&#223;nahmen sind nicht neu.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/-Opinions-.html" rel="directory"&gt;1. Meinungen&lt;/a&gt;

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&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Kultur-und-Medien-+.html" rel="tag"&gt;Medien und Informationsgesellschaft&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Recherche-et-technologie-+.html" rel="tag"&gt;Forschung und Technologie&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L150xH101/arton5595-34d71.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width='150' height='101' class='spip_logos' style='height:101px;width:150px;' /&gt;
		&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;Das ACTA-Abkommen sorgt f&#252;r heftige Diskussionen. Zu Unrecht: Viele Ma&#223;nahmen sind nicht neu.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Patente, Markenzeichen, Urheberrechte usw. &#8211; das symphonische Crescendo, das im globalen Recht des geistigen Eigentums (eng. intellectual property, IP) in den letzten zwei Jahrzehnten ert&#246;nte, scheint kein Ende nehmen zu wollen. Nach der Verabschiedung des sogenannten &lt;strong&gt;&lt;a href='http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/trips-abkommen.html' class='spip_out' rel='external'&gt;TRIPS-&#220;bereinkommens&lt;/a&gt; (&#220;bereinkommen &#252;ber handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums)&lt;/strong&gt; als Teil der Rahmenbedingungen der Etablierung der Welthandelsorganisation (World Trade Organisation, WTO) im Jahr 1994 und der Verbreitung bilateraler IP Instrumente zu Beginn des Jahrtausends, haben einige Industriel&#228;nder &#8211; angef&#252;hrt durch die USA, Kanada, die EU, Schweiz, Japan und Australien &#8211; vor kurzem das Konzept eines neuen Vertragsprojektes vervollst&#228;ndigt, allseits bekannt unter dem Akronym &lt;strong&gt;ACTA (&#220;bereinkommen zur Bek&#228;mpfung von Produkt- und Markenpiraterie)&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die Verhandlungen, 2006/2007 in einem informellen Rahmen aufgenommen, liefen lange hinter verschlossenen T&#252;ren. Erst 2008 ver&#246;ffentlichte WikiLeaks ein vertraulich an eine Gruppe multinationaler Konzerne &#252;bergebenes ACTA-Impulspapier und die Welt wurde &#252;ber die Ereignisse in Kenntnis gesetzt. Man kann sich gut den Schock der anderen vorstellen, als sie herausfanden, dass sie bis zur Endphase vom Planungsprozess ausgeschlossen wurden &#8211; all die am Schutz der IP-Regeln interessierten, nicht miteinbezogenen L&#228;nder, die Weltorganisation f&#252;r geistiges Eigentum (World Intellectual Property Organization, WIPO), die WTO, NGOs, sowie nat&#252;rlich die B&#252;rger.&lt;span class='csfoo htmla'&gt;&lt;/span&gt; [&lt;a href='#nb1' class='spip_note' rel='footnote' title='Die im vorliegenden Artikel ge&#228;u&#223;erten Gedanken und Meinungen sind alleiniges (...)' id='nh1'&gt;1&lt;/a&gt;]&lt;span class='csfoo htmlb'&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Zwischen Ablehnung und Ratifizierung&lt;/h3&gt;
&lt;span class='csfoo htmla'&gt;&lt;/span&gt;&lt;dl class='spip_document_4272 spip_documents spip_documents_left' style='float:left;width:240px;'&gt; &lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;IMG/jpg/6856717251_e4aa124d1f_z.jpg&quot; title='Anonym gegen ACTA&lt;br /&gt;Anti-ACTA-Demonstration in Tallin. Quelle: http://www.flickr.com/photos/ottodv/' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L240xH320/6856717251_e5094-f786c.jpg' width='240' height='320' alt='JPEG - 213.7 kB' style='height:320px;width:240px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dt class='spip_doc_titre'&gt;&lt;strong&gt;Anonym gegen ACTA&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dd class='spip_doc_descriptif'&gt;&lt;p&gt;Anti-ACTA-Demonstration in Tallin.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Quelle: &lt;a href='http://www.flickr.com/photos/ottodv/' class='spip_out' rel='external'&gt;http://www.flickr.com/photos/ottodv/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/dd&gt; &lt;/dl&gt;&lt;span class='csfoo htmlb'&gt;&lt;/span&gt;
&lt;p&gt;Das Abkommen liegt im Moment zur Unterzeichnung derjenigen L&#228;nder vor, die sich bis Mai 2013 daran halten wollen, und nach der sechsten Ratifizierung in Kraft treten. In der Zwischenzeit hat das ACTA-Projekt heftige Reaktionen bei einem Teil der Zivilgesellschaft hervorgerufen und gipfelte in einer Reihe zeitgleicher Demonstrationen in unz&#228;hligen europ&#228;ischen St&#228;dten Anfang 2012. In der Folge hat Polen bereits angek&#252;ndigt, das Abkommen nicht zu ratifizieren, w&#228;hrend Deutschland und die Tschechische Republik den Inhalt vorsichtig &#252;berpr&#252;fen wollen, bevor sie einwilligen. Dieses Z&#246;gern k&#246;nnte das Schicksal des ACTA-Vorhabens in Europa besiegeln, denn die Europ&#228;ische Kommission hat vorgeschlagen, &lt;strong&gt;das rechtlich als &#8222;konfus&#8221; eingestufte &#220;bereinkommen&lt;/strong&gt; sowohl durch die EU als auch durch die Mitgliedsstaaten unterzeichnen zu lassen. Mit anderen Worten: Polens &#8222;Nie!&#8220; k&#246;nnte ACTAs Inkrafttreten in Europa wenn nicht ver-, so doch behindern.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Warum ist ACTA so umstritten? Die Antwort ist &#8211; wie &#252;blich &#8211; nicht so offensichtlich, wie man annehmen k&#246;nnte. Man muss sie hinter ideologisch vorgefertigten Ideen suchen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Im Wesentlichen zwingt ACTA die EU-Mitgliedstaaten zur &lt;strong&gt;Einf&#252;hrung zahlreicher Sanktionen und Rechtsmittel&lt;/strong&gt; gegen nat&#252;rliche oder juristische Personen, die f&#252;r die Verletzung von IP-Rechten verantwortlich sind. So ist beispielsweise jeder Staat zur Kriminalisierung und Etablierung geeigneter Ma&#223;nahmen gegen internationale Verletzung von Urheberrechten (ungeachtet des wirtschaftlichen Nutzens, den der Rechtsverletzer daraus erh&#228;lt), F&#228;lschung von Markenartikel etc. angehalten. Von einem b&#252;rgerlichen Standpunkt aus betrachtet werden die IP-Rechtsinhaber besser dazu in der Lage sein, ihre Interessen zu vertreten &#8211; und zwar durch den R&#252;ckgriff auf verbesserte prozessuale und administrative L&#246;sungen, darunter z.B. gerichtliche Verf&#252;gungen und eine Deckung des entgangenen Gewinns.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Zus&#228;tzlich zu den Sanktionen im strengen Sinne sieht ACTA des Weiteren eine bedeutende &lt;strong&gt;Erweiterung von &#220;berwachungsmechanismen&lt;/strong&gt; zur Vorbeugung von IP-Verletzungen vor. So werden Zollbeh&#246;rden in der Lage sein &#8211; aus eigener Antriebskraft heraus oder auf eine motivierte Anfrage von IP-Rechtsinhabern hin &#8211; die Ver&#246;ffentlichung von Waren zu suspendieren, die unter dem Verdacht stehen, gegen IP-Rechte zu versto&#223;en, diese auf unbestimmte Zeit festzuhalten und die von potentieller Verletzung betroffenen Parteien zu informieren. Au&#223;erdem werden Internet-Dienstanbieter die Verpflichtung haben, jegliche sich auf ihren Servern ereignente Verst&#246;&#223;e an die zust&#228;ndigen Beh&#246;rden zu melden und (m&#246;glicherweise) die technischen &#220;berwachungsmittel der Internetnutzer zu erh&#246;hen.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Erg&#228;nzung statt eigenst&#228;ndiges Abkommen&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wie zu erwarten war, hat die Strenge der oben aufgef&#252;hrten Ma&#223;nahmen Bedenken bei breiten Massen der Zivilgesellschaft hervorgerufen &#8211; insbesondere bei Vereinigungen, die f&#252;r den Schutz der freien Meinungs&#228;u&#223;erung werben. Es ist kein Zufall, dass das Kollektiv &#8222;Anonymous&#8220; sich bereits gegen die Umsetzung von ACTA ausgesprochen hat, bedenkt man ihre illegalen und fragw&#252;rdigen Praktiken, wie z.B. Hack-Attacken gegen die Kartellbeh&#246;rde (Federal Trade Comission, FTC) und andere US Regierungsstellen. Dennoch birgt die &lt;strong&gt;Fokussierung auf die repressiven Aspekte&lt;/strong&gt; von ACTA das Risiko einer einseitigen und fehlgeleiteten Interpretation der komplexen Aspekte der Vereinbarung. In diesem Fall w&#252;rde man, um es bildlich auszudr&#252;cken, den Wald vor lauter B&#228;umen nicht sehen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Der entscheidende Punkt von ACTA ist paradoxerweise das, was das &#220;bereinkommen nicht explizit erw&#228;hnt. Das momentan den Mitgliedstaaten vorliegende Projekt bestimmt nicht eindeutig die wesentlichen IP-Elemente, die Rechte, die in diesen Bereich fallen, sowie den rechtlichen Rahmen. Zum Beispiel wird man beim blo&#223;en Anschauen des Abkommen-Textes nicht die Dauer des Copyrights, den r&#228;umlichen Geltungsbereich eines Patents, erkennen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Vor diesem Hintergrund spielt die allgemeine, zu Beginn des &#220;bereinkommens platzierte Bestimmung, eine zentrale Rolle: Die durch ACTA gesch&#252;tzten IP-Rechte sind diejenigen, die in allen anderen vorhandenen internationalen IP-Instrumenten definiert sind &#8211; allen voran das TRIPS-&#220;bereinkommen von 1994. Mit anderen Worten: &lt;strong&gt;ACTA steht nicht f&#252;r sich selbst&lt;/strong&gt;, sondern erg&#228;nzt eher anderswo festgelegte Regeln, und dies in einem erweiterten Rahmen einer umfassenden Strategie f&#252;r die schrittweise Erweiterung der IP-Sicherung im internationalen Kontext.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Ein fortlaufender Wechsel von Foren&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wie &lt;a href='http://www.law.duke.edu/fac/helfer' class='spip_out' rel='external'&gt;Laurence Helfer&lt;/a&gt; &lt;i&gt;(ein international angesehener Rechtsexperte, der sich insbesondere mit dem Urheberrecht besch&#228;ftigt, Anm. d. Red.)&lt;/i&gt; beobachtet hat, basiert dieser komplexe Mechanismus auf einem fortlaufenden Wechsel von Foren, in welchen die IP-Regeln diskutiert und aufgerufen werden. Und auch abgewehrt. Von der zweiten H&#228;lfte des 19. Jahrhunderts bis zu den fr&#252;hen 1990er Jahren wurde das aufbl&#252;hende IP-Regime von einer Handvoll internationaler Abkommen wie dem Pariser &#220;bereinkommen oder der Berner &#220;bereinkunft geregelt. Diese Instrumente sahen allerdings &lt;strong&gt;keine verbindlichen Ma&#223;nahmen&lt;/strong&gt; vor, sondern &#252;berlie&#223;en die Durchsetzung der darin enthaltenen Verpflichtungen dem Wohlwollen der Staaten. In diesem Kontext griffen die Nationen auf komplizierte Systeme bilateraler und regionaler Einigungen mit gleichgesinnten Partnern zur&#252;ck.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Der erste bedeutende Forenwechsel ereignete sich im Jahr 1994 mit der Verabschiedung des TRIPS-&#220;bereinkommens, worin die Mitglieder des damaligen Neulings WTO sich zum ersten Mal selbst dazu verpflichteten, verbindliche IP-Standards durchzusetzen &#8211; z.B. 21j&#228;hrige Patente auf alle Arten von Erfindungen, 27j&#228;hrige Urheberrechte sowie Markenzeichen auf allen charakteristischen Aufschriften und Angaben &#8211; unter der Aufsicht einer internationaler Institution mit der Aufgabe, die von den Verhandlungspartnern festgelegten Verpflichtungen zu &#252;berwachen. Die umfassenden Proteste, die der Inkraftsetzung von TRIPS folgten und von einer Gruppe von Industriel&#228;ndern und zahlreichen NGOs angef&#252;hrt wurden, m&#252;ndeten letzten Endes in der so genannten &lt;strong&gt;&lt;a href='http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/doha-runde.html' class='spip_out' rel='external'&gt;Erkl&#228;rung von Doha&lt;/a&gt; 2001&lt;/strong&gt;. In dieser erkannten die WTO-Mitglieder die Risiken an, die der ma&#223;lose Schutz pharmazeutischer Patente mit sich brachte, unter R&#252;cksichtnahme auf den Zugang zu erschwinglichen generischen Arzneimitteln. Man kam &#252;berein, einige Flexibilit&#228;ten und legale Absicherungen zu bewilligen, um die Produktion und internationalen Handel von nichtpatentierten Medikamenten zu sichern.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Trotz des Aktivwerdens war dieser &#8222;Sieg&#8221; nur von kurzer Dauer: Kurz nach der Doha-Erkl&#228;rung begannen Industriel&#228;nder oder -zusammenschl&#252;sse wie die USA oder die EU damit, &#252;ber IP-Klauseln innerhalb eines Rahmens von regionalen und bilateralen Handelsabkommen mit Entwicklungsl&#228;ndern zu verhandeln. Diese &#220;bereink&#252;nfte, die gelegentlich als &lt;strong&gt;&#8222;TRIPS+&#8221;&lt;/strong&gt; bezeichnet wurden, weil sie IP-Standards festlegten, die sogar h&#246;her als diejenigen in der urspr&#252;nglichen TRIPS-&#220;bereikunft waren, markierten einen weiteren Wechsel der Verhandlungsforen und erlaubten den Industriestaaten, die diplomatische Koalition der &#228;rmeren L&#228;nder aufzuheben, da ihnen die unaufh&#246;rliche Erweiterung des IP-Schutzes missfiel.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Das Schl&#252;sselelement des ganzen Prozesses (in dem ACTA lediglich eine geringe Rolle spielt) besteht darin, dass die neuen internationalen Abkommen den durch existierende Instrumente festgelegten IP-Schutz nur erh&#246;hen und niemals verringern k&#246;nnen, was wiederum zu einer endlosen Spirale f&#252;hrt.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Alles eine Frage des Zugangs?&lt;/h3&gt;
&lt;span class='csfoo htmla'&gt;&lt;/span&gt;&lt;dl class='spip_document_4273 spip_documents spip_documents_center'&gt; &lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;IMG/jpg/6857364111_21273f4a62_z.jpg&quot; title='Zeitgleiche Proteste&lt;br /&gt;Dabei bietet ACTA nichts wirklich Neues. Quelle: http://www.flickr.com/photos/negrab/' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L320xH214/6857364111_26785-e03a9.jpg' width='320' height='214' alt='JPEG - 307.3 kB' style='height:214px;width:320px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dt class='spip_doc_titre'&gt;&lt;strong&gt;Zeitgleiche Proteste&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dd class='spip_doc_descriptif'&gt;&lt;p&gt;Dabei bietet ACTA nichts wirklich Neues.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Quelle: &lt;a href='http://www.flickr.com/photos/negrab/' class='spip_out' rel='external'&gt;http://www.flickr.com/photos/negrab/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/dd&gt; &lt;/dl&gt;&lt;span class='csfoo htmlb'&gt;&lt;/span&gt;
&lt;p&gt;Was bedeutet dies f&#252;r die Gesellschaft und die Politik? Versuchen wir mal, Klartext zu reden und nicht an vorangegangene Schlussfolgerungen festhalten: Das Konzept des Eigentums von Ideen und geistigen Sch&#246;pfungen ist als solches keine schlechte Sache. Im Gegenteil! Das Konzept enth&#228;lt eine wunderbare wirtschaftliche Motivation f&#252;r technologische und k&#252;nstlerische Neuerungen. Diese Motivation spielt eine besonders wichtige Rolle in einer Welt, in der Wissen den Schl&#252;ssel zur Entwicklung darstellt. Nehmen wir z.B. Patente oder Erfindungen: Bei &lt;strong&gt;Abwesenheit eines rechtlichen Schutzes&lt;/strong&gt; w&#252;rde jedes Unternehmen, das gro&#223;e Mengen an Geld und Zeit in Forschung und Entwicklung investiert, nicht in der Lage sein, die Kosten seiner Bem&#252;hungen ausgleichen zu k&#246;nnen, weil jeder Konkurrent das neue Produkt oder den Prozess kopieren und den sich daraus ergebenden kommerziellen Gewinn einstreichen d&#252;rfte, ohne jedoch die Forschungskosten tragen zu m&#252;ssen. Genauso w&#228;re es auch m&#246;glich, Produkte mit solch bekannten Marken wie &#8222;Apple&#8221; oder &#8222;Barilla&#8221; zu f&#228;lschen, wodurch die Konsumenten mit den charakteristischen Merkmalen der Waren get&#228;uscht w&#252;rden. Dies wiederum h&#228;tte h&#246;chst unerw&#252;nschten Nachwirkungen f&#252;r die Sicherheit, die Wettbewerbsbedingungen und, schlussendlich, die Qualit&#228;t der Produkte selbst . Die Liste lie&#223;e sich fortf&#252;hren.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Wie auch immer: Die Erfahrung der letzten 20 Jahren hat gezeigt, wie ein bedingungsloser und uneingeschr&#228;nkter Schutz der IP-Rechte zum Risiko einer Untergrabung &#8211; anstelle von F&#246;rderung &#8211; bestimmter Dimensionen menschlichen Wohls f&#252;hren, und die h&#246;chstm&#246;gliche Freude bestimmter fundamentaler Rechte und Freiheiten behindern kann.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Ohne solche eine &lt;strong&gt;komplexe Diskussion&lt;/strong&gt; auf ein paar Zeilen reduzieren zu wollen reicht es, wenn man sich Gedanken &#252;ber das oben genannte Problem des Zugangs zu grundlegenden Medikamenten macht: Da patentierte Medikamente &#252;blicherweise zu einem h&#246;heren Marktpreis angeboten werden als gew&#246;hnliche &#8211; um den n&#246;tigen Ertrag zu sichern, den die Pharmaunternehmen brauchen, damit sie ihre Forschungskosten decken k&#246;nnen &#8211;, k&#246;nnten die armen und benachteiligten sozialen Bereiche in der Dritten Welt Zeugen einer drastischen Reduktion ihrer Zugangsm&#246;glichkeiten zu lebenserhaltenden Medikamenten werden. Man denke nur an HIV, AIDS, Tuberkulose oder Malaria. Ein weiteres Anschauungsbeispiel ist die traditionnelle Kultur indigender Gemeinschaften auf der ganzen Welt: Da sie f&#252;r gew&#246;hnlich die ihnen zur Verf&#252;gung stehenden Rechtsmittel innerhalb der entsprechenden nationalen Gesetze nicht kennen, k&#246;nnte ihr Wissen von denen ausgebeutet werden, die einen besseren Zugang zum IP-Regime haben. Die unwissenden V&#246;lker w&#228;ren nicht dazu in der Lage, den wirtschaftlichen Nutzen aus ihren eigenen Entwicklungen zu ziehen. Schlussendlich lohnt es sich, die komplexen und bedeutsamen Probleme zu nennen, die mit dem freien Zugang zum Internetwissen zusammenh&#228;ngen. Diese &lt;strong&gt;Zugangsm&#246;glichkeiten&lt;/strong&gt; k&#246;nnten mit einer Erweiterung der Urheberrechtsgesetze, gekoppelt mit strikten &#220;berwachungssystemen, drastisch zur&#252;ckgehen.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Zwei Fraktionen, die nicht kommunizieren&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Diese Analyse bringt uns zu einigen &lt;strong&gt;vorl&#228;ufigen Schlussfolgerungen&lt;/strong&gt;. Erstens: Das Konzept des Ideeneigentums sollte nicht um jeden Preis gesch&#252;tzt werden, sondern eher ein Mittel sein, h&#246;here politische Ziele im sozialen, wirtschaftlichen und politischen Bereich erreichen und zum Gemeinwohl der Gesellschaft beitragen zu wollen. Zweitens: Die Debatte um ACTA polarisiert zu sehr zwischen zwei Fraktionen, die offensichtlich nicht in der Lage sind, miteinander zu kommunizieren und die Argumente des jeweils anderen zu verstehen. Auf der einen Seite stehen die Verhandlungspartner, die die Interessen der Nordhalbkugel vertreten und die vorgeben, externe soziale Effekte nicht zu kennen, die die von ihnen vertretene Politik mit sich bringt; auf der anderen Seite geben B&#252;rgervereinigungen vor, die systemrelevanten Vorteile nicht zu verstehen, die sich aus dem Schutz der IP-Rechte ergeben und erweisen sich als kritiklos der Position der S&#252;dhalbkugel gegen&#252;ber, die als Besch&#252;tzer der menschlichen Moral angesehen wird.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Eine Sache scheint sicher zu sein: Selbst wenn es zum Gesetz werden sollte, wird ACTA &lt;strong&gt;nicht die letzte Schlacht im aktuellen globalen Kampf&lt;/strong&gt; sein &#8211; andere Instrumente und M&#228;chte werden sicherlich die n&#228;chsten T&#246;ne der Symphonie anzugeben. Auch wenn sie berechtigt sind: Die Proteste reichen nicht aus, denn die Definition des geistigen Eigentums und seiner Grenzen ist eine zu wichtige Frage f&#252;r wirtschaftliche Entwicklungsmodelle und eine akzeptiertere Verm&#246;gensverteilung. Die weiteren Schritte werden in einer Art und Weise diskutiert werden m&#252;ssen, die gemeinschaftlicher ist und mehr Teilnehmer zul&#228;sst.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;p&gt;&lt;span class='csfoo htmla'&gt;&lt;/span&gt;[&lt;a href='#nh1' id='nb1' class='spip_note' title='Notizen 1' rev='footnote'&gt;1&lt;/a&gt;] &lt;span class='csfoo htmlb'&gt;&lt;/span&gt;Die im vorliegenden Artikel ge&#228;u&#223;erten Gedanken und Meinungen sind alleiniges Produkt der Ansichten des Autors und reflektieren nicht zwangsl&#228;ufig die Positionen von Sidley Austin LLP oder einer anderen nat&#252;rlichen oder juristischen Person, mit der der Autor in der Vergangenheit in Verbindung gebracht worden sein k&#246;nnte.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>&#8222;Europa bringt uns dazu, uns gegenseitig nicht zu m&#246;gen&#8220;</title>
		<link>http://www.dieeuros.eu/Europa-bringt-uns-dazu-uns,5562.html</link>
		<guid isPermaLink="true">http://www.dieeuros.eu/Europa-bringt-uns-dazu-uns,5562.html</guid>
		<dc:date>2012-05-29T11:23:53Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Francesco MOLICA</dc:creator>


		<dc:subject>Wirtschafts- und W&#228;hrungsunion</dc:subject>
		<dc:subject>Gro&#223;britannien </dc:subject>
		<dc:subject>Europ&#228;isches Parlament</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Nigel Farage, britischer Europaabgeordneter, &#252;ber unf&#228;hige Politiker und warum die EU &#252;berfl&#252;ssig ist.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/-Focus-on-News-.html" rel="directory"&gt;1. Aktualit&#228;tszoom&lt;/a&gt;

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&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Politiques-economiques-et-+.html" rel="tag"&gt;Wirtschafts- und W&#228;hrungsunion&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-United-Kingdom-+.html" rel="tag"&gt;Gro&#223;britannien &lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Parlement-europeen,190-+.html" rel="tag"&gt;Europ&#228;isches Parlament&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L150xH101/arton5562-d5940.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width='150' height='101' class='spip_logos' style='height:101px;width:150px;' /&gt;
		&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;Nigel Farage, britischer Europaabgeordneter der United Kingdom Independence Party (UKIP), &#252;ber unf&#228;hige Politiker und warum die EU &#252;berfl&#252;ssig ist.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Auf die Europ&#228;ische Union angesprochen, h&#228;lt der britische Europaparlamentarier Nigel Farage mit seiner Meinung nicht hinterm Berg. Seiner Ansicht nach war der Euro von Anfang an ein &lt;i&gt;&#8222;riesiger, katastrophaler und dummer Fehler&#8220;&lt;/i&gt; und er sieht d&#252;stere Zeiten auf die EU zukommen, wenn die Regierungen ihre Pl&#228;ne zur Bek&#228;mpfung der Krise nicht &#228;ndern. Die Ernennung von Mario Monti zum neuen italienischen Ministerpr&#228;sidenten &lt;i&gt;[im November 2011, Anm. d. Red.]&lt;/i&gt; bezeichnet er als &lt;i&gt;&#8222;Staatsstreich&#8220;&lt;/i&gt;. Auch andere EU-Spitzenpolitiker, wie Jos&#233; Barroso, Herman Van Rompuy, &lt;i&gt;&#8222;Architekten dieses Scheiterns&#8220;&lt;/i&gt;, verschont er nicht mit zuweilen heftiger Kritik. Im Gespr&#228;ch mit DIE EUROS erl&#228;utert der Vorsitzende der britischen United Kingdom Independence Party (UKIP) und neuer Star des euroskeptischen Lagers seine Sicht von Europa.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Glauben Sie, die f&#252;hrenden Politiker der Eurozone h&#228;tten die aktuelle Krise verhindern oder zumindest ihren Schaden begrenzen k&#246;nnen?&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Nicht wirklich. Der Euro war von Anfang an eine Fehlkonstruktion. Vom ersten Tag an. Viele von uns waren immer der Meinung, dass der Euro ein riesiger, katastrophaler und dummer Fehler war. Auch eine von Anfang an st&#228;rkere fiskale Kontrolle h&#228;tte nichts ge&#228;ndert. Es existiert ein &lt;strong&gt;grunds&#228;tzliches Ungleichgewicht&lt;/strong&gt; zwischen den n&#246;rdlichen und den s&#252;dlichen Staaten Europas. In Bezug auf die Wettbewerbsf&#228;higkeit wird dieses Ungleichgewicht auch in Zukunft weiter bestehen. Au&#223;erdem sind die kulturellen Unterschiede so riesig, dass diese Krise vorhersehbar war.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Es sieht tats&#228;chlich so aus, als w&#252;rden Ihre d&#252;steren Prognosen bez&#252;glich einer m&#246;glichen Euro-Krise wahr werde.&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ich denke, dass das, was gerade passiert, eigentlich noch viel schlimmer sein k&#246;nnte.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Was erwartet uns in Zukunft? Was wird in den n&#228;chsten Monaten geschehen?&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die wirklich be&#228;ngstigende Phase hat gerade erst angefangen. Meine bisherigen Prognosen basierten auf wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Man wird sehen, dass ich Recht hatte. Jetzt aber kommen wir in eine andere Phase &#8211; die der &#246;ffentlichen Ver&#228;rgerung, der Hoffnungslosigkeit und der Verzweiflung. Italien ist noch nicht in dieser Phase. Griechenland aber sehr wohl, und Portugal ist auf dem besten Weg dorthin. Und auch in Spanien gibt es erste Hinweise, dass das Land in dieses Stadium abrutschen k&#246;nnte. &lt;strong&gt;Verzweifelte Menschen tendieren zu Verzweiflungshandlungen&lt;/strong&gt;. Es ist sehr schwer f&#252;r mich vorauszusagen, was demn&#228;chst geschehen wird. Ich kann aber sagen, dass ich wirklich Angst vor den Konsequenzen habe.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Sie sprechen &#252;ber Ver&#228;rgerung. Wenn die Eurozone tats&#228;chlich auseinanderbricht, wird das zu noch gr&#246;&#223;erer Ver&#228;rgerung und mehr sozialen Unruhen f&#252;hren...&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Es gibt zwei M&#246;glichkeiten. Wir k&#246;nnen mit dem Modell weitermachen, das von Anfang an falsch war und dessen Erfinder bei ihrem Versuch, es zu verteidigen, inzwischen bereit sind, die Demokratie zu zerst&#246;ren, indem sie in Staaten wie Italien und Griechenland &#246;ffentliche Regierungen einsetzen. Jetzt werden diesen L&#228;ndern, die ohnehin immer tiefer in die Krise rutschen, harte Auflagen aufgezwungen. Noch befinden diese Staaten sich nicht in einer Rezession, aber doch in einer Depression. Wenn wir also diesen Weg weitergehen, f&#252;hrt er uns &lt;strong&gt;direkt in die Katastrophe&lt;/strong&gt;. Ich pl&#228;diere stattdessen f&#252;r den Mut, genau jetzt eine andere Richtung einzuschlagen. Nat&#252;rlich kann ich nicht sagen, dass das kurzfristig ganz ohne Risiken w&#228;re. Nat&#252;rlich gibt es Risiken. Ich behaupte aber, welche kurzfristigen Kosten es auch immer etwa f&#252;r Griechenland g&#228;be: Nach sechs bis acht Wochen w&#252;rden die Griechen feststellen, dass aufgrund der W&#228;hrungsabwertung pl&#246;tzlich Millionen von Menschen Urlaub in Griechenland buchen und dass pl&#246;tzlich Geld, Menschen und Investitionen zur&#252;ck in die griechische Wirtschaft flie&#223;en.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Trotzdem ist das Risiko hoch.&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ich vermute, dass die Risiken dieses Weges deutlich geringer w&#228;ren, als die Risiken des Weges, auf dem wir uns im Moment befinden. Das ist typisch f&#252;r Politiker: Sogar wenn sie objektiv Fehler gemacht haben, tendieren sie dazu, den Status quo aufrecht zu erhalten und argumentieren, die Alternative f&#252;hre in den Ruin. Das ist immer so. Wor&#252;ber ich mich am meisten &#228;rgere ist, dass wir keine Notfallpl&#228;ne gemacht haben. Die h&#228;tten wir uns in den vergangenen achtzehn Monaten &#252;berlegen m&#252;ssen. Und ehrlich gesagt denke ich, dass man Kommissionspr&#228;sident Jos&#233; Manuel Barroso und Ratspr&#228;sident Herman Van Rompuy im Nachhinein sehr schlecht beurteilen wird, eben weil die &lt;strong&gt;keine Notfallpl&#228;ne&lt;/strong&gt; vorbereitet haben. Wenn man ein Unternehmen leitet, hat man einen Plan B. Was, wenn das Firmengeb&#228;ude eines Tages abbrennt? Man muss einfach einen Notfallplan f&#252;r alles haben, was man tut. Europas Spitzenpolitiker sind einfach nicht bereit zu akzeptieren, dass etwas nicht nach Plan l&#228;uft. Mein Fazit lautet also: Das Leben ist voller schwerer Entscheidungen, aber f&#252;r mich steht fest, dass der aktuelle Weg in die Katastrophe f&#252;hren wird.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Wird sich die Krise der Eurozone kurzfristig auch auf die britische Wirtschaft auswirken?&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Nat&#252;rlich werden wir Auswirkungen sp&#252;ren. Wir haben Handelsbeziehungen zum europ&#228;ischen Kontinent &#8211; 40 Prozent unseres Handels l&#228;uft mit Europa. .&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Und da w&#228;re es nicht sinnvoll, zum Wohle der britischen Wirtschaft, bei der Bew&#228;ltigung der Eurokrise mitzuhelfen?&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Damit w&#252;rden wir das Scheitern doch nur forcieren, au&#223;erdem Geld verschwenden und daf&#252;r sorgen, dass die Wolken, wenn sie uns erreichen, noch gr&#246;&#223;er sind und uns noch h&#228;rter treffen.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Gibt es in der Europ&#228;ischen Union ein Leben nach dem Zusammenbruch des Euro?&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wenn die Eurozone zusammenbricht, wird es an der Zeit sein, einige gr&#246;&#223;ere und grunds&#228;tzlichere Fragen dar&#252;ber zu stellen, was die Europ&#228;ische Union eigentlich ist. Betrachtet man einmal, wie schlecht sich manche Leute verhalten haben und wie gro&#223; die &lt;strong&gt;Verachtung f&#252;r die Demokratie&lt;/strong&gt; zu sein scheint, gehe ich davon aus &#8211; aber das wird l&#228;nger dauern &#8211; ,dass man zu fragen anfangen wird: Ist das die Europ&#228;ische Union, die wir wollen? Wollen wir wirklich ein Europa, in dem Leute in Br&#252;ssel und Frankfurt, die nicht gew&#228;hlt wurden, entscheiden, wer uns regiert? Bestimmt nicht. Deshalb vermute ich, dass ein Kollaps der Eurozone eine sehr viel intensivere Debatte &#252;ber die EU als Ganzes ausl&#246;sen wird. Und genau aus diesem Grund versuchen unsere Regierungen auch so verzweifelt, &lt;a href='http://www.dieeuros.eu/Warum-es-niemanden-hilft-die-Euro,5295.html?lang=de' class='spip_out'&gt;die Leute im Euro-Club zu halten&lt;/a&gt;: Sie wissen, dass diese Debatte kommt, wenn der Euro scheitert.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Welches EU-Modell w&#252;rden Sie vorschlagen?&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die meisten Menschen in Europa wollen keine politische Union. Da die EU heute eine politische Union ist, stellt sich in Bezug auf die Terminologie deshalb die wichtige Frage: Ist es das, was die Europ&#228;er wollen? Ich glaube nicht. Wenn wir den Europ&#228;ern aber eine &lt;strong&gt;zukunftsf&#228;hige Alternative&lt;/strong&gt; bieten, die auf Handel und Zusammenarbeit basiert und in der u.a. Gleichberechtigung von Arbeitern und studentische Austausche realisiert w&#252;rden, w&#228;ren sie begeistert. Wir haben bereits ein Modell: der Europarat, der seit den 1940er Jahren existiert. Es gibt viele Wege der Zusammenarbeit. Wir brauchen keine Europ&#228;ische Polizei, wir haben Interpol. Wir k&#246;nnen zusammen Probleme angehen, sei es Terrorismus oder Menschenhandel. Wir k&#246;nnen mehr erreichen, wenn wir zusammenarbeiten. Wir brauchen keine Europ&#228;ische Kommission, kein Europaparlament und keinen Europ&#228;ischen Gerichtshof.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Es gibt also keine L&#246;sung f&#252;r das Demokratiedefizit?&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Nein. Die EU hat in den vergangenen sechs Monaten bewiesen, dass sie nicht undemokratisch, sondern schlicht antidemokratisch ist.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Und wie steht es um die Demokratie in den Mitgliedstaaten?&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Gibt es nicht mehr! Gibt es nicht mehr! Einem jungen Griechen bleibt doch nur, auf die Stra&#223;e zu gehen, wenn er nicht zufrieden mit dem ist, was die Beamten der Troika mit seinem Land machen, in dem niemand sie gew&#228;hlt hat und in dem es keine M&#246;glichkeit gibt, durch Wahlen etwas zu &#228;ndern.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Aber Wahlen in Krisenstaaten wie Italien und Griechenland bergen im Moment der Krise die Gefahr einer ver&#228;rgerten Reaktion der M&#228;rkte.&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ach, die M&#228;rkte! Ich habe die M&#228;rkte 20 Jahre lang erlebt. Das ist doch alles Angst. Man nehme Island zum Beispiel: Island ging pleite und verzeichnet jetzt wieder Wachstum. Griechenland ist noch nicht so weit, Portugal auch nicht. Ich habe keine Angst. Nat&#252;rlich werden die M&#228;rkte auf kurze Sicht reagieren und ja, einige Banken werden wegen der Verluste verstaatlicht werden. Aber mit all dem l&#228;sst sich umgehen.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Es scheint aber so, als schw&#228;che die Krise die Europ&#228;ische Union, indem ein eher intergouvernementaler Ansatz forciert wird und dadurch Befugnisse an die Nationalstaaten zur&#252;ckgegeben werden.&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;In gewisser Hinsicht stimmt das. Eine Folge der Krise war insbesondere, dass man Deutschland in eine starke Machtposition ger&#252;ckt hat &#8211; und das aus mindestens zwei Gr&#252;nden: Erstens, weil Barroso und Van Rompuy f&#252;hrungsschwach und nicht kompetent genug sind, und zweitens, weil die beiden nicht legitimiert sind und niemand sie respektiert, eben weil sie nicht gew&#228;hlt wurden. In dieses Vakuum ist Angela Merkel und vielleicht zu einem gewissen Grad auch Nicolas Sarkozy getreten. Die gro&#223;en Staaten haben jetzt mehr zu sagen. Die Frage ist jedoch: Wollen wir in einem von Deutschland dominierten Europa leben? Das glaube ich nicht. Ich glaube auch nicht, dass die Deutschen in einem von Deutschland dominierten Europa leben wollen. Ironisch, oder? Der Grundgedanke hinter der Europ&#228;ischen Union war doch in vielerlei Hinsicht, die &lt;strong&gt;deutsche Hegemonie in Europa&lt;/strong&gt; zu beenden, und jetzt sind wir auf dem Weg genau dorthin. Das ist h&#246;chst ironisch. Ich kenne Deutsche, die nicht wollen, dass Deutschland Europa dominiert, sondern einfach ihr Leben weiterleben m&#246;chten.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Sprechen wir &#252;ber das Europ&#228;ische Parlament. Wie ist das aktuelle Verh&#228;ltnis ihrer Partei UKIP zur italienischen rechtspopulistischen Partei Lega Nord?&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Europ&#228;ische Gruppierungen bieten uns sehr viel bessere Strukturen zur Zusammenarbeit als Fraktionen. Die EPP, Sozialisten, Liberalen und Gr&#252;nen sind Fraktionen, die sich aus &#228;hnlichen Parteien zusammensetzen. Das kann innerhalb unserer Partei nicht der Fall sein. Wir sind die britische Unabh&#228;ngigkeitspartei. Das ist etwas ganz anderes. Wir arbeiten mit der Lega Nord zusammen. Das ist alles.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Das Verh&#228;ltnis soll in einigen Punkten sehr angespannt sein.&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Es war angespannt und ein nicht immer unproblematisches Verh&#228;ltnis. Wir hatten Probleme mit einem oder zwei der Parteimitglieder. Es ist kein Geheimnis, dass wir mit so manchem Parteimitglied nicht zufrieden waren. Insgesamt aber glauben wir fest daran, dass wir mit dieser Gruppe &lt;strong&gt;die st&#228;rkeren Argumente&lt;/strong&gt; formulieren und sehr viele B&#252;rger in ganz Europa erreichen k&#246;nnen.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;In Italien werden Sie seit Ihrer Rede gegen Mario Monti und Lucas Papademos ein bisschen wie ein Star verehrt.&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Davon habe ich geh&#246;rt. Was wir gerade in Italien erleben, ist emp&#246;rend. Absolut emp&#246;rend. Da wurde Herr Monti von diesen &#8222;Schl&#228;gertypen&#8220; zum Ministerpr&#228;sidenten gew&#228;hlt. Ein Mann, der noch nicht einmal Abgeordneter im italienischen Parlament war. Er musste sogar vom Senat am Tag vorher ernannt werden, um seine Wahl m&#246;glichst seri&#246;s wirken zu lassen! Und &lt;a href='http://www.dieeuros.eu/Technokratenregierungen-all,5292.html?lang=de' class='spip_out'&gt;dann hat er ein Kabinett ernannt, in dem kein einziger gew&#228;hlter Politiker sitzt&lt;/a&gt;. Italien hat einen Staatsstreich, einen &#8222;Coup d'Etat&#8220; hinter sich.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Aber Monti scheint bei den Italienern sehr beliebt zu sein.&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Er ist einer der Architekten des Scheiterns. Deshalb wird diese Popularit&#228;t vermutlich nicht lange anhalten.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Glauben Sie, dass die euroskeptische Bewegung von der Krise profitieren wird? Und wenn ja, wie?&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Sie muss. Denn was wir gesehen haben ist, dass die Idee, dass wir all die verschiedenen Staaten, Menschen, Kulturen und Wirtschaftssysteme in ein gro&#223;es Ganzes zwingen k&#246;nnen und f&#252;r immer gl&#252;cklich damit werden, nicht funktioniert hat. Nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht, sondern auch, weil eine regelrechte &lt;strong&gt;Feindseligkeit zwischen Nord und S&#252;d&lt;/strong&gt; entsteht. Man denke an die schrecklichen &#196;u&#223;erungen in griechischen und insbesondere in deutschen Zeitungen. Das Projekt Europa bringt uns ganz offensichtlich nicht dazu, einander zu lieben, sondern dazu, uns gerade nicht zu m&#246;gen. Deshalb wird die Idee, dass wir zur&#252;ck zu den Nationalstaaten wollen, wieder aufleben. Ich hoffe, dass das im gem&#228;&#223;igten, liberalen und althergebrachten Sinn des Wortes geschehen wird &#8211; also vor allem auf demokratischem Weg. Aber man kann nie wissen. Auch extremer Nationalismus k&#246;nnte die Folge sein.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;In Italien, Griechenland, Portugal und Spanien haben sich die starken euroskeptischen Bewegungen noch nicht durchgesetzt. Warum?&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Im Moment wachsen die Anti-EU-Bewegungen vor allem in Nordeuropa. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie sich auch in den S&#252;den Europas ausbreiten. Das m&#252;ssen sie! Aber das k&#246;nnte l&#228;nger dauern, als man glaubt. Trotzdem bin ich &#252;berzeugt, dass das geschehen wird.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;i&gt;Das Interview f&#252;hrte Francesco Molica in Zusammenarbeit mit Lorenzo Newman von &lt;a href='http://www.youtrend.it/' class='spip_out' rel='external'&gt;youtrend.it&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>NATO-Gipfel in Chicago: Das Ende der europ&#228;ischen Atomwaffen-&#196;ra?</title>
		<link>http://www.dieeuros.eu/NATO-Gipfel-in-Chicago-Das-Ende,5563.html</link>
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		<dc:date>2012-05-18T13:24:27Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Carolin DYLLA</dc:creator>


		<dc:subject>Verteidigung</dc:subject>
		<dc:subject>Internationale Politik</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Was vom NATO-Gipfel am 20. und 21. Mai zu erwarten ist.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/-Focus-on-News-.html" rel="directory"&gt;1. Aktualit&#228;tszoom&lt;/a&gt;

/ 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Defense-+.html" rel="tag"&gt;Verteidigung&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-International-+.html" rel="tag"&gt;Internationale Politik&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L150xH113/arton5563-25e7a.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width='150' height='113' class='spip_logos' style='height:113px;width:150px;' /&gt;
		&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;Dass &#8222;der Westen&quot; die Atomwaffen&#228;ra sp&#228;testens mit dem Ende des kalten Krieges hinter sich gelassen hat, ist ein Trugschluss &#8211; in Italien, Belgien, den Niederlanden, Deutschland und der T&#252;rkei sind auch heute noch amerikanische Atomwaffen stationiert. Sie sind in den Augen vieler lediglich nutzlos, teuer und gef&#228;hrlich. Daher dr&#228;ngt sich &#8211; langsam, aber daf&#252;r umso eindringlicher &#8211; die Frage auf: Wer braucht diese Waffen? Genau diese Frage besch&#228;ftigt auch die Staats- und Regierungschefs der NATO-Mitglieder w&#228;hrend des Gipfels am 20. und 21. Mai in Chicago.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Atomwaffen &#8211; irgendwie scheinen die ein Attribut vor allem solcher Staaten zu sein, &#252;ber deren politische Lage wir als Europ&#228;er entweder recht wenig wissen &#8211; zum Beispiel Indien &#8211; oder solcher, die das westliche Demokratieverst&#228;ndnis radikal ablehnen und deren wenig subtiler politischer Konfrontationskurs sie schlichtweg unheimlich macht &#8211; wie Nordkorea oder Iran.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Doch auch wenn &#252;ber die in Europa stationierten Atomwaffen vergleichsweise wenig berichtet wird, ist ihre Bedeutung in Fragen der internationalen Sicherheit enorm. In Chicago h&#228;tte Europa jetzt die M&#246;glichkeit, sich gegen die weitere Stationierung von US-B61-Raketen auf europ&#228;ischem Gebiet zu entscheiden &#8211; denn tats&#228;chlich es gibt keinerlei rechtliche Basis, die Europa dazu verpflichtet, amerikanische Atomsprengk&#246;pfe auf seinem Territorium zu dulden.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Dar&#252;ber hinaus ist die Nuclear-Sharing-Strategie der NATO als politische Basis f&#252;r die Stationierung von Atomwaffen eines Staates in einem anderen nicht unumstritten: Viele sehen in ihr einen Versto&#223; gegen den &lt;strong&gt;Vertrag zur Nicht-Anreicherung von Atomwaffen&lt;/strong&gt;, der &lt;i&gt;&#8222;die Weitergabe [...] von Atomwaffen [...] oder die Kontrolle &#252;ber solche Waffen&#8220;&lt;/i&gt; offiziell verbietet. Dennoch erachtet die NATO die Stationierung der US-Waffen als legal. Argument: Das &lt;i&gt;Nuclear Sharing&lt;/i&gt; wurde bereits vor der Unterzeichnung des Vertrages zur Nicht-Anreicherung von Atomwaffen beschlossen und unterliegt deshalb nicht dessen Bestimmungen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Viele der politischen Entscheidungstr&#228;ger sind sich allerdings der Tatsache bewusst, dass das rechtliche Eis in puncto Atomwaffenstationierung recht d&#252;nn ist &#8211; zu d&#252;nn f&#252;r ein solch heikles Thema. Ein Gro&#223;teil der US-Diplomaten ist deshalb f&#252;r einen Abzug der in Europa stationierten Raketen. Daf&#252;r aber gibt es innerhalb der NATO keinen Konsens.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Ein erneutes Setzen auf ein &#8222;Gleichgewicht des Schreckens&#8220;&lt;/h3&gt;
&lt;span class='csfoo htmla'&gt;&lt;/span&gt;&lt;dl class='spip_document_4262 spip_documents spip_documents_left' style='float:left;width:320px;'&gt; &lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;IMG/jpg/6376153711_901c95c800_z.jpg&quot; title='Men at work&lt;br /&gt;Die Internationale Atomenergiebeh&#246;rde (IAEA) wacht &#252;ber die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags. Quelle: http://www.flickr.com/photos/iaea_i...' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L320xH212/6376153711_9cd05-d3145.jpg' width='320' height='212' alt='JPEG - 150.8 kB' style='height:212px;width:320px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dt class='spip_doc_titre'&gt;&lt;strong&gt;Men at work&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dd class='spip_doc_descriptif'&gt;&lt;p&gt;Die Internationale Atomenergiebeh&#246;rde (IAEA) wacht &#252;ber die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Quelle: &lt;a href='http://www.flickr.com/photos/iaea_imagebank/' class='spip_out' rel='external'&gt;http://www.flickr.com/photos/iaea_i...&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/dd&gt; &lt;/dl&gt;&lt;span class='csfoo htmlb'&gt;&lt;/span&gt;
&lt;p&gt;Grunds&#228;tzlich ist die nukleare Abr&#252;stung dennoch ein erkl&#228;rtes Ziel der transatlantischen Allianz. Auf der Internetseite der Organisation hei&#223;t es: &lt;i&gt;&#8220;NATO is committed to the goal of creating the conditions for a world without nuclear weapons &#8211; but reconfirms that, as long as there are nuclear weapons in the world, NATO will remain a nuclear Alliance.&#8221;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Paradoxerweise sind nukleare Abr&#252;stung und der Erhalt von Atomwaffen damit gleichwertige Faktoren der allgemeinen Sicherheitsstrategie der NATO. In den letzten zehn Jahren haben die B&#252;ndnispartner deshalb die &lt;strong&gt;&lt;a href='http://www.nato.int/nato_static/assets/pdf/pdf_topics/20091022_NATO_Position_on_nuclear_nonproliferation-eng.pdf' class='spip_out' rel='external'&gt;gemeinsame Position der Organisation&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt; immer wieder &#252;berpr&#252;ft und adaptiert &#8211; wobei kontinuierlich nach realistischen und realisierbaren Ma&#223;nahmen gesucht wurde, um die nukleare Abr&#252;stung voranzubringen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;So hat man beispielsweise sogenannte CSBM (Confidence and Security Building Measures) beschlossen, um das gegenseitige Vertrauen beim Thema Atomwaffen zu verbessern. Indem sie mittels Daten- und Informationsaustausch unter den Staaten die Transparenz und Offenheit im Umgang mit Nuklearwaffen verbessern, sollen die CSBM deren Konfliktpotenzial reduzieren und helfen, Missverst&#228;ndnisse zu vermeiden. Dar&#252;ber hinaus haben s&#228;mtliche NATO-Mitglieder den Vertrag zur Nicht-Anreicherung von Atomwaffen unterzeichnet und sind somit durch ihn gebunden. Doch auch wenn dieser Vertrag von den meisten als ausgeglichene und faire Grundlage f&#252;r die nukleare Abr&#252;stung angesehen wird &#8211; ein wirksames rechtliches Instrument gegen die Stationierung von Atomwaffen in Europa ist er nicht.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Abgesehen von der oben bereits erw&#228;hnten &lt;strong&gt;Spannung zwischen dem Vertrag und der Nuclear Sharing-Strategie der NATO&lt;/strong&gt; sind deren Mitgliedsstaaten davon &#252;berzeugt, dass das Thema &#8222;nukleare Abr&#252;stung&#8220; so vorsichtig und langsam wie m&#246;glich angegangen werden muss. Im Hinblick auf die neuen Herausforderungen an die kollektive Sicherheit &#8211; vor allem Terrorismus und in wahrscheinlich entscheidendem Ma&#223;e vor allem die harte Linie, mit der Teheran und Pj&#246;ngjang ihre jeweiligen Atomprogramme vorantreiben &#8211; z&#246;gern viele Staaten aus sicherheitsstrategischen Gr&#252;nden, die NATO zu einer Organisation ohne Atomwaffen zu entwickeln. Atomwaffen sind und bleiben ein zentraler Bestandteil des NATO-Sicherheitskonzeptes &#8211; ein Element wie jedes andere im &lt;i&gt;&#8222;angemessenen Mix&#8220;&lt;/i&gt; aus konventioneller, nuklearer und Raketenabwehrtechnik.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Dass dieses erneute Setzen auf ein &#8222;Gleichgewicht des Schreckens&quot; die l&#228;ngst &#252;berwunden geglaubte Rhetorik des Kalten Krieges erneut heraufbeschw&#246;rt und die internationale Sicherheit immer st&#228;rker zu polarisieren droht, scheint dabei zweitrangig zu sein. So haben die Staats- und Regierungschefs der transatlantischen Allianz auf ihrem Gipfel in Lissabon 2010 beschlossen, das amerikanische &lt;i&gt;Active Layered Theatre Ballistic Missile Defence&lt;/i&gt; (ALTBMD)-Programm auszuweiten und ein &lt;strong&gt;Raketenabwehrschild&lt;/strong&gt; in Europa einzurichten, um vor allem gegen die potentielle Bedrohung aus dem Iran gewappnet zu sein &#8211; so zumindest der offizielle Ton in der Abschlusserkl&#228;rung des Gipfels: &lt;i&gt;&#8222;The threat to NATO European populations, territory and forces posed by the proliferation of ballistic missiles is increasing. As missile defence forms part of a broader response to counter this threat, we have decided that the Alliance will develop a missile defence capability to pursue its core task of collective defence.&#8221;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Ein solcher Raketenabwehrschild ist jedoch im gleichen Ma&#223;e aufwendig, teuer und vor allem politisch heikel, wie er f&#252;r die kollektive Sicherheit unabdingbar erscheint. Auf dem n&#228;chsten &lt;strong&gt;NATO-Gipfel am 20. Und 21. Mai&lt;/strong&gt; wollen die Mitglieder der Allianz deshalb deren Sicherheitskonzept grundlegend &#252;berarbeiten. Das neue Credo der &lt;i&gt;Smart Defense&lt;/i&gt; setzt dabei vor allem auf flexiblere, effizientere und vor allem weniger kostspielige Methoden der Verteidigung. Damit stellt sich nun die Frage, inwieweit Atomwaffen &#252;berhaupt noch in dieses Konzept passen &#8211; und ob die NATO &#252;berhaupt das geeignete Forum ist, um die weltweite nukleare Abr&#252;stung tats&#228;chlich durchzusetzen.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Diplomatischer Spagat&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Dabei sind ihre bisherigen Erfolge auf diesem Gebiet beachtenswert: Seit 1991 konnten die Mitgliedsstaaten durch gemeinsame Beschl&#252;sse die Zahl an Atomwaffen, die f&#252;r die strategischen Kr&#228;fte der NATO zug&#228;nglich sind, um 85% verringern.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Diese Erfolge sind allerdings weniger das Ergebnis konzertierter, kollektiver Aktionen der NATO als vielmehr das &lt;strong&gt;Resultat unilateraler Entscheidungen oder bilateraler Abkommen&lt;/strong&gt; zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten. Da die NATO bei einem so sensiblen Thema wie Atomwaffen als Organisation keinerlei Entscheidungshoheit besitzt, k&#246;nnen Abr&#252;stungsbeschl&#252;sse nur von den Mitgliedern des B&#252;ndnisses &#8211; also mit deren ausdr&#252;cklicher und uneingeschr&#228;nkter Zustimmung &#8211; gefasst werden. Was die Verhandlungen zus&#228;tzlich erschwert, ist die Konsenslogik der NATO: um den Beschl&#252;ssen der Organisation mehr Legitimit&#228;t und eine gr&#246;&#223;ere Nachhaltigkeit zu verschaffen, werden alle Entscheidungen einstimmig getroffen. Nicht etwa, dass die NATO dazu aufgrund ihres Vertragswerkes gezwungen w&#228;re: Dieser Modus der Entscheidungsfindung ist eine ausdr&#252;ckliche politische Entscheidung.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;In Anbetracht der gro&#223;en inhaltlichen Divergenzen zwischen den einzelnen Mitgliedern &#8211; gerade in der Frage nuklearer Verteidigungsstrategien &#8211; ist eine solche Entscheidungspolitik sicher sinnvoll. Andererseits werden so wichtige, bahnbrechende Beschl&#252;sse oft erschwert und verz&#246;gert &#8211; wenn nicht gar verhindert. Genau das &#8211; die Frage nach der Stationierung der US-Atomraketen in Europa doch lieber auf einen der n&#228;chsten Gipfel zu vertagen &#8211; ist auch ein wahrscheinliches Szenario f&#252;r Chicago, sagen die Beobachter von &lt;i&gt;natowatch.org&lt;/i&gt;. Und das auch nicht nur deshalb, weil sich die europ&#228;ischen Staaten nicht auf eine gemeinsame Position werden einigen k&#246;nnen: Die gr&#246;&#223;te Herausforderung ist der diplomatische Spagat zwischen der Sicherheitspolitik der NATO und den Interessen Russlands.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;USA und Russland: Zwischen Unnachgiebigkeit und neuer &#8222;Flexibilit&#228;t&#8220;&lt;/h3&gt;
&lt;span class='csfoo htmla'&gt;&lt;/span&gt;&lt;dl class='spip_document_4261 spip_documents spip_documents_center'&gt; &lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;IMG/jpg/5939341119_5bb5bdc734_z.jpg&quot; title='Eine atomwaffenfrei Welt...&lt;br /&gt;...w&#252;nschen sich viele. Insbesondere in Europa, wo jede Menge Atomwaffen stationiert sind. Quelle: http://www.flickr.com/photos/iisg/' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L320xH236/5939341119_529ce-776ca.jpg' width='320' height='236' alt='JPEG - 201.6 kB' style='height:236px;width:320px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dt class='spip_doc_titre'&gt;&lt;strong&gt;Eine atomwaffenfrei Welt...&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dd class='spip_doc_descriptif'&gt;&lt;p&gt;...w&#252;nschen sich viele. Insbesondere in Europa, wo jede Menge Atomwaffen stationiert sind.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Quelle: &lt;a href='http://www.flickr.com/photos/iisg/' class='spip_out' rel='external'&gt;http://www.flickr.com/photos/iisg/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/dd&gt; &lt;/dl&gt;&lt;span class='csfoo htmlb'&gt;&lt;/span&gt;
&lt;p&gt;Im Vorfeld des Gipfels hat sich das Verh&#228;ltnis der beiden jedoch eher versch&#228;rft als entspannt. Der Kreml ist von dem geplanten Raketenabwehrschild der NATO in Europa wenig begeistert - bei einem Treffen zwischen Vertretern beider L&#228;nder Anfang Mai drohte der &lt;strong&gt;russische Generalstabschef Nikolai Makarov&lt;/strong&gt; damit, solche Einrichtungen n&#246;tigenfalls auch pr&#228;ventiv zu zerst&#246;ren, &lt;i&gt;&#8222;sollte sich die Situation versch&#228;rfen&#8220;&lt;/i&gt;. Der Kreml verlangt umfassende und glaubw&#252;rdige Garantien daf&#252;r, dass der Raketenabwehrschild nicht zur Bedrohung f&#252;r Russlands Sicherheit werden kann.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Weil diesbez&#252;glich reine Absichtserkl&#228;rungen der russischen Regierung nicht reichen, ist die bilaterale Zusammenarbeit der beiden nuklearen Superm&#228;chte wichtiger denn je. An Grundlagen fehlt es dabei nicht: mit den &lt;strong&gt;Moskauer Vertr&#228;gen&lt;/strong&gt; von 2002 haben sich beide Staaten dazu verpflichtet, ihre Best&#228;nde an strategischen Nuklearwaffen auf das kleinstm&#246;gliche, f&#252;r die jeweilige nationale Sicherheit notwendige Niveau zu reduzieren. Au&#223;erdem hat Washington in dem Vertrag zugesichert, seine in Europa stationierten strategischen Nuklearsprengk&#246;pfe bis zum 31. Dezember 2012 auf zwischen 1.700 und 2.200 abzubauen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Dieses Ziel ist insofern nicht unrealistisch, als dass die nukleare Abr&#252;stung eine der erkl&#228;rten au&#223;enpolitischen Priorit&#228;ten Obamas ist &#8211; was er vor allem mit dem Abschluss eines neuen START-Vertrags mit Russland 2010 bewiesen hat. Dennoch werden auch hier die strittigsten Punkte ausgeklammert &#8211; so regelt START 2010 zum Beispiel nicht die Frage nach Kurzstreckenraketen und schweigt sich &#8211; sicher ebenso taktisch wie taktvoll - auch bez&#252;glich taktischer Nuklearwaffen aus. Und tats&#228;chlich bilden letztere die gr&#246;&#223;te Herausforderung im Hinblick auf das Ziel &#8222;nukleare Abr&#252;stung&#8220;. Sie sind kleiner, moderner und flexibler und k&#246;nnen somit leichter manipuliert werden - die Gefahr, dass diese Atomwaffen zum Beispiel Terroristen in die H&#228;nde fallen, ist gr&#246;&#223;er als bei strategischen Nuklearwaffen (die oft umst&#228;ndliche und sperrige Anlagen erfordern, um &#252;berhaupt eingesetzt werden zu k&#246;nnen). Dass weder die USA noch Russland aber konkrete Informationen &#252;ber ihre jeweiligen Arsenale an taktischen Atomwaffen offengelegt haben, zeigt einerseits deren sicherheitspolitische Bedeutung - und kann andererseits als ein Indiz daf&#252;r gewertet werden, dass greifbare Ergebnisse der Verhandlungen so schnell nicht zu erwarten sind. Zumindest nicht, bevor die Wahlen in den USA gelaufen sind - danach n&#228;mlich, so hatte Obama dem russischen &lt;strong&gt;Ex-Pr&#228;sidenten Dimitrij Medwedjew&lt;/strong&gt; w&#228;hrend des &lt;i&gt;Nuclear Security Summit&lt;/i&gt; in Seoul Ende M&#228;rz (eigentlich &lt;i&gt;off the record&lt;/i&gt;) zugesichert, h&#228;tte er &lt;i&gt;&#8222;gr&#246;&#223;ere Flexibilit&#228;t&#8220;&lt;/i&gt;, um auf die Forderungen des Kreml einzugehen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Sollten sich also die europ&#228;ischen Staaten in Chicago nicht auf eine gemeinsame Position einigen k&#246;nnen, wird der Abzug der Atomwaffen aus Europa vom Ausgang dieser Verhandlungen zwischen den USA und Russland abh&#228;ngen. Da sich die aber laut des russischen Verteidigungsministers &lt;strong&gt;Anatoly Serdyukov&lt;/strong&gt; &lt;i&gt;&#8222;fast schon in der Sackgasse&#8220;&lt;/i&gt; befinden, ist ein gemeinsames Handeln der EU-NATO-Mitglieder umso wichtiger.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Die EU: Vereint in Uneinigkeit&lt;/h3&gt;
&lt;span class='csfoo htmla'&gt;&lt;/span&gt;&lt;dl class='spip_document_4260 spip_documents spip_documents_right' style='float:right;width:320px;'&gt; &lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;IMG/jpg/4426069744_b24c09fb7b_z.jpg&quot; title='Nukleare Gefahr&lt;br /&gt;In den H&#228;nden der USA wirken Atomwaffen weniger gef&#228;hrlich als in denen von Staaten wie z.B. Iran. Quelle: http://www.flickr.com/photos/pasukaru76/' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L320xH215/4426069744_b6276-d6aed.jpg' width='320' height='215' alt='JPEG - 73.1 kB' style='height:215px;width:320px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dt class='spip_doc_titre'&gt;&lt;strong&gt;Nukleare Gefahr&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dd class='spip_doc_descriptif'&gt;&lt;p&gt;In den H&#228;nden der USA wirken Atomwaffen weniger gef&#228;hrlich als in denen von Staaten wie z.B. Iran.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Quelle: &lt;a href='http://www.flickr.com/photos/pasukaru76/' class='spip_out' rel='external'&gt;http://www.flickr.com/photos/pasukaru76/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/dd&gt; &lt;/dl&gt;&lt;span class='csfoo htmlb'&gt;&lt;/span&gt;
&lt;p&gt;Dabei kommt es vor allem auf die f&#252;nf Staaten an, in denen die amerikanischen B61-Raketen stationiert sind &#8211; Deutschland, Italien, die T&#252;rkei, Belgien und die Niederlande. Die Mehrheit der betreffenden Staaten ist f&#252;r den Abzug der Atomwaffen &#8211; vor allem Deutschland und Belgien haben sich im Vorfeld des Gipfels deutlich f&#252;r die nukleare Abr&#252;stung ausgesprochen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Dennoch k&#246;nnen die Europ&#228;er nicht &#252;ber die Stationierung der Waffen als solche entscheiden &#8211; wohl aber k&#246;nnen sie sich entschlie&#223;en, die dazu n&#246;tige Infrastruktur in Zukunft nicht mehr zur Verf&#252;gung zu stellen. Unter den europ&#228;ischen NATO-Mitgliedern herrscht jedoch diesbez&#252;glich &lt;strong&gt;keine Einigkeit&lt;/strong&gt;. Gerade Frankreich hat sich bislang gegen&#252;ber der Perspektive eines vollst&#228;ndigen R&#252;ckzugs der US-Atomwaffen relativ reserviert gehalten. Das allerdings k&#246;nnte sich aufgrund des Wahlsiegs von Fran&#231;ois Hollande nun &#228;ndern &#8211; der Sprecher Hollandes, &lt;strong&gt;Bernard Cazeneuve&lt;/strong&gt;, hatte w&#228;hrend einer Wahlkampfveranstaltung Bedenken ge&#228;u&#223;ert, dass der geplante Raketenabwehrschild von Staaten wie Iran eher als zus&#228;tzliche Provokation gewertet w&#252;rde &#8211; und folglich das Ziel einer &lt;i&gt;&#8222;nuklearen Abschreckung&#8220;&lt;/i&gt; verfehlt. Au&#223;erdem betonte der Sprecher des neuen Pr&#228;sidenten die enormen Kosten des Projekts &#8211; angesichts der wirtschaftlichen Lage Europas sieht man in Frankreich sinnvollere M&#246;glichkeiten, die knappen Staatsfinanzen zu investieren.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Sollte Frankreich diese Linie tats&#228;chlich weiter verfolgen, hat es in Deutschland in jedem Fall einen starken Verb&#252;ndeten. Die gro&#223;e Wertsch&#228;tzung, die der NATO-Generalsekret&#228;r bei einem Treffen mit Angela Merkel f&#252;r den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ge&#228;u&#223;ert hatte, k&#246;nnte dabei helfen, den deutschen Forderungen der nuklearen Abr&#252;stung Nachdruck zu verleihen. Dann allerdings m&#252;ssten auch noch die osteurop&#228;ischen EU-Mitglieder davon &#252;berzeugt werden, die Abr&#252;stungspl&#228;ne mitzutragen &#8211; denn wo in Westeuropa Nuklearwaffen meist als anachronistische Relikte aus der Zeit des Kalten Krieges betrachtet werden, sehen viele der osteurop&#228;ischen B&#252;ndnispartner in ihnen ein sinnvolles Gegengewicht zu Russlands milit&#228;rischer St&#228;rke.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Es gibt also keinen Konsens &#252;ber das weitere Verfahren &#8211; jedoch wohl einen dar&#252;ber, dass ebenjener notwendig ist, um dieses weitere Vorgehen zu beschlie&#223;en.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Chicago: Ein Schritt in Richtung &#8222;gemeinsame EU-Au&#223;enpolitik&#8220;?&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Damit ist klar, dass es ist nicht die NATO als solche ist, welche sich gegen die nukleare Abr&#252;stung sperrt &#8211; letzten Endes liegt diese Entscheidung in der Hand der jeweiligen Staaten, in denen solche Waffen noch stationiert sind.
Der Wunsch nach Abr&#252;stung muss von den betreffenden EU-NATO-Mitgliedern w&#228;hrend des Gipfels explizit ge&#228;u&#223;ert werden &#8211; getragen und verst&#228;rkt von den Parlamenten der jeweiligen Staaten. Sollte sich die EU in puncto nukleare Abr&#252;stung auf eine &lt;strong&gt;gemeinsame Linie&lt;/strong&gt; einigen k&#246;nnen, dann gibt es keine rechtliche Grundlage, auf der ein solcher Wunsch missachtet werden k&#246;nnte.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Abgesehen von dem Durchbruch, den dies nicht nur f&#252;r die Entspannung der schwelenden internationalen Atomkonflikte bedeuten w&#252;rde, hat die EU in Chicago dar&#252;ber hinaus die Chance zu beweisen, dass sie als au&#223;enpolitischer Akteur international durchaus ernst zu nehmen ist.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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<item xml:lang="de">
		<title>&#8222;Schuld sind die Politiker&#8220;</title>
		<link>http://www.dieeuros.eu/Schuld-sind-die-Politiker,5545.html</link>
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		<dc:date>2012-05-02T08:57:55Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Euroskop</dc:creator>


		<dc:subject>Wirtschafts- und W&#228;hrungsunion</dc:subject>
		<dc:subject>Demokratie und Menschenrechte</dc:subject>
		<dc:subject>Griechenland</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Griechenland steckt immer noch tief in der Krise, es gibt kaum Jobs. Doch die jungen Griechen bleiben optimistisch &#8211; und handfest.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/-Enquetes,29-.html" rel="directory"&gt;1. Europa entdecken&lt;/a&gt;

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&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Politiques-economiques-et-+.html" rel="tag"&gt;Wirtschafts- und W&#228;hrungsunion&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Democratie-et-citoyennete-+.html" rel="tag"&gt;Demokratie und Menschenrechte&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Grece-+.html" rel="tag"&gt;Griechenland&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L150xH101/arton5545-2d2f6.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width='150' height='101' class='spip_logos' style='height:101px;width:150px;' /&gt;
		&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;Griechenland steckt immer noch tief in der Krise, es gibt kaum Jobs. Doch die jungen Griechen bleiben optimistisch &#8211; und handfest.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Dass es den Griechen nicht gut geht, merkt man schnell. Viele Tankstellen haben geschlossen, der Tourismus bleibt aus, am Kiosk erz&#228;hlen die Menschen, wie ihnen Geh&#228;lter und Renten gek&#252;rzt werden. Gelegentlich h&#246;rt man eine abf&#228;llige Bemerkung &#252;ber Merkel und Sarkozy. Von allen mediterranen L&#228;ndern steckt das Land, in dem manche die Wiege Europas ausmachen, am tiefsten in der Krise. Immer wieder dieses Wort: Krise. Leider ist es wirklich omnipr&#228;sent geworden &#8211; und mit ihm die Ph&#228;nomene. Den Syntagma Platz s&#228;umen Mannschaftswagen der Polizei, w&#228;hrend ein Caf&#233; in der N&#228;he das &lt;i&gt;&#8222;Crisis Menu&#8220;&lt;/i&gt; anbietet. Wenn man junge Griechen nach ihren Gef&#252;hlen fragt, h&#246;rt man eigentlich immer zwei Dinge: &lt;i&gt;&#8222;Wir stecken tief in der Krise; und Schuld sind die Politiker.&#8220;&lt;/i&gt; &lt;strong&gt;Gerasimos, ein junger Ingenieurstudent&lt;/strong&gt;, erz&#228;hlt, wie er vor einigen Wochen bei den Protesten dabei war. &lt;i&gt;&#8222;Die Regierung mischt Randalierer unter die Demonstranten, um einen Vorwand f&#252;r die Polizei zu haben, die die Unruhen brutal niederschl&#228;gt.&#8220;&lt;/i&gt; Gestikulierend erkl&#228;rt er, aus welchen Richtungen die Trupps herbeistr&#246;mten. Seine Wut auf Polizisten und andere Staatsangestellte, die in der Krise bisher relativ gut davon gekommen sind, w&#228;chst. Sein Vertrauen in die Politik geht gegen Null.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Eher europafreundlich als populistisch-euroskeptisch&lt;/h3&gt;
&lt;span class='csfoo htmla'&gt;&lt;/span&gt;&lt;dl class='spip_document_4251 spip_documents spip_documents_left' style='float:left;width:229px;'&gt; &lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;IMG/jpg/4585981877_3a08489219_z.jpg&quot; title='Anpacken statt Aufgeben&lt;br /&gt;Trotz der Krise: Viele junge Griechen sind alles andere als burned out - wenn es im eigenen Land nicht klappt, gehen sie eben im Ausland auf Jobsuche. Quelle: http://www.flickr.com/photos/leloni...' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L229xH320/4585981877_3fc1f-ca081.jpg' width='229' height='320' alt='JPEG - 544.4 kB' style='height:320px;width:229px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dt class='spip_doc_titre'&gt;&lt;strong&gt;Anpacken statt Aufgeben&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dd class='spip_doc_descriptif'&gt;&lt;p&gt;Trotz der Krise: Viele junge Griechen sind alles andere als burned out - wenn es im eigenen Land nicht klappt, gehen sie eben im Ausland auf Jobsuche.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Quelle: &lt;a href='http://www.flickr.com/photos/lelonisideal/' class='spip_out' rel='external'&gt;http://www.flickr.com/photos/leloni...&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/dd&gt; &lt;/dl&gt;&lt;span class='csfoo htmlb'&gt;&lt;/span&gt;
&lt;p&gt;Junge Europ&#228;er emp&#246;ren sich zu Recht dar&#252;ber, dass ihnen die europ&#228;ische Politik in dieser Lage &lt;a href='http://www.dieeuros.eu/Ausgegrenzt,5401.html?lang=de' class='spip_out'&gt;keine Perspektiven&lt;/a&gt; bietet. An der mangelnden Bereitschaft zu europ&#228;ischer Solidarit&#228;t liegt es jedenfalls nicht, denn junge Engl&#228;nder, Franzosen und Deutsche sind so &#252;berzeugt von den Vorteilen Europas, dass sie selbstverst&#228;ndlich dazu bereit sind, etwas von ihrem Einkommen zu opfern. Ohnehin sind junge Menschen viel europafreundlicher als manch &lt;a href='http://www.dieeuros.eu/Rechtspopulismus,5187.html?lang=de' class='spip_out'&gt;populistischer Euroskeptiker&lt;/a&gt; das gerne darstellt. Besorgniserregend ist eher, wie die Gesellschaft in Spanien und Griechenland gespalten wird. Auf der einen Seite stehen die ambitionierten Bildungsb&#252;rger, die mehrere Sprache sprechen und ohne gr&#246;&#223;ere H&#252;rden ins Ausland fl&#252;chten. &lt;strong&gt;Zur&#252;ck bleiben die &#196;lteren&lt;/strong&gt;, einfachen Arbeiter und Migranten, was das politische Klima zus&#228;tzlich anheizt. Ein gro&#223;es Thema bei den griechischen Wahlen sind &lt;i&gt;&#8222;Konzentrationslager&#8220;&lt;/i&gt; (die Vokabel f&#228;llt tats&#228;chlich) f&#252;r Menschen, die abgeschoben werden sollen. So leidet S&#252;deuropa nicht nur unter dem Braindrain, sondern vor allem auch unter den sozialen Zerr&#252;ttungen, die die Krise mit sich bringt. Traditionelle Familienstrukturen zerfallen, weil die Jugend ins Ausland str&#246;mt. Ist das wirklich das, was wir uns unter &lt;i&gt;&#8222;mehr Europa&#8220;&lt;/i&gt; erhofft haben?&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Vor seinem Studium hat Gerasimos zwei Jahre in England gearbeitet, um Geld zu verdienen. Wenn er fertig ist, wird er zur&#252;ckkehren, weil seine Aussichten selbst als Ingenieur in Nordeuropa deutlich besser sind. F&#252;r ihn geh&#246;rt diese Art sich durchzuschlagen zur europ&#228;ischen Realit&#228;t, die Politik blendet er aus. &lt;i&gt;&#8222;Die Wahlen werden nichts &#228;ndern, es wird sich nie etwas &#228;ndern&#8220;&lt;/i&gt;, sagt er. Europ&#228;ische Politiker sind ihm ohnehin zu weit weg, er h&#228;lt sie f&#252;r ebenso korrupt wie die heimischen. Trotzdem ist er kein Euroskeptiker. Er sch&#228;tzt es, frei reisen zu k&#246;nnen, und unterh&#228;lt sich offen mit uns Deutschen, obwohl er Merkel auf den Tod nicht ausstehen kann. &lt;i&gt;&#8222;Europa spielt sich f&#252;r mich nicht in Parlamenten und Ministerien ab&#8220;&lt;/i&gt;, meint er. Seine Haltung ist nicht selten. &lt;strong&gt;Nacho, ein junger spanischer Architekt&lt;/strong&gt;, hat in den letzten sechs Monaten in England, China und Frankreich gearbeitet. Nach einigen Praktika freut er sich nun &#252;ber eine Festanstellung in einem Pariser B&#252;ro. Auf seiner Jobsuche ist er europ&#228;ischer geworden und hat doch kaum einen Blick auf Br&#252;sseler Beschl&#252;sse geworfen. Selbst seine Freunde, die teilweise ohne Job entt&#228;uscht nach Madrid zur&#252;ckkehren, sind immer noch von der Idee Europas &#252;berzeugt. Sie haben Kontakte im Ausland gekn&#252;pft, Sprachen gelernt und andere L&#228;nder bereist. Nat&#252;rlich k&#228;mpfen sie mit den prek&#228;ren Arbeitsverh&#228;ltnissen, aber das ist kein Grund f&#252;r weniger Europa.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Neue Herausforderungen&lt;/h3&gt;
&lt;span class='csfoo htmla'&gt;&lt;/span&gt;&lt;dl class='spip_document_4250 spip_documents spip_documents_right' style='float:right;width:320px;'&gt; &lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;IMG/jpg/4861144184_38af44280f_z.jpg&quot; title='Einfallsreich durch die Krise&lt;br /&gt;Die Griechen bestehen auf ihrem Recht zur wirtschaftlichen Selbstbestimmung. Und dabei wird auch mal eine Kartoffel zum Revolutionssymbol. Quelle: http://www.flickr.com/photos/darkb4dawn/' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L320xH240/4861144184_32cf5-6160d.jpg' width='320' height='240' alt='JPEG - 167.9 kB' style='height:240px;width:320px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dt class='spip_doc_titre'&gt;&lt;strong&gt;Einfallsreich durch die Krise&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dd class='spip_doc_descriptif'&gt;&lt;p&gt;Die Griechen bestehen auf ihrem Recht zur wirtschaftlichen Selbstbestimmung. Und dabei wird auch mal eine Kartoffel zum Revolutionssymbol.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Quelle: &lt;a href='http://www.flickr.com/photos/darkb4dawn/' class='spip_out' rel='external'&gt;http://www.flickr.com/photos/darkb4dawn/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/dd&gt; &lt;/dl&gt;&lt;span class='csfoo htmlb'&gt;&lt;/span&gt;
&lt;p&gt;Der britische &lt;strong&gt;Europahistoriker Timothy Garton Ash&lt;/strong&gt; nennt die schwerf&#228;llige Br&#252;sseler B&#252;rokratie den notwendigen Preis, den wir f&#252;r Frieden in Europa bezahlen. Vielleicht k&#246;nnte man &lt;a href='http://theeuropean.de/timothy-g-as/10580-europas-identitaet-und-zukunft' class='spip_out' rel='external'&gt;seine These&lt;/a&gt; erweitern und das neuerliche Bem&#252;hen um wirtschaftliche Stabilit&#228;t und Solidarit&#228;t zu diesem Preis addieren. Denn zu den bisweilen schmerzhaften Wahrheiten Europas geh&#246;rt auch, sich Gedanken &#252;ber ein wirtschaftlich einheitlicheres und sozial st&#228;rkeres Europa zu machen. Das bedeutet freilich nicht, Gleichmeierei zu betreiben. Aber wenn man die Fiskalunion seri&#246;s aufbauen m&#246;chte, m&#252;ssen Anpassungen her und vor allem entschlossener R&#252;ckhalt aus der Bev&#246;lkerung. Deutschen Angestellten abzuverlangen, dass sie sich einem griechischen Arbeitslosen gegen&#252;ber solidarisch verhalten sollen, ist nicht einfach. Zu den Einsichten unserer Generation wird deshalb sicherlich z&#228;hlen, dass wir das bestehende Zusammengeh&#246;rigkeitsgef&#252;hl weiterentwickeln m&#252;ssen, wenn es uns ernst damit ist, ein starkes Europa in der Welt zu positionieren. Frieden in Europa halten viele f&#252;r selbstverst&#228;ndlich. Und auch wenn wir diesen Verdienst der EU nie vergessen d&#252;rfen, warten heute eben neue Herausforderungen. Wir d&#252;rfen uns gl&#252;cklich sch&#228;tzen, dass es dabei nicht mehr um Leben und Tod geht.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Als wir nach Thessaloniki kommen, fallen uns an den Kreuzungen die vielen Kartoffelh&#228;ndler auf. Die kleinen S&#228;cke stapeln sich auf ihren Autod&#228;chern, die H&#228;ndler rufen Passanten Preise hinterher. Doch es sind keine H&#228;ndler, wie uns Vasilis sp&#228;ter aufkl&#228;rt. Der junge Grieche, bei dem wir f&#252;r eine Nacht unser Lager aufschlagen d&#252;rfen, erz&#228;hlt, wie die Bauern es leid waren, ihre Ware zu Dumpingpreisen an gro&#223;e Superm&#228;rkte zu verkaufen. So begannen sie kurzerhand, ihre Kartoffeln selber zu verkaufen. Die &lt;strong&gt;Kartoffelrevolution&lt;/strong&gt; wurde schnell zum Sinnbild f&#252;r den Zorn der Griechen und den Drang zu wirtschaftlicher Selbstbestimmung. Tats&#228;chlich fehlt es in Griechenland &#252;berall an jungen, aufstrebenden Gesch&#228;ftsleuten. Bei gr&#246;&#223;eren Unternehmen liegt das nat&#252;rlich am Vertrauensverlust von Investoren, aber auch im Kleinen scheint niemand mutig genug, den Schritt in die Selbstst&#228;ndigkeit zu wagen. Gerade an dieser Stelle k&#246;nnte die EU mit F&#246;rderprogrammen strukturellen Wandel leicht ansto&#223;en. Denn unternehmerisches Handeln junger Entrepreneure birgt nicht nur das Potenzial, die Wirtschaft anzukurbeln, es hilft den jungen Griechen auch psychologisch &#252;ber den Trott der Arbeitslosigkeit und Bedeutungslosigkeit hinwegzukommen. Die Zukunft liegt in den H&#228;nden junger Europ&#228;er.&lt;/p&gt; &lt;span class='csfoo htmla'&gt;&lt;/span&gt;&lt;dl class='spip_document_4252 spip_documents spip_documents_left' style='float:left;'&gt; &lt;!--# pour le l&#233;gendage en bas de l'image dans Thickbox : Soit (code origine): title='JPEG - 11 kB' Ou : title=' &lt;p&gt;Quelle: Euroskop&lt;/p&gt;' Ou nom exact du fichier : title='JS2-194x300a.jpg' --&gt; &lt;dt&gt;&lt;img src='http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L129xH200/JS2-194x300a-90ef0.jpg' width='129' height='200' alt='' style='height:200px;width:129px;' /&gt;&lt;/dt&gt; &lt;!--# A r&#233;-activer si je veux faire appara&#238;tre le titre sous les vignettes : --&gt; &lt;dd class='crayon document-descriptif-4252 spip_doc_descriptif' style='width:129px;'&gt;Quelle: Euroskop
&lt;/dd&gt; &lt;/dl&gt;&lt;span class='csfoo htmlb'&gt;&lt;/span&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Von Jan St&#246;ckmann&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Ausgegrenzt</title>
		<link>http://www.dieeuros.eu/Ausgegrenzt,5401.html</link>
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		<dc:date>2012-04-23T08:55:28Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Leonhard WEESE</dc:creator>


		<dc:subject>Sozialpolitik und Arbeitsmarkt</dc:subject>
		<dc:subject>Kultur und Bildung</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;In Europa sind mehr und mehr junge Menschen arbeitslos. Selber Schuld, sagen einige. Dabei liegt der Fehler im System.&lt;/p&gt;

-
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/-Opinions-.html" rel="directory"&gt;1. Meinungen&lt;/a&gt;

/ 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Politique-sociale-et-emploi-+.html" rel="tag"&gt;Sozialpolitik und Arbeitsmarkt&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Culture-sport-education-medias-+.html" rel="tag"&gt;Kultur und Bildung&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L150xH113/arton5401-fc4a0.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width='150' height='113' class='spip_logos' style='height:113px;width:150px;' /&gt;
		&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;Sie sind bekannt geworden als eine Generation der &#8222;Besetzer&#8220;. Im Jahr 2009 haben sie die Universit&#228;ten, 2011 die Finanzdistrikte besetzt: Eine ganze Generation Zwanzigj&#228;hriger, die zu viel Zeit zu haben scheint. Diese Zeit verschwendet sie angeblich an Universit&#228;ten und in realit&#228;tsfernen NGOs. Die hohe Arbeitslosenrate in dieser Gruppe ger&#228;t jedoch oft in den Hintergrund. Viele machen sogar die jungen Leute selbst f&#252;r die hohe Arbeitslosigkeit verantwortlich, weil nicht vorstellbar scheint, wie es sein kann, dass junge Universit&#228;tsabsolventen arbeitslos sind. Stattdessen aber sollte man fragen: Warum sind junge Menschen arbeitslos? Warum gehen sie auf die Stra&#223;e? Was l&#228;uft falsch?&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Westeuropa ist ein sch&#246;nes Fleckchen Erde, wenn man 65 Jahre alt ist&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wer heute hier in Westeuropa 65 Jahre alt ist, geh&#246;rt zur ersten Nachkriegsgeneration. Und obwohl auch die Jahre nach dem Krieg noch eine harte Zeit gewesen sein m&#246;gen, hat man als 10-J&#228;hriger miterlebt, wie alles im wahrsten und besten Sinne des Wortes wieder ins Rollen gekommen war. Zehn Jahre sp&#228;ter, gerade 20, war Arbeitslosigkeit f&#252;r diese Nachkriegsgeneration ein Fremdwort: Sie erlebten &lt;strong&gt;Arbeitsplatzgarantie&lt;/strong&gt; und mussten keine Angst davor haben, ihren Job wieder zu verlieren.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Diese Generation hat nun das Rentenalter erreicht und wird in den kommenden Jahren den Luxus von Rentenzahlungen genie&#223;en, die weit h&#246;her sind als die Steuerbetr&#228;ge, die sie in ihrem Erwerbsleben gezahlt haben. Einige von ihnen werden ihre Renten sogar &#252;ber einen Zeitraum beziehen, der in etwa so lang ist wie der, in dem sie berufst&#228;tig waren. Ganz bequem kann diese Generation im Rentenalter jeden verklagen, der zu laut Musik h&#246;rt oder Skateboard auf der Stra&#223;e, auf dem Fahrradweg (ein Skateboard ist kein Fahrzeug!) oder auf dem B&#252;rgersteig (gef&#228;hrlich!) f&#228;hrt. Ganz sicher werden sie Gesch&#228;fte finden, die ihre &#214;ffnungszeiten ihren W&#252;nschen anpassen. Ganz egal, wie sie als Zwanzig- oder Drei&#223;igj&#228;hrige lebten, und egal, wie sie sich ihre Privilegien verdient haben &#8211; ob als Rockstars, Aktion&#228;re oder Lehrer: Ihre Privilegien sind ihnen sicher. Warum? Weil sie &lt;strong&gt;m&#228;chtige F&#252;rsprecher&lt;/strong&gt; haben und die vielen Politiker selben Alters ihre Vorbehalte gegen&#252;ber offen gelebter Homosexualit&#228;t und dem Internet nicht nur verstehen, sondern auch teilen.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Westeuropa ist kein so sch&#246;nes Fleckchen Erde, wenn man Anfang zwanzig ist&lt;/h3&gt;
&lt;span class='csfoo htmla'&gt;&lt;/span&gt;&lt;dl class='spip_document_4201 spip_documents spip_documents_left' style='float:left;width:240px;'&gt; &lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;IMG/jpg/5129484299_a160399207_z.jpg&quot; title='&#220;berqualifiziert und arbeitslos&lt;br /&gt;Viele h&#228;ngen an ihr Studium noch ein Zweitstudium dran - um bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Quelle: http://www.flickr.com/photos/f-oxymoron/' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L240xH320/5129484299_a0e80-cc0c5.jpg' width='240' height='320' alt='JPEG - 237.2 kB' style='height:320px;width:240px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dt class='spip_doc_titre'&gt;&lt;strong&gt;&#220;berqualifiziert und arbeitslos&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dd class='spip_doc_descriptif'&gt;&lt;p&gt;Viele h&#228;ngen an ihr Studium noch ein Zweitstudium dran - um bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Quelle: &lt;a href='http://www.flickr.com/photos/f-oxymoron/' class='spip_out' rel='external'&gt;http://www.flickr.com/photos/f-oxymoron/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/dd&gt; &lt;/dl&gt;&lt;span class='csfoo htmlb'&gt;&lt;/span&gt;
&lt;p&gt;Die Zahlen sind tr&#252;gerisch: Weil sich die meisten Jugendlichen (per Definition 15- bis 24-J&#228;hrige) in irgendeiner Form der Ausbildung befinden, oder man zumindest davon ausgeht, werden sie in Statistiken zur Erwerbsbev&#246;lkerung nicht erfasst. Und eben weil es &lt;strong&gt;keine genauen Zahlen zur jugendlichen Erwerbsbev&#246;lkerung&lt;/strong&gt; gibt, l&#228;sst sich die Arbeitslosenquote in dieser Gruppe auch nicht mit der &#252;blichen Formel &#8222;Arbeitssuchende geteilt durch die Zahl der Erwerbspersonen&#8220; berechnen. Das Statistikamt der Europ&#228;ischen Union, Eurostat, berechnet die Jugendarbeitslosenquote als Quotienten der Arbeit suchenden Jugendlichen und der Gesamtzahl der Jugendlichen. In Deutschland liegt die Quote bei 10%, in Gro&#223;britannien bei 20%. In Frankreich (24%) und Italien (28%) liegt die Jugendarbeitslosenquote noch im europ&#228;ischen Durchschnitt, wenngleich die Tatsache, dass dort jeder vierte Jugendliche erfolglos auf Jobsuche ist, schon sehr deprimierend ist. Spanien und Griechenland haben mit alarmierenden 48% bzw. 46% die h&#246;chsten Jugendarbeitslosenquoten in Europa.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Aber auch wer einen Job hat, hat es nicht leicht. Die meisten dieser Jobs sind in der Dienstleitungsindustrie angesiedelt, wo junge Menschen beispielsweise als Servicekr&#228;fte im Gastgewerbe oder als Call-Center-Angestellte arbeiten. Jobs wie diese bieten wenige bis gar keine Berufschancen und vermitteln kaum Kenntnisse und Fertigkeiten, die der beruflichen Weiterqualifizierung dienen w&#252;rden. Zudem wird Arbeitgebern wenig Anreiz gegeben, ihre Praktikanten oder Aushilfen eine feste Anstellung zu bieten. Denn sobald jemand einen festen Arbeitsvertrag in der Tasche hat, ist er nur sehr schwer k&#252;ndbar. Eine Regelung zugunsten derer, die vorhandene feste Stellen besetzen. Diese Tatsache k&#246;nnte aber beispielsweise &lt;strong&gt;die oft gro&#223;en Diskrepanzen zwischen den statistischen Jugendarbeitslosenquoten und den allgemeinen Arbeitslosenquoten&lt;/strong&gt; erkl&#228;ren.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Obwohl sicherlich zu ber&#252;cksichtigen ist, dass diese beiden Quoten mit unterschiedlichen Methoden berechnet werden, f&#228;llt auf, dass die Quoten nur in wenigen L&#228;ndern ann&#228;hernd die gleichen sind. In Deutschland etwa liegt das Verh&#228;ltnis der Quoten bei 1,5, womit die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen anderthalb mal h&#246;her ist als die unter der erwachsenen Bev&#246;lkerung. In Gro&#223;britannien ist sie 3,4 Mal, in Frankreich 2,8 Mal h&#246;her und Italiens Extremwert von 4,0 l&#228;sst das Verh&#228;ltnis zwischen Jugend- und Erwachsenenarbeitslosigkeit in Spanien (2,3) und Portugal (2,2) vergleichsweise harmlos aussehen. Nur Luxemburg und Schweden erreichen noch schlechtere Werte (4,2 und 4,3).&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Was war zuerst da: Qualifikation oder Arbeit?&#8220;&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Gegen die Arbeitslosigkeit k&#246;nnen die jungen Leute selbst kaum etwas tun. Viele Studierende z&#246;gern in der Hoffnung auf bessere Zeiten und um sich weiter zu qualifizieren sogar ihren Abschluss hinaus, indem sie ein Zweitstudium absolvieren. Doch das funktioniert nur so lange, wie es nicht ihrer &lt;strong&gt;Vermittlungsf&#228;higkeit&lt;/strong&gt; (schreckliches Wort) abtr&#228;glich ist.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;In Zeiten, in denen die europ&#228;ische Wirtschaft in die rasant aufstrebenden M&#228;rkte S&#252;damerikas und Asiens expandiert, ist der Bedarf an qualifizierten Arbeitskr&#228;ften gro&#223; &#8211; f&#252;r junge Absolventen ein &lt;strong&gt;Teufelskreis&lt;/strong&gt;, zugespitzt in der Frage &lt;i&gt;&#8222;Was war zuerst da: Qualifikationen oder Arbeit?&#8220;&lt;/i&gt; Denn ohne Qualifikationen finden sie keine Arbeit, aber ohne Arbeit k&#246;nnen Sie auch keine Qualifikationen erwerben. Universit&#228;ten sind seit jeher Orte des Wissens, nicht der beruflichen Qualifikation. In Anbetracht dessen scheint es eigenartig, dass mit der Umsetzung des Bologna-Prozesses viele Studienkurse und -programme im Hinblick auf die berufliche Qualifizierung der Absolventen angepasst wurden. Anliegen der Universit&#228;ten ist es seit jeher gewesen, jungen Menschen beizubringen, frei zu denken und ihnen die geeignete Umgebung daf&#252;r zu bieten. Sie sollten eben keine Orte sein, an denen man lernt, wie man etwa die Kundenzufriedenheit bei Fluggesellschaften misst. Wer Biologie studiert hat, hat vielf&#228;ltigste Berufsm&#246;glichkeiten &#8211; von der Pharmaziebranche &#252;ber die Robotertechnik hin zur Nahrungsmittel- oder Erd&#246;lindustrie. Universit&#228;ten k&#246;nnen nur die &lt;strong&gt;Grundlagen im betreffenden Studienfach&lt;/strong&gt; bieten, nicht aber k&#246;nnen sie die Studierenden auf die vielen, vielen M&#246;glichkeiten, die ihnen die Wissenschaft bietet, vorbereiten. Das kann nur ein Arbeitsplatz im jeweiligen Fachgebiet. Genau deshalb ist es f&#252;r junge Menschen so wichtig, die Chance auf einen solchen Arbeitsplatz zu bekommen. Nur so k&#246;nnen sie dem Teufelskreis aus fehlender Qualifikation und Arbeitslosigkeit entrinnen.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Gesetze f&#252;r die, die bereits im Gesch&#228;ft sind&lt;/h3&gt;
&lt;span class='csfoo htmla'&gt;&lt;/span&gt;&lt;dl class='spip_document_4200 spip_documents spip_documents_center'&gt; &lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;IMG/jpg/1795871816_2648e457c6_b.jpg&quot; title='Lernen f&#252;r's Leben&lt;br /&gt;Die Universit&#228;t sollte junge Menschen auf die vielen M&#246;glichkeiten vorbereiten, die sie durch ihr Studium haben. Quelle: http://www.flickr.com/photos/gonzobonzo/' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L320xH218/1795871816_26e09-41d90.jpg' width='320' height='218' alt='JPEG - 297.9 kB' style='height:218px;width:320px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dt class='spip_doc_titre'&gt;&lt;strong&gt;Lernen f&#252;r's Leben&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dd class='spip_doc_descriptif'&gt;&lt;p&gt;Die Universit&#228;t sollte junge Menschen auf die vielen M&#246;glichkeiten vorbereiten, die sie durch ihr Studium haben.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Quelle: &lt;a href='http://www.flickr.com/photos/gonzobonzo/' class='spip_out' rel='external'&gt;http://www.flickr.com/photos/gonzobonzo/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/dd&gt; &lt;/dl&gt;&lt;span class='csfoo htmlb'&gt;&lt;/span&gt;
&lt;p&gt;Dazu kommt, dass es seit langem immer schwieriger wird, ein kleines Unternehmen zu gr&#252;nden. Wer das vorhat, k&#228;mpft zun&#228;chst mit Vorschriften und Regularien, deren Verst&#228;ndnis allein, so scheint es, ein extra Studium erfordert. Schon wenn man an einem Stand Limonade verkaufen m&#246;chte, braucht man dazu eine Gewerbeerlaubnis, eine Genehmigung zur Abwasser- und Abfallentsorgung und muss Stand- und Lizenzgeb&#252;hren zahlen &#8211; und das alles oft bei verschiedenen Beh&#246;rden auf unterschiedlichen Ebenen. Wer gar eine Limonadenfabrik gr&#252;nden m&#246;chte, braucht viel Ausdauer im z&#228;hen Kampf mit riesigen etablierten internationalen Unternehmen entlang der gesamten &lt;strong&gt;Produktions- und Distributionskette&lt;/strong&gt;. Diese Unternehmen haben von Lissabon &#252;ber Br&#252;ssel bis Helsinki Unterst&#252;tzung von Lobbyisten, die schlecht informierten Politikern beim Entwurf von Gesetzen helfen, die nur denen Vorteile bringen, die bereits im Gesch&#228;ft sind und Jungunternehmern keine Chance geben. Junge Wirtschaftswissenschaftler und Mathematiker k&#246;nnen heute noch nicht einmal mehr einfach als Taxifahrer arbeiten. Und das nicht, weil man daf&#252;r oft schwere Theoriepr&#252;fungen bestehen muss, sondern weil die Taxifahrer in St&#228;dten und Gemeinden erfolgreich mit ihrer Forderung waren, die Zahl der Taxis zu reduzieren, und sie die gesetzlichen Preise so nach oben treiben.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Auch K&#252;nstler haben es schwer in einer Welt, in der Gesetze &#252;ber Rechte an geistigem Eigentum sich noch immer am Businessplan einer Industrie orientieren, die den Gro&#223;teil ihres Gewinns heute mit denselben K&#252;nstlern wie schon vor 20 Jahren macht. Es besteht eine &lt;strong&gt;gro&#223;e Diskrepanz&lt;/strong&gt; zwischen der Art und Weise, wie wir Musik, Filme, Theaterproduktionen, schriftliche Kunstwerke, Spiele und Bilder heute schaffen und vermarkten und dem, wof&#252;r unsere Gesetze gemacht werden. Die Gesetze dienen denen, die bereits im Gesch&#228;ft sind &#8211; kein Wunder also, dass man nichts Neues auf dem Markt sieht: Es gibt einfach nichts Neues. An finanzielle Mittel von Regierungen zur F&#246;rderung von K&#252;nstlern kommt man ohne die richtigen Kontakte nur sehr schwer ran. So sind es nicht nur die immer selben, die das Geld verteilen, sondern auch die immer selben, die das Geld bekommen.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Die Entstehung einer Zwei-Klassen-Jugend&lt;/h3&gt;
&lt;span class='csfoo htmla'&gt;&lt;/span&gt;&lt;dl class='spip_document_4199 spip_documents spip_documents_right' style='float:right;width:320px;'&gt; &lt;dt&gt;&lt;a href=&quot;IMG/jpg/3717100229_eed3dd9a78_z.jpg&quot; title='Wenn das Leben dir eine Zitrone gibt...&lt;br /&gt;...mach Limonade drau&#223;. Selbst das ist heute nicht mehr so einfach. Quelle: http://www.flickr.com/photos/digiar...' type=&quot;image/jpeg&quot;&gt;&lt;img src='http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L320xH214/3717100229_e8790-b73bc.jpg' width='320' height='214' alt='JPEG - 75.5 kB' style='height:214px;width:320px;' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dt class='spip_doc_titre'&gt;&lt;strong&gt;Wenn das Leben dir eine Zitrone gibt...&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt; &lt;dd class='spip_doc_descriptif'&gt;&lt;p&gt;...mach Limonade drau&#223;. Selbst das ist heute nicht mehr so einfach.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Quelle: &lt;a href='http://www.flickr.com/photos/digiart2001/' class='spip_out' rel='external'&gt;http://www.flickr.com/photos/digiar...&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/dd&gt; &lt;/dl&gt;&lt;span class='csfoo htmlb'&gt;&lt;/span&gt;
&lt;p&gt;Die platzenden Aktienblasen von 2008 waren nicht die Hauptursache f&#252;r die Krise, in der sich junge Leute heute, drei Jahre sp&#228;ter, befinden. Wenn &lt;strong&gt;ein Szenario wie das von 2008&lt;/strong&gt; aber eine Wirtschaft trifft, die es jungen Arbeitskr&#228;ften &#8211; ob auf dem Arbeitsmarkt im Allgemeinen oder bei der Unternehmensgr&#252;ndung oder in der Kunst &#8211; so schwer macht, kann sich diese Wirtschaft nur sehr schwer erholen. Diejenigen, die sich einen Arbeitsplatz, Qualifikationen, ein Unternehmen oder einen Ruf zu Zeiten erworben haben, als das noch f&#252;r jedermann m&#246;glich war, haben eine Umgebung geschaffen, in der mit diesen &#8222;alten Hasen&#8220; kaum zu konkurrieren ist.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die Lobbyisten und Gewerkschaften um unsere Parlamente und Regierungen verfolgen alle dasselbe Interesse: Denen zu dienen, die im Moment Arbeit haben bzw. die im Moment in der Wirtschaft mitmischen. Das macht es neuen, jungen Leuten schwer und in manchen F&#228;llen gar so gut wie unm&#246;glich, die Chance zu bekommen, sich in ihrem Interessensbereich zu beweisen. &lt;strong&gt;Junge Menschen bleiben au&#223;en vor&lt;/strong&gt; und werden aus der Gesellschaft ausgegrenzt. Gleichzeitig entsteht eine Zwei-Klassen-Jugend: Auf der einen Seite stehen die, die zumindest die M&#246;glichkeit haben, ins Arbeits- und Wirtschaftsleben einzusteigen, weil sie durch ihr Elternhaus mit entsprechenden materiellen Mitteln, Qualifikationen oder Kontakten ausgestattet sind, auf der anderen Seite die, die diese M&#246;glichkeit nicht haben. Das ist keineswegs w&#252;nschenswert und gef&#228;hrdet die Grundfesten unserer europ&#228;ischen Ideale.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Das Internet vergisst nichts?</title>
		<link>http://www.dieeuros.eu/Das-Internet-vergisst-nichts,5472.html</link>
		<guid isPermaLink="true">http://www.dieeuros.eu/Das-Internet-vergisst-nichts,5472.html</guid>
		<dc:date>2012-04-11T06:18:47Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Fabrizio MANZETTI</dc:creator>


		<dc:subject>Medien und Informationsgesellschaft</dc:subject>
		<dc:subject>Europ&#228;ische Kommission</dc:subject>

		<description>Zum Schutze der Privatsph&#228;re geht es nun den dotcom-Kolossen an den Kragen. Ein Warnschuss f&#252;r Google und Facebook. Seit der digitalen Revolution ver&#228;ndert sich die Welt immer schneller, ja so schnell, dass f&#252;nf, sechs Jahre alte Gesetze und Vorschriften heute schon veraltet sind. Man stelle sich also vor, wie unzeitgem&#228;&#223; eine Vorschrift von 1995 im Jahre 2012 nur sein kann. Insbesondere beim Thema Datenschutz. Bedenkt man, dass vor 17 Jahren nur ein Prozent der europ&#228;ischen B&#252;rger einen (...)

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&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/-Focus-on-News-.html" rel="directory"&gt;1. Aktualit&#228;tszoom&lt;/a&gt;

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&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Kultur-und-Medien-+.html" rel="tag"&gt;Medien und Informationsgesellschaft&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.dieeuros.eu/+-Commission-europeenne,189-+.html" rel="tag"&gt;Europ&#228;ische Kommission&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L150xH107/arton5472-83884.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width='150' height='107' class='spip_logos' style='height:107px;width:150px;' /&gt;
		&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;Zum Schutze der Privatsph&#228;re geht es nun den dotcom-Kolossen an den Kragen. Ein Warnschuss f&#252;r Google und Facebook.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Seit der digitalen Revolution ver&#228;ndert sich die Welt immer schneller, ja so schnell, dass f&#252;nf, sechs Jahre alte Gesetze und Vorschriften heute schon veraltet sind. Man stelle sich also vor, wie unzeitgem&#228;&#223; eine Vorschrift von 1995 im Jahre 2012 nur sein kann. Insbesondere beim Thema &lt;strong&gt;Datenschutz&lt;/strong&gt;. Bedenkt man, dass vor 17 Jahren nur ein Prozent der europ&#228;ischen B&#252;rger einen Internetzugang hatte, erscheint es wirklich besorgniserregend, den Datenschutz der &#8218;Netzb&#252;rger&#8216; weiterhin durch derart pr&#228;historische Gesetze gew&#228;hrleisten zu wollen. Genau aus diesen Erw&#228;gungen heraus hat die EU beschlossen, wieder Hand an die Vorschriften von 1995 zu legen,sie zu reformieren &#8211; und mit dem Mythos aufzur&#228;umen, nach dem das Netz niemals vergesse.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Datenschutz als Grundrecht&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Endlich hat man sich auf ein Projekt geeinigt, das mehr als zwei Jahre dauern soll: Die Vizepr&#228;sidentin der Europ&#228;ischen Kommission und Kommissarin f&#252;r Justiz, Viviane Reding, hat einen &lt;strong&gt;Reformentwurf zum Schutz von Online-Daten&lt;/strong&gt; vorgestellt. &lt;i&gt;&#8222;Der Schutz personenbezogener Daten ist ein Grundrecht aller Europ&#228;er&#8220;&lt;/i&gt;, erkl&#228;rte Reding w&#228;hrend einer Pressekonferenz, &lt;i&gt;&#8222;doch die EU-B&#252;rger haben nicht immer das Gef&#252;hl, dass sie die vollst&#228;ndige Kontrolle &#252;ber ihre personenbezogenen Daten haben. Unsere Vorschl&#228;ge werden das Vertrauen in Online-Dienste st&#228;rken, da die B&#252;rger besser &#252;ber ihre Rechte informiert sein werden, und sie bekommen eine umfassendere Kontrolle &#252;ber ihre Daten. Dabei sieht die Reform auch vor, das Leben zu vereinfachen und die Unternehmen zu entlasten. Ein sicherer, klarer und EU-weit einheitlicher rechtlicher Rahmen erm&#246;glichet es, das gesamte Potenzial des digitalen EU-Binnenmarktes auszusch&#246;pfen und das Wirtschaftswachstum, die Innovationskraft und die Schaffung von Arbeitspl&#228;tzen anzuregen.&#8220;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Es leuchtet ein, dass eine Reform der Richtlinie unausweichlich war, bedenkt man, dass heutzutage jeden Tag &lt;strong&gt;400 Millionen pers&#246;nliche Datens&#228;tze&lt;/strong&gt; ins Netz gestellt werden, also Informationen bez&#252;glich des Privat-, Berufs- oder &#246;ffentlichen Lebens einer Person &#8211; z. B. der Name, Fotos, die E-Mail-Adresse, die Bankdaten, Beitr&#228;ge in sozialen Netzwerken, Gesundheitsdaten und die IP-Adresse.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Ein langwieriger Prozess&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Doch die EU-Richtlinie (die nach dem Beschluss im Europ&#228;ischen Parlament im Laufe der darauffolgenden zwei Jahre in allen 27 Mitgliedsl&#228;ndern angenommen werden muss), garantiert auch ein signifikantes Wirtschaftswachstum: Nach Berechnungen der Kommission f&#252;hrt allein dieses eine europ&#228;ische Gesetz zu &lt;strong&gt;Einsparungen von j&#228;hrlich 2,3 Milliarden Euro&lt;/strong&gt;. Da die geltenden Richtlinien in den 27 Mitgliedsstaaten sich stark unterscheiden, muss der Entwurf angepasst, erneut vorgelegt und wieder angepasst werden. Mit dieser Reform wird es also ein gemeinsames Gesetz geben, das alles reglementiert und welches das Vertrauen der Nutzer von Online-Diensten festigen soll. Ganz nebenbei hat Br&#252;ssel die Internet-Kolosse im Visier, die durch einen Versto&#223; gegen Redings Richtlinie &lt;strong&gt;gesalzene Strafen&lt;/strong&gt; riskieren w&#252;rden: Zahlungen von bis zu vier Prozent ihres weltweiten Jahresumsatzes. Zum Beispiel m&#252;sste dann Facebook, dessen Umsatz 2011 auf 4,27 Milliarden Dollar gesch&#228;tzt wurde, fast 90 Millionen Dollar bezahlen, falls herausk&#228;me, dass es die Richtlinie nicht einh&#228;lt.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Verschwinden erlaubt&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die von der Kommission vorgelegte Reform verpflichtet alle Online-Gruppen, auch die nicht-europ&#228;ischen, von den Nutzern die &lt;strong&gt;vorherige Zustimmung&lt;/strong&gt; einzuholen, dass deren pers&#246;nliche Daten genutzt werden d&#252;rfen und diesen explizit zu erl&#228;utern, wie die Daten genutzt werden. Zwar ein harter Schlag insbesondere f&#252;r Facebook, Google und Yahoo, die von Werbung leben, also von unseren pers&#246;nlichen Daten. Doch was uns Netzb&#252;rger auf dem alten Kontinent angeht, so wird dadurch alles besser gesch&#252;tzt sein. Wer m&#246;chte, kann dann aus dem Netz der amerikanischen Kolosse &#8222;verschwinden&#8220;, und zwar zu jedem beliebigen Zeitpunkt und so einfach umsetzbar, dass es jeder schaffen kann. Der Mythos &lt;i&gt;&#8222;Das Internet vergisst nichts&#8220;&lt;/i&gt; wird dann nur noch eine unsch&#246;ne Erinnerung f&#252;r diejenigen sein, die all ihre Daten aus dem Netz l&#246;schen wollen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Doch schauen wir uns &lt;strong&gt;die wichtigsten &#196;nderungen&lt;/strong&gt; der Reform im Detail an:&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L8xH11/puce-32883.gif&quot; width='8' height='11' class='puce' alt=&quot;-&quot; style='height:11px;width:8px;' /&gt; EU-weit &lt;strong&gt;einheitliche Normen&lt;/strong&gt; zum Datenschutz. &#220;berfl&#252;ssige Verwaltungslasten sollen abgebaut werden, wie etwa die Kommunikationsvorschriften f&#252;r Unternehmen. Dadurch k&#246;nnen etwa 2,3 Milliarden Euro pro Jahr eingespart werden.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L8xH11/puce-32883.gif&quot; width='8' height='11' class='puce' alt=&quot;-&quot; style='height:11px;width:8px;' /&gt; Statt der derzeit g&#252;ltigen Verpflichtung, alle Vorg&#228;nge den Datenschutzbeh&#246;rden zu melden (was unn&#246;tig b&#252;rokratisch ist und die Unternehmen j&#228;hrlich 130 Millionen Euro kostet), sieht die Regelung eine &lt;strong&gt;gr&#246;&#223;ere Verantwortung sowie obligatorische Rechenschaftsberichte&lt;/strong&gt; f&#252;r all diejenigen vor, die Daten verwenden. Zum Beispiel m&#252;ssten Unternehmen und Organisationen F&#228;lle von schwerem Datenmissbrauch den nationalen Kontrollbeh&#246;rden so fr&#252;h wie m&#246;glich (vorzugsweise innerhalb von 24 Stunden) melden.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L8xH11/puce-32883.gif&quot; width='8' height='11' class='puce' alt=&quot;-&quot; style='height:11px;width:8px;' /&gt; Die Organisationen sollen mit nur einer &lt;strong&gt;nationalen Datenschutzbeh&#246;rde&lt;/strong&gt; zu tun haben, und zwar in dem EU-Mitgliedsland, in dem sich der Hauptsitz der jeweiligen Organisation befindet. Umgekehrt soll es m&#246;glich sein, sich an die Datenschutzbeh&#246;rde des eigenen Landes zu wenden, auch wenn es um ein Unternehmen mit Sitz au&#223;erhalb der EU geht, das die Daten verwendet. Jedes Mal, wenn ein Konsens &#252;ber die Behandlung von Daten n&#246;tig w&#228;re, m&#252;sste dann explizit das Einverst&#228;ndnis des Betroffenen eingeholt werden: Die Zustimmung d&#252;rfte nicht stillschweigend vorausgesetzt werden.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L8xH11/puce-32883.gif&quot; width='8' height='11' class='puce' alt=&quot;-&quot; style='height:11px;width:8px;' /&gt; Es soll einfacher werden, &lt;strong&gt;Zugriff auf die eigenen pers&#246;nlichen Daten&lt;/strong&gt; zu bekommen, und auch die Weitergabe von Daten von einem Dienstanbieter zum anderen (Recht auf Datenweitergabe) soll erleichtert werden, was zu einem verbesserten Wettbewerb zwischen den Dienstanbietern f&#252;hren wird und den Verbrauchern so z.B. den Wechsel erleichtert.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L8xH11/puce-32883.gif&quot; width='8' height='11' class='puce' alt=&quot;-&quot; style='height:11px;width:8px;' /&gt; Das &lt;strong&gt;&#8218;Recht auf Vergessen&#8216;&lt;/strong&gt; soll es gestatten, besser mit den Risiken umzugehen, die mit dem Schutz von Onlinedaten einhergehen: Jeder soll die eigenen Daten l&#246;schen k&#246;nnen, sofern keine legitimen Gr&#252;nde vorliegen, die Daten weiter zu speichern.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L8xH11/puce-32883.gif&quot; width='8' height='11' class='puce' alt=&quot;-&quot; style='height:11px;width:8px;' /&gt; Die EU-Normen sollen auch auf &lt;strong&gt;pers&#246;nliche Daten&lt;/strong&gt; anwendbar sein, die im Ausland verwendet werden, von Unternehmen, die im EU-Binnenmarkt aktiv sind und die EU-B&#252;rgern Dienstleistungen anbieten.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L8xH11/puce-32883.gif&quot; width='8' height='11' class='puce' alt=&quot;-&quot; style='height:11px;width:8px;' /&gt; Die &lt;strong&gt;unabh&#228;ngigen nationalen Datenschutzbeh&#246;rden&lt;/strong&gt; sollen gr&#246;&#223;ere Macht haben, sodass sie die EU-Verordnungen in den betreffenden L&#228;ndern besser umsetzen k&#246;nnen. Sie sollen zum Beispiel Unternehmen, die das EU-Recht verletzen, Geldstrafen androhen k&#246;nnen; insgesamt k&#246;nnten so bis zu eine Million Euro erzielt werden, was etwa zwei Prozent des j&#228;hrlichen weltweiten Umsatzes entspricht.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://www.dieeuros.eu/local/cache-vignettes/L8xH11/puce-32883.gif&quot; width='8' height='11' class='puce' alt=&quot;-&quot; style='height:11px;width:8px;' /&gt; Die neue Richtlinie soll die allgemeinen Grunds&#228;tze und die Datenschutzregelungen auf die &lt;strong&gt;Zusammenarbeit von Polizei und Justiz&lt;/strong&gt; in Strafsachen anwenden. Ihre Anweisungen sollen die Daten&#252;bermittlung sowohl auf nationaler Ebene als auch &#252;ber Grenzen hinweg reglementieren.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die Entw&#252;rfe der Kommission werden nun dem europ&#228;ischen Parlament und den Mitgliedsstaaten der EU (in Form des Ministerrats) zur Diskussion vorgelegt und, sobald sie angenommen sind, treten sie fr&#252;hestens nach zwei Jahren in Kraft.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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